In Beton gefaltet Sportausbildungszentrum in Windisch

Schönes Vermächtnis: Das Sportausbildungszentrum in Windisch im Schweizer Kanton Aargau ist ein architektonisches Kabinettstückchen.

Sportausbildungszentrum in Windisch

Entworfen hat es der 2007 verstorbene Tessiner Livio Vacchini, ausgeführt hat es seine Tochter Eloisa. Die Halle für zwei Sportfelder und Räume für Gymnastik überspannt stützenfrei 80 mal 50 Meter und ist dabei fast transparent – dank einer Konstruktion, die so funktional wie ästhetisch ist: Getragen wird sie von einem Außenskelett aus 27 Betonrahmen, die wie Origami gefaltet sind. Je nach Perspektive wirkt das Bauwerk mit seinen geknickten Stützen und dahinter liegenden Glaswänden wie ein ausgezogenes Akkordeon oder ein Endlos-Rapport gotisch-spitzer Dreiecksgiebel; das elegante plastische Spiel erinnert an Werke der 50er-/60er-Jahre von Pier Luigi Nervi und Oscar Niemeyer.