Die Inhalte des aktuellen Hefts in der Übersicht

Alle Infos aus dem aktuellen Heft der A&W finden Sie hier im Überblick. Freuen Sie sich auf viele spannende Artikel und Reportagen rund um Architektur und Wohnen!

A&W Architektur & Wohnen 3/2016

Mittendrin und doch im Grünen wohnen: Das schließt sich aus. Es sei denn, man lebt in einer Stadtoase.

Als gebürtige Rheinländerin halte ich es mit dem Satz „M’r moss och jönne könne“, wenn ich manche der Häuser und Wohnungen sehe, die wir in A&W vorstellen: Man muss auch gönnen können. Die Stadtoasen dieser Ausgabe stellen mich allerdings auf eine harte Probe. Denn sie erfüllen zwei Sehnsüchte, die eigentlich unvereinbar sind. Nämlich einerseits, mitten in einer lebendigen, inspirierenden Metropole zu wohnen. Und anderseits, sich jederzeit ins Grüne zurückziehen und Atem holen zu können. Normalerweise läuft das auf die Entscheidung zwischen einer Stadtwohnung und einem Haus mit Garten an der Peripherie hinaus, und sie fällt je nach Alter, Budget, familiärer und beruflicher Situation so oder so aus. Aber entscheiden muss man sich.

Nicht so Designerin Patricia Urquiola. Sie hat sich eine üppig begrünte Dachterrasse als Refugium auf dem Mailänder Hinterhaus anlegen lassen, in dem auch ihre Wohnung und das Atelier liegen. Der Kreativberater Joel Bernstein entdeckte ein Cottage in einem wildromantischen Garten, das, man hält es kaum für möglich, verborgen an einer belebten Londoner Geschäftsstraße liegt. Und im Berliner Hansaviertel fand Innenarchitekt Manfred Daxenberger nicht nur einen citynahen Bungalow mit Garten, er bekam damit zugleich eine kleine Architekturikone – verstehen Sie, warum ich eine leichte, ganz und gar unrheinische Eifersucht in mir spüre?

Viel konstruktiver sind da die Inspirationen für Terrasse und Balkon, die meine Kollegin Elke von Radziewsky aus den Projekten renommierter Gartengestalter zusammengestellt hat: unkonventionelle, überraschende Ideen, die – wie auch Patricia Urquiolas Dachgarten – Anstoß geben, sich eine eigene Stadtoase zu schaffen.

Jan van Rossem, Ressortleiter für Design und Architektur, stellt Ihnen das ehemalige TWA-Terminal von Eero Saarinen am New Yorker Flughafen vor. Unzählige E-Mails und Telefonate mit der zuständigen Behörde waren nötig, um den Foto- und Besichtigungstermin abzustimmen, doch seine Beharrlichkeit hat sich gelohnt. Der Bau thematisiert mit seinen geschwungenen Formen das Fliegen selbst und scheint dabei fast abzuheben – wie auch sein Architekt. Saarinen bestand darauf, dass die Bars im ersten Stock – immerhin gestaltet von niemand Geringerem als Raymond Loewy – zurückgesetzt geplant wurden, damit sie den Gesamteindruck nicht störten. Wie würde man im Rheinland dazu sagen? Man muss doch auch mal gönnen können.

HERZLICHST, IHRE GABRIELE THIELS

PS: Falls Sie sich ein paar neue Möbel gönnen möchten: In unserem aktuellen Special „Die 175 besten Einrichtungshäuser in Deutschland“ finden Sie Adressen in Ihrer Nähe. Und außerdem die passenden Neuheiten für Ihren liebsten Platz zu Hause.