Wilfried van Winden stapelt Giebelhäuser Stapelarchitektur aus den Niederlanden

Stapeln macht Spaß: der Delfter Architekt Wilfried van Winden stapelt typisch holländische Giebelhäuser.

Uff, that rocks

Stapeln macht Spaß. Seit die Architekten MVRDV auf der Expo 2000 in Hannover für den holländischen Pavillon Gärten und Landschaften geschichtet haben, wird aufgetürmt, was sich nur finden lässt. Und während die Schweizer Baumeister Herzog und de Meuron Scheunenarchitekturen zum neuen Vitra- Museum häuften (A&W 2/10), stapelte der Delfter Architekt Wilfried van Winden typisch holländische Giebelhäuser. Er kommt damit auf 40 Meter, das sind elf Stockwerke für ein neues Gebäude der Hotellinie Inntel in Zaandam bei Amsterdam. Streng genommen ahmt er nur 70 „zaanse“-Holzfassaden mit Erkern und weißen Litzen nach – eine Potemkinsche Konstruktion aus Bauholz und Faserzement. „Fusion Architektur“ nennt das van Winden, meint die Kombination von High and Low, von Tradition und Erfindung, vielleicht auch von Heimatkunst und Global Wellness, denn wo draußen holländische Folklore lockt, warten drinnen neben 160 Hotelzimmern eine finnische Sauna und ein türkisches Bad. „Uff, that rocks“, simst Blogger Jean-Pierre im Netz. www.goldentulipamsterdamzaandam.com