Neapel Kunstvolle Haltestellen

Neapel, stets heimgesucht von Verkehrs-, Müll- und Mafiaplagen, will wieder „Bella Napoli“ werden – mit unterirdischen Schönheiten. Bei dem Projekt „Metro dell’Arte“ sind seit 2001 neun Haltestellen der Linie 1 in Kunststationen verwandelt worden.

Projekt Metro dellArte

Projekt "Metro dell'Arte" in Neapel

Die jüngste Perle, die neue Station Toledo, ist ein Werk des katalanischen Architekten Oscar Tusquets Blanca. Während oben alles in Orange und Gelb beginnt und der südafrikanische Künstler William Kentridge dunkle Figuren aus der Stadtgeschichte durch einen Gang marschieren lässt, führen Rolltreppen zwischen Mosaikwänden hinab in ein immer tieferes Blau wie auf einer Tauchfahrt. Buchstäbliches Highlight ist der Crater de Luz, eine Art Kuppel, die Tageslicht in die 40 Meter tief liegende Halle führt und mit LED-Lichtspielen und changierenden Blautönen selbst die hastigsten Fahrgäste in eine poetische, entrückte Welt versetzt.

Weitere Infos unter www.metro.na.it

Schlagworte:
Autor:
Heiner Scharfenorth