Die Inhalte des aktuellen Hefts in der Übersicht

Alle Infos aus dem aktuellen Heft der A&W finden Sie hier im Überblick. Freuen Sie sich auf viele spannende Artikel und Reportagen rund um Architektur und Wohnen!

A&W Architektur & Wohnen 5/2016
Ein altes Haus ringt seine Geschichte mit. Das macht es interessant – und seine Renovierung unberechenbar.

Geschichten von Renovierungen und Instandsetzungen handeln ja oft von Problemen: verrotteten Fundamenten, nicht zu rettenden Originalfenstern, Pilzbefall der Wände und den Wünschen des Denkmalschutzes. Lassen Sie sich davon nicht täuschen. In Wirklichkeit sind es Liebesgeschichten, und sie sind um so inniger, je größer die Schwierigkeiten waren. Wer sich nämlich darauf einlässt, ein Haus zu sanieren, es moderner, größer, heller zu machen, der hatte am Anfang die reflexhafte Gewissheit „Das ist es“ oder „Das wird was“ – sonst hätte er gar nicht angefangen. Und idealerweise trägt ihn dieses Gefühl durch das gesamte Projekt, durch Euphorie, Frust, Anspannung und Verzagtheit ebenso wie durch viele schöne Momente. Denn im Grunde ist ein Altbau nichts anderes als ein geliebter Mensch: Er bringt seine Geschichte mit in die Beziehung – das macht ihn interessant und unberechenbar zugleich.

Die Häuser, die wir Ihnen hier vorstellen, zeigen, wie unterschiedlich das Happy End solcher Romanzen aussehen kann: bei einem heruntergekommenen Stadthaus in Porto etwa, einer Villa am Hamburger Elbhang oder einer historischen Pilgerherberge in der Provence.

Diese Ausgabe, Sie ahnen es, steckt voll solcher Liebesgeschichten. Die über das Hirschberger Tal in Schlesien ist eine, wo preußische Adelige einst um die schönsten Schlösser und Parks wetteiferten. Lange verfallen, wird diese einzigartige Kulturlandschaft peu à peu wieder instand gesetzt, vielerorts von engagierten Privatleuten. Auch das ein klarer Fall von „Das wird was“. Und Rotterdam, die niederländische Hafenstadt, die auf die Krisen ihrer jüngeren Geschichte immer wieder mit architektonischen Visionen reagiert und sich so stets neu erfindet. Besonders freue ich mich über unser Dossier über das Comeback des Handwerks im Design. Im Zeitalter des Digitalen setzen die Gestalter wieder auf die individuellen Handgriffe, die das handwerkliche Objekt vom Industrieprodukt unterscheiden, und auf die sinnliche Erfahrbarkeit der Materialien. So entstehen sorgfältig gefertigte Möbel und Accessoires, die mit uns alt werden. Jedes ist eine Liebe fürs Leben.

HERZLICHST, IHRE GABRIELE THIELS

PS Gleich zwei Specials liegen dieser A&W-Ausgabe bei: eines – im XL-Format – über die neuen Leuchten und Trends bei der Lichtgestaltung sowie ein Heft über Car Design, das die Redaktion des Kultmagazins „ramp“ für A&W produziert hat. Falls Sie A&W nicht finden: Werden Sie doch Abonnent, schon wegen der vielen Vorteile! Einfach anrufen: 040/21 03 13 71 oder über leserservice-jalag@dpv.de. Vielen Dank im Voraus!