China Comic and Animation Museum

Was ist besonders typisch an Comics? Klar: die Sprechblasen! Dafür jedenfalls haben sich die Architekten des Rotterdamer Büros MVRDV entschieden, versetzten sie ins Dreidimensionale – und gewannen damit den Wettbewerb für das geplante China Comic and Animation Museum CCAM im ostchinesischen Hangzhou.

China Comic and Animation Museum

Ihr Entwurf sieht ein Nest aus acht Riesen-Bubbles vor, von denen jeder eine andere Funktion übernimmt. Er ist Ausstellungsraum für Cartoons, Comics und Animationen, enthält die Comic- Bibliothek oder Kino- und Theatersäle, Lobby, Café und Shops. Die Blasen mit rund 30 000 Quadratmetern Nutzfläche können auf einem spiralförmigen Rundgang durchwandert werden. Wo sie sich berühren, bieten ovale Öffnungen Durchblicke in die Nachbar-„Eier“. Außen tragen die porzellanweißen Betonschalen Reliefs, die an chinesische Vasen erinnern. Die Anlage, die die Bedeutung der 6-Millionen-Stadt als Zentrum der chinesischen Comic-Produktion betont, wird ergänzt durch eine bunte Piazza und einen Park auf den grünen Inseln des benachbarten Sees mit dem comicwürdigen Namen „Weißes Pferd“.