Nominiert für den A&W Architekten des Jahres 2014 Delugan Meissl

Das Architekten Paar Delugan Meissl und ihr Team begeistern durch ihre ganz eigene Architektur, die durch zackig gefaltete und spitz aufgetragene Formen besticht. Sie entwarfen unter anderem auch das Porsche Museum in Stuttgart.

 

Dass sich die meisten Bauten, ja selbst Türklinken und Möbel von Delugan Meissl irgendwie ähneln, sei kein Programm, sagt Roman Delugan: „Die Projekte sind verschieden, sie reagieren auf die Anforderungen unter Beibehaltung einer gemeinsamen Sprache.“ Will sagen: Elke Delugan Meissl, Roman Delugan und ihre Partner bauen immer wieder mit zackig gefalteten und spitz aufragenden Formen, aber immer ein bisschen anders. Der Wille zur dramatischen Form ist insofern erstaunlich, als die Wiener Architekten 1998 mit Wohnungsbau begannen – nicht gerade eine Disziplin, mit der Designpreise gewonnen werden. Ihren Gestaltungsdrang entfalteten sie dann in ihrer eigenen Wohnung, einem Penthouse. Das Ray1 genannte Haus von 2003 erstreckt sich wie ein weißer Blitz auf dem Dach eines Fünfzigerjahre-Baus und wurde weltweit publiziert. In den weiß gehaltenen Räumen dominieren Schrägen und spitze Winkel, sogar die Bücherregale sind zu Rampen aufgelöst. DMAA, wie sich ihr Büro seit 2004 nennt, ist eines der wenigen europäischen Studios, das sich einen wiedererkennbaren Stil erlaubt. Der steht für Dynamik, was zu den bedeutendsten Bauten des Büros passt. Das Porsche-Museum in Zuffenhausen ist ein schräg aufgeständerter Großbau, der sich aus jeder Perspektive anders präsentiert und in einen Ausstellungsraum voller Rampen und Ebenen führt. Formal verwandt sind das Filminstitut Eye in Amsterdam und das Festspielhaus in Erl/Tirol – scharfkantige Zeichen für hochklassige Kultur. 

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Autor:
Christian Tröster