Soumaya Museum

Lauter Superlative: Carlos Slim, der reichste Mann der Welt, spendete seiner Heimatstadt Mexico City das (nach seiner verstorbenen Frau benannte) Soumaya Museum – mit 66 000 erlesenen Exponaten von Leonardo bis Rodin, 17 000 qm Ausstellungsfläche und einem Bau, der zum neuen Wahrzeichen der Stadt prädestiniert ist.

Soumaya Museum

Die nötige einprägsame Form lieferten der mexikanische Koolhaas-Schüler und Slim-Schwiegersohn Fernando Romero und sein Büro LAR: einen in der Achse verdrehten Kubus mit weichen Ecken und stark taillierten Seiten – vergleichbar allenfalls mit einem exzentrischen Zylinderhut. Die Museumsräume sind über sechs Ebenen fließend miteinander verbunden, die Wände, die ein Kleid aus Alu- Pailletten tragen, lassen durch winzige Öffnungen tagsüber Licht ein und das schöne Geschenk nachts weithin leuchten.

Autor:
Heiner Scharfenorth