Kristallketten: Das Bao’an Stadion in Shenzhen

Sport mit Poesie: Das Hamburger Büro gmp (von Gerkan, Marg und Partner), Champion im Sportstättenbau, errichtete im südchinesischen Shenzhen zum Weltsportfest der Studenten im August gleich vier Arenen auf einmal – und spielte dabei mit ästhetischen Traditionen des Landes.

Bao’an Stadion in Shenzhen

Das Bao’an Stadion für Leichtathletik und Fußball ist von feinen schrägen grünen Stützen umrahmt, die ein Bambuswäldchen symbolisieren. Für die Bauten des Universiade-Zentrums – ein 60 000-Plätze-Stadion, eine Mehrfunktions- und eine Schwimmhalle – kreierten die Deutschen eine Konstruktion aus prismatischen Stahlfaltwerken, die mit transluzidem Kunststoff verglast und zu den Innenräumen mit durchscheinenden Membranen bespannt sind. In der hügeligen Umgebung wirken diese plastischen Dreieckskörper wie riesige Kristallformationen. Abends leuchten sie von innen und spiegeln sich in einem künstlichen See.

Autor:
Heiner Scharfenorth
Fotograf:
Christian Gahl