Hamburg Sumatrakontor von Erick Egeraat

Der Rotterdamer Erick Egeraat, stets gut für Überraschungen am Bau, gab dem Überseequartier im Herzen der Hamburger Hafencity einen eigenwilligen Akzent, der mit örtlichen Traditionen spielt.

Sumatrakontor von Erick Egeraat

Sein „Sumatrakontor“, das auf zehn Geschossen und 37000 Quadratmetern Läden, Büros, Luxusappartements und ein Hotel aufnimmt, gliederte er durch Einschnitte in mehrere Teile, die dem Block die Masse nehmen. Die Fassaden tragen helles Aluminium und eine Art Vorhang aus rötlichem Sandstein, der die Ziegelfarben der benachbarten historischen Speicherstadt zitiert.

Die eine Gebäudekante schneidet scharf wie ein Schiffsbug (wie das berühmte Hamburger Chilehaus) in dynamischer leichter Schräglage über die Köpfe der Passanten, die auf dem Überseeboulevard flanieren, eine andere öffnet sich als riesige dreieckige Glasfläche, hinter der über die gesamte Gebäudehöhe ein vertikales Foyer aufragt.

Sumatrakontor von Erick Egeraat
Der nicht der Öffentlichkeit zugängliche Innenhof wiederum ist schneeweiß verputzt – Eloge an die Mietshäuser in den besseren Vierteln der Hansestadt.

Fotograf:
J. Collingridge