Architekturtheoretiker und Landschaftskünstler
Charles Jencks

Charles Jencks

geboren 1939 in Baltimore, Maryland (USA)

lebt und arbeitet in London und Dumfriesshire, Schottland

Tätigkeitsbereiche

Landschaftsarchitektur, Architekturtheorie, Architektur, Design

Kurzbiografie

Charles Jencks studierte Literatur und machte 1965 seinen Master in Architektur, bevor ihn die Übertragung des Begriffs Postmoderne aus den Geisteswissenschaften auf die Baukunst als Architekturtheoretiker berühmt macht. 1977 erscheint sein erfolgreichstes Buch „The Language of Post-Modern Architecture“: eine Kritik der Moderne in Folge des Bauhauses und ein Bekenntnis zum radikalen Eklektizismus.

Auf den Kritikerruhm aufbauend, versucht Jencks selbst als postmoderner Architekt den Durchbruch zu schaffen. Doch es bleibt beim Um- oder Ausbau der eigenen Studios und Häuser in Cape Cod/Massachusetts, London und dem schottischen Dumfries. Auch als Designer hat Jencks nicht den angestrebten Erfolg. Es entstehen nur wenige Objekte für Sawaya & Moroni, Alessi, Swid Powell und Cleto Munari. Dafür wächst seit den 1990er-Jahren Jencks Ruf als Landschaftsgestalter, beginnend mit der Entwicklung des „Garden of Cosmic Speculation“ in Dumfries.

2002 folgt die „Landform Ueda“ für die Scottish National Gallery of Modern Art in Edinburgh, 2008 der Parco Portello in Mailand. Sein erstes deutsches Projekt soll ab 2009 in dem ehemaligen Tagebaugebiet in der Lausitz, nördlich von Dresden, entstehen. Aus alten Kippenmassen will Charles Jencks am Ufer eines neuen Sees eine bis zu 20 Meter hohe und gut einen halben Kilometer lange Erdformation mit Buchten und Plätzen modellieren. „Memories of the Future“ betitelt er das Werk. Ortsansässige nennen es die Hand von Altdöbern.


Lesen Sie auch
Kommentare
Artikel weiterempfehlen