Jane Bihr gestaltete einen modernen Cottage-Garten
Cottage-Garten

Wie sieht ein moderner Cottage-Garten aus? Die englischstämmige Gestalterin ergänzt die gute Form des Schweizer Designs mit britischem Pflanzen-Know-how.
Jane Bihr

Platz für Rasen gibt es auf knappen 120 Quadratmetern nicht. Jane Bihr hat in ihrem Garten alles mit Pflanzen gefüllt. Im Hintergrund duftet ein wilder Flieder.

Pottering around ist Jane Bihrs liebste Beschäftigung im Garten. Hier ein paar verblühte Dahlienblüten abschneiden, dort etwas Unkraut zupfen, vielleicht eine Staude umsetzen. Die praktischen Engländer haben das, was vielen Menschen Spaß im Garten macht, auf den Begriff gebracht: to potter around. Ein anderes Mal legt sie sich einen Tag oder eine Woche lang ins Zeug, schneidet Hecken, bis die Handgelenke brennen: „Für Schönheit muss man leiden“, weiß die in Bath geborene Landschaftsarchitektin.

Wenn es ein englisches Gärtner-Gen gibt, hat Jane Bihr, 48, es geerbt. Schon ihre Großmutter war eine „phantastische Gärtnerin“. Sie hatte alle Bücher von Gertrude Jekyll gelesen, war in Garden Clubs organisiert und kannte die hortikulturelle Prominenz ihrer Zeit persönlich. Die Mutter, verheiratet mit einem Berufsmilitär, der alle zwei Jahre an eine neue Dienststelle versetzt wurde, legte unverdrossen in jedem neu zugeteilten Wohnort wieder einen Garten an.

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Quelle: Architektur & Wohnen, Ausgabe 01/2010

Autor: Elke von Radziewsky

Fotos: Angela Franke