A&W empfiehlt 30 Auktionshäuser in Deutschland

A&W empfiehlt 30 Top-Auktionshäuser in Deutschland. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen mit A&W - und auf der Suche nach dem antiken Objekt Ihrer Begierde. 

Auktionshaus Leo Spik

Für unsere Auswahl haben wir zahlreiche Händler recherchiert und kontaktiert. Wir bitten um Ihre Verständnis, wenn auch empfehlenswerte Adressen der Auswahl zum Opfer fielen. Wir führen auch nicht die in Deutschland aktiven internationalen Auktionshäuser Christie´s, Dorotheum, Phillips oder Sotheby´s auf, weil sie bestens im Internet zu finden sind.

Ahlden

Kunstauktionshaus Schloss Ahlden 

Der silberne Lieblingsbecher Friedrichs des Großen und die reich verzierten Barockmöbel des Malers Georg Baselitz: Es ist viel Geschichte, die im niedersächsischen Ahlden an der Aller mit der Kunst verknüpft ist. Das markante Wasserschloss in Fachwerk und Rotklinker war 32 Jahre lang ein Ort der Verbannung für die untreue Prinzessin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg. Ihr Gatte wurde als Georg I. König von England, der gemeinsame Sohn dessen Thronfolger – sie starb 1726, einsam und verzweifelt. Seit 1975 nutzt das Berliner Auktionatorenpaar Karin und Florian Seidel das historische Schloss als Sammelort für die Kunst; in drei großen Auktionen pro Jahr sind neben Möbeln und Gemälden von Barock über Jugendstil bis in die Moderne vor allem Meissener Porzellan des 18. Jahrhunderts und edles Silber zu entdecken. Und manchmal auch die Schätze eines modernen Malerfürsten. 

Große Str. 1 | 29693 Ahlden | T 051 64/801 00 

www.schloss-ahlden.de

Berlin

Leo Spik Kunstauktionen 

Wenn ein Auktionshaus seit über 90 Jahren in Familienbesitz ist, dann trägt es eine Menge Geschichte auf dem Buckel. Leo Spik und seine Nachfahren haben die große Inflation zu Beginn der 1920er-Jahre erlebt und den Boom auf dem Kunstmarkt, als die Museen alles verkauften, was an Dubletten – von Grafik bis Porzellan – in ihren Depots lagerte, die Nazi-Zeit, die Jahre, in denen Berlin am Tropf hing, und den Aufschwung zur Metropole in Kunst und Kultur. Wie soll man sich, so fragt der Auktionator Christian Arndt, bei so viel Geschichte auf ein einzelnes Gebiet beschränken? Nein, das Traditionshaus sieht sich als Generalist aus vollem Herzen: Vier Auktionen im Jahr, und immer das ganze Programm, Antiken und Möbel, Alte Meister und Asiatica, Silber und Glas, Ikonen, Taschenuhren, Schmuck. Mit anderen Worten: Bei Spik gibt es einfach alles. 

Kurfürstendamm 66 | 10707 Berlin | T 030/883 61 70 

www.leo-spik.de

Dresden

Schmidt Kunstauktionen 

Die Manufaktur von Meissen in Meißen liegt vor der Tür, die Hofhaltung der sächsischen Fürsten und Könige hat Schätze hervorgebracht – doch in 40 Jahren DDR hat vieles das Land verlassen. Das kleine Auktionshaus muss kämpfen, um Einlieferer und Interessenten zu gewinnen. Bisweilen werden Altmeistergemälde restituiert und kommen zur Auktion, das Angebot an Silber ist groß. Nur für Möbel, so klagt der Auktionator James Schmidt, ist momentan nicht viel Platz. Macht aber nichts: Im nächsten Jahr ist die Offiziersvilla von 1857 fertig, die sich der gelernte Architekt in der Radeberger Vorstadt ausbaut. Denn insgesamt ist das Geschäft in den sechs Jahren seit Gründung des Auktionshauses doch mächtig gewachsen. 

Bautzner Str. 6 | O1099 Dresden | T 03 51/81 19 87 87 

www.schmidt-auktionen.de

Frankfurt am Main

Kunsthaus Arnold 

Auktionator und nur Auktionator zu sein – das ist für Karl Michael Arnold ein Prinzip. Ein bisschen freier Kunsthandel nebenbei ist bei ihm nicht drin: Er fürchtet den Interessenkonflikt und meidet ihn. Ein Auktionator, so sein Grundsatz, handelt im Interesse und Auftrag seiner Kunden; allein das freie Wechselspiel von Angebot und Nachfrage bestimmt den Preis. Seit 25 Jahren im Geschäft, aufgewachsen im Auktionshaus, das sein Großvater gegründet hat, pflegt Arnold gute Nachbarschaft. Auch das ist ein Prinzip: Macht sich stark für die Kunstakademie am Städel und versteigert Wein für das Rote Kreuz – weil es Spaß macht, dem Affen mal so richtig Zucker zu geben und einen Saal voller Menschen mit dem Nervenkitzel einer (Benefiz-)Auktion zu unterhalten, und weil Engagement und gute Verbindungen speziell in einer Bürgerstadt wie Frankfurt viel bedeuten. Entsprechend vielfältig ist auch das Angebot seiner jährlich neun eigenen Auktionen: Schmuck und moderne Kunst, Alte Meister, Grafik, Silber, Porzellan, Asiatica und natürlich Möbel aller Epochen. 

Bleichstr. 40–42 | 60313 Frankfurt am Main | T 069/28 27 79 

www.auktionshaus-arnold.de

Frankfurt am Main

Kunst- und Auktionshaus Wilhelm M. Döbritz 

Es sind Schätze und Schätzchen, die Anja Döbritz-Berti in dem Auktionshaus versammelt, das ihr Vater Wilhelm H. Döbritz vor nun 45 Jahren in Frankfurt gegründet hat: bedeutende Kollektionen aus der Region und darüber hinaus und kostbare, hoch geschätzte Einzelstücke. In drei bis vier großen Auktionen pro Jahr, daneben Sonder-Versteigerungen auch in der geräumigen Filiale am Main-Hafen, bietet sie Silber und Porzellan, Gemälde und Skulpturen, Asiatica, Teppiche und Möbel von Barock über Biedermeier und Art déco bis zum dänischen Designer Arne Jacobsen. Und natürlich, immer wieder: die berühmten Frankfurter Wellenschränke. 

Braubachstr. 10–12 | 60311 Frankfurt am Main | T 069/28 77 33 / 069/21 99 62 13 

www.doebritz.de 

Auktionshaus Klaus D. Kendzia

Es gibt sie noch, die kleinen Häuser, in denen der Auktionator auch mal selbst das Silber putzt und den Kontakt zu den Sammlern pflegt. Der Hamburger Klaus D. Kendzia – hier mit seiner Frau Brigitte – ist so einer. Seine Auktionen sind vergnügliche Veranstaltungen. Und wer auf dem Quivive ist, der kann so manche Rarität im Angebot entdecken.

Hamburg

Auktionshaus Klaus D. Kendzia 

Manchmal grummelt der alte Auktionator, und die Bieter auf ihren Klappstühlen haben ihren Spaß. Manchmal kneift er ein Auge zu und erzählt Döntjes. Und immer, wenn eine Frau das kleine Auktionshaus in Hamburg betritt, zückt er eine Blume und überreicht sie mit Küsschen oder artigem Diener, je nachdem. Klaus Kendzia hat den Schalk im Nacken. Er hat selber Kunst studiert, betreibt sein Geschäft aber schon seit vier Jahrzehnten, betreut Nachlässe, scheint jeden Pfeffersack der Hansestadt zu kennen, jeden Reeder, Schiffsausstatter oder Medienmogul, der Hausstand oder Sammlung auflöst. Die Trophäen stellt Kendzia dann sicher: Seestücke und schwere Ohrensessel, Biedermeiersekretäre und Tafelsilber, Grafik von Horst Janssen und chinesisches Porzellan. Die Ehefrau hält die Zuschläge fest, damit nichts durcheinander kommt, ein Sohn hilft, die Möbel nach vorn zu rollen, die Tochter Eva Uebach-Kendzia bereitet sich darauf vor, das Geschäft zu übernehmen. Mit Döntjes, Augenzwinkern und allem, was dazugehört. 

Sierichstr. 33 | 22301 Hamburg | T 040/229 97 67 | www.auktion-kendzia.de

Hamburg

Auktionshaus Stahl 

Seit Christiana Stahl-Kerle das 1978 gegründete Aktionshaus 2005 von ihrem Vater übernommen hat und aus der Innenstadt in die Nähe der Außenalster gezogen ist, gibt das Ambiente einer prächtigen, weißen Stadtvilla aus der Gründerzeit das Programm vor: Gemälde und Grafik aller Epochen, herrschaftliche Möbel und Dekoration, Silber, Schmuck und feines Tafelgeschirr. Und weil Hamburg einen Hafen hat und alte Verbindungen in die ganze Welt, ist alles zu finden, was die hanseatischen Kaufleute von ihren Reisen um Kap Hoorn bis ins Gelbe Meer an Schätzen in die Heimat brachten. 

Graumannsweg 54 | 22087 Hamburg | T 040/34 34 25 

www.auktionshaus-stahl.de

Hannover

Kunst- & Auktionshaus Kastern 

Hutschenreuther, Rosenthal und Meissen, die Königliche Porzellan Manufaktur in Berlin, Herzoglich Braunschweig, Nymphenburg und China – das Angebot an Porzellan ist vielfältig, und auch sonst bietet der aus dem klassischen Kunsthandel hervorgegangene Allrounder aus Hannover seit 35 Jahren ein breit gefächertes Programm: altes Glas und Silber, Ausgrabungsstücke aus Keramik und russische Ikonen, dazu Möbel vom Barock bis zur Wiener Moderne. Und manches Stück aus England. Wir sind schließlich in Hannover ... 

Hildesheimer Str. 7 | 30169 Hannover | T 05 11/85 10 85 

www.kastern.de

Heidelberg

Antiquitäten Metz Kunstauktionen 

Ein Amerikaner in Heidelberg – das ist eine uralte Geschichte. James Metz verlor sein Herz an die Kunst, heiratete die Tochter eines Künstlers. Und entdeckte den Kunsthandel. Möbel und Porzellan des 18. und 19. Jahrhunderts entwickelten sich zu Schwerpunkten des Auktionshauses, aber wenn der Nachlass von Zarah Leander oder das komplette Interieur eines Schlosses oder Weinguts zu versteigern sind, dann machen die Söhne John und Mike eben auch daraus ein Fest. Heute führen sie das Geschäft in zweiter Generation. 

Friedrich-Ebert-Anlage 3-5 | 69117 Heidelberg | T 062 21/235 71 

www.metz-auktion.de

Köln

Kunst- und Auktionshaus W. G. Herr 

Jahrelang betrieben Jürgen Schops und Thomas Turowski einen Laden für modernes Design. Nur alte Originale, versteht sich, alles andere, so Turowski, könne man auch online finden. Dann suchte das kleine, aber renommierte Auktionshaus W.G. Herr in der Kölner Innenstadt Nachfolger. Die beiden gaben ihr Geschäft in Krefeld auf, zogen um und wurden Auktionatoren. Das war 2009. Seither bauen sie ihr Unternehmen auf, haben das Programm des Hauses von Vasen und Glas, Leuchten und Möbeln des Jugendstils erweitert um ihr eigenes Spezialgebiet, also klassisches Design – und feiern in zwei Auktionen pro Jahr Erfolge mit so renommierten Designern wie Raimund Loewy und Le Corbusier, Arne Jacobsen und Alvar Aalto, mit Bauhaus-Möbeln und Tiffany-Leuchten. Den Wechsel bereuen sie keine Sekunde lang. Das Auktionsgeschäft bringe zwar 1000 Prozent mehr Arbeit mit sich, meint Turowski – aber es sei auch viel, viel spannender. 

Friesenwall 35 | 50672 Köln | T 02 21/25 45 48 

www.herr-auktionen.de

Köln

Lempertz 

Das Kunsthaus Lempertz am Kölner Neumarkt ist so etwas wie die Zentrale eines Imperiums. Das Gebäude selbst, 1952 erbaut und inzwischen als Symbol für den Aufbruch der Nachkriegszeit unter Denkmalschutz gestellt, beherrscht den Platz – und in gewisser Weise gilt das auch für das Unternehmen. 1802 wurde es gegründet; vor zweihundert Jahren 1811 fand die erste Auktion statt. Heute leitet Henrik Hanstein das Geschäft in fünfter Generation mit allem, was Kunstfreunde und Sammler lockt: von spätgotischer Skulptur zur Fotografie, von Altmeistergemälden zur jungen Avantgarde, von Silber und Porzellan zu Möbeln und Schmuck, alten Handschriften, Büchern und außereuropäischer Kunst. Lempertz unterhält Filialen in Brüssel (ab nächstem Jahr in einem phantastischen, 1904 von Jules Barbier gebauten Auktionsgebäude), Berlin und München, ist als einziges Haus in Deutschland im Netzwerk der „International Auctioneers“ organisiert – neben renommierten Häusern wie Koller in Zürich und dem Dorotheum in Wien. Lempertz ist das größte und aktivste Unternehmen seiner Art in Deutschland – und ein Pionier auf vielen Gebieten: Mit der Kölner Fachhochschule für Restaurierung initiiert es nun ein Kompentenzzentrum für Fälschungserkennung. Inzwischen ist Henrik Hansteins Tochter Alice als Spezialistin für Alte Meister ins Familienunternehmen eingetreten. Lempertz geht in die sechste Generation. 

Neumarkt 3 | 50667 Köln | T 02 21/925 72 90 

www.lempertz.com 

Auktionshaus Van Ham

Möbel von Barock bis Biedermeier spielen eine wichtige Rolle im Kölner Auktionshaus Van Ham. Markus Eisenbeis, der junge Chef des Hauses, schwärmt selbst von ihrer noblen Ausstrahlung – und mahnt die Kollegen aus dem klassischen Kunsthandel, mehr jüngere Käufer vom Reiz der Antiquitäten zu überzeugen.

Köln

Van Ham Kunstauktionen 

Knapp drei Millionen Euro für ein Gemälde des Rembrandt-Schülers Gerrit Dou, 230 000 für einen Verwandlungstisch von David Roentgen oder 134 000 für einen Hamburger Münzdeckelbecher von 1695: Markus Eisenbeis, seit 1996 Chef des Kölner Auktionshauses Van Ham, spielt in der Oberliga. Und arbeitet erfolgreich daran, ein jüngeres Publikum neben der modernen und zeitgenössischen Kunst auch für die Eleganz des Biedermeier oder die Lebensfreude des Barock zu begeistern, für die handwerkliche Finesse einer Kommode aus dem Rokoko oder die majestätische Würde einer Kredenz aus Augsburger Silber. Jedes Stück ist kunsthistorisch abgesichert, jede Provenienz beim Art Loss Register überprüft. Und immer wieder finden sich auch Angebote, die nicht den Ankaufsetat eines großen Museums voraussetzen. 

Schönhauser Str. 10–16 | 50968 Köln | T 02 21/925 86 20 

www.van-ham.com

Leipzig

Kunstauktionshaus Leipzig 

In Radebeul bei Dresden gibt es jetzt eine Niederlassung von Rolls-Royce, und der Stadtteil Gohlis in Leipzig ist auch keine schlechte Gegend. Trotzdem sieht sich Wolfgang Hennig hier als eine Art Vorhut des Kunsthandels in Sachsen; seine Branche erlebt Gründerjahre. Das Land sei ausgeblutet gewesen, sagt der Kunsthistoriker, als er 1995 sein Auktionshaus gründete: Was Sammler an Kunst zusammengetragen hatten, war verkauft, mehr oder minder freiwillig. Also versteht Hennig sich als Berater. Fängt bei seinen Kunden klein an und lässt ihre Sammlungen wachsen. Wie bei dem Rechtsanwalt etwa, der als junger Referendar erstmals bei ihm vorbeigeschaut hatte. Alte Möbel gehen inzwischen wieder gut, vor allem Barock und Biedermeier, dazu Glas und Porzellan, vornehmlich Meissen. Und natürlich Malerei und Grafik aus der alten DDR. 

Gohliser Str. 19 | O4155 Leipzig | T 03 41/59 08 80 

www.kunstauktionshaus-leipzig.de

Lindau

Auktionshaus Michael Zeller 

Ein Bodenseeschrank oder eine Ulmer Kommode, Silber aus Augsburg oder Biberach, ein alpenländisches Möbel oder eine Ansicht der Insel Mainau aus dem 19. Jahrhundert – doch, die nähere und fernere Nachbarschaft ist gut vertreten. Daneben aber bietet Michael Zeller ein ungewöhnlich breites Sortiment von Kunst und Kuriosem aus allen Epochen und Erdteilen, von altägyptischen Ushebtis bis zur Jukebox aus Michigan, von Nymphenburger Porzellan bis zum Buddha aus Vulkanstein.Und weil das Auktionsgeschäft so bunt und vielseitig ist, führt der Mann, der 1968 als jüngster Auktionator in Deutschland begann, gern auch mal eine Gruppe Neugieriger durch sein schönes Patrizierhaus im Stadtkern von Lindau und erläutert, wann man in einer Auktion die Hand heben darf. 

Bindergasse 7 | 88131 Lindau | T 083 82/930 20 

www.zeller.de

München

Hampel Kunstauktionen 

Wer im Münchner Gedränge um erlesene Stücke und potente Käufer bestehen will, der muss sich tummeln. Seit 40 Jahren betreibt Holger Hampel sein Geschäft mit der Kunst; heute prägen drei alerte Jung-Auktionatoren den Stil des Hauses, die jüngste, Sophia Gräfin von Preysing, ist gerade 29. Bei Hampel ist eben alles ein bisschen glamouröser, ein bisschen mehr von und zu: schwere Teppiche, ochsenblutrote Wände, ideal für wuchtige Interieurs und goldene Barockrahmen. Dazu ein lauschiger Innenhof mit Springbrunnen vor einem Palazzo mit südländischem Flair – sogar aus Russland kommen die Sammler, wenn das Auktionshaus sein Angebot aufblättert: höfische Möbel und Altmeistergemälde, Elfenbein und Silber, prunkvolles Porzellan, Asiatica und flämische Gobelins. Und wenn vor lauter Aiwasowski und Brueghel, Lucas Cranach und Francesco Guardi, Augsburg, Venedig und St. Petersburg mal ein bisschen Abwechslung gefragt ist, dann kommen eben die Gemälde des japanischen Modedesigners Kenzo unter den Hammer. Hach, sagen dann die Damen der Society und klatschen begeistert in die Hände. 

Schellingstr. 44 | 80799 München | T 089/28 80 40 

www.hampel-auctions.com

München

Kunstauktionshaus Neumeister 

Nur wenige Schritte vom Areal der Pinakotheken entfernt liegt das Auktionshaus Neumeister – eine Münchner Institution. Das königliche Tafelservice der Wittelsbacher war ein Highlight in der Geschichte des Hauses, aber immer blieb auch Platz für Kunst aus Afrika und Ozeanien, für die Mode der 1970er-Jahre oder für bayrische Volkskunst. Alte Meister und Moderne gehören zum Programm, Silber und Porzellan, höfische Möbel und der Bauernschrank aus dem Voralpenland. Zum 50-jährigen Bestehen vor drei Jahren übernahm Katrin Stoll, die Tochter des Firmengründers Rudolf Neumeister, die Leitung des Familienunternehmens. Der Tradition entsprechend vertritt sie ein breites Spektrum – und setzte doch frische Akzente: Für moderne Kunst, klassisches Design und Fotografie eröffnete sie einen eigenen Showroom. Aber keine Sorge vor weiten Wegen: Auch die „Galerie Neumeister“ liegt im Kunstareal neben den Pinakotheken. 

Barerstr. 37 | 80799 München | T 089/231 71 00 

www.neumeister.com

München

Auktionshaus Ursula Nusser 

Unter all den Großen des Münchner Kunsthandels hat sich Ursula Nusser ihre Position bewahrt. Mitten in Schwabing, am grünen und schattigen Elisabethplatz, liegt ihr kleines Auktionshaus, ihr Angebot umfasst alles, was die Augen von Kunstfreunden, Sammlern und Jägern leuchten lässt – vom Silberservice aus der Wiener Werkstätte bis zur barocken Heiligenfigur, vom Bugatti-Schrank bis zum gemütlichen Schaukelstuhl aus Bugholz. Die reiche Kunstgeschichte von Bayern bietet ein solides Fundament – Nymphenburger Porzellan, Augsburger Silber, Münchner Malerschule. Doch es bleibt Platz für Andy Warhol und den Porzellan-Mops von Meissen, für kleine Schmankerln, Puderdosen und Kristallkelche, Messerbänkchen und Votivtafeln. Und legendär sind der Witz der Auktionatorin, ihr wacher Kunstverstand und ihr sicheres Auge. Sie ist eben eine echt Schwabinger Pflanze. 

Nordendstr. 46-48 | 80801 München | T 089/278 25 10 

www.nusser-auktionen.de

München

Auktionshaus Hugo Ruef 

Links hinter der Rezeption die Gemälde und das Porzellan, die Vitrinen für Uhren, Asiatica und feines Silber, auf dem Boden Sammlerteppiche auf dem Weg zu den elegant eingerichteten Schaufenstern. Rechts Hallen voller Möbel, vom barocken Tabernakelsekretär bis zur komplett eingerichteten Bibliothek von Richard Riemerschmid: Das Areal um die Münchner Pinakotheken ist voller Schätze und Versuchungen – doch eine Vorbesichtigung bei Hugo Ruef setzt einiges an Widerstandskraft voraus. 1844 gegründet, ist es das drittälteste Auktionshaus in Deutschland. Bis in die Vorkriegszeit wurde hier noch „gehobener Hausrat“ versteigert. „Die Menschen haben komplette Einrichtungen gekauft. Heute nehmen wir die Mittellage nicht mehr an. Wir werden sie nicht los“, sagt Hugo Ruef. „Aber das kann sich auch wieder ändern.“ 

Gabelsbergerstr. 28 | 80333 München | T 089/52 40 84 

www.ruef-auktion.de

München

Art & Auktionen Scheublein 

Fast 25 Jahre lang beriet und leitete Michael Scheublein das Münchner Auktionshaus Neumeister – vor drei Jahren gründete der gelernte Jurist und Auktionator sein eigenes Unternehmen in einer herrschaftlichen Altbauwohnung an der Isar. Immer noch gehört seine große Liebe der Malerei von Carl Spitzweg bis Max Liebermann. Doch auch bei Porzellan und Teppichen, Möbeln und Kunstkammerobjekten lassen sich in vier großen Kunstauktionen pro Jahr und drei Varia-Auktionen prächtige Entdeckungen machen. Besonders aber bei seinem Lieblingsthema Silber – „bei allem anderen, bei Glas und Porzellan, muss man Angst haben, dass man Bruch hat, Silber ist einfach das Praktischste und Angenehmste“ – beweist Scheublein, dass auch reiferes Alter nicht vor Leidenschaften schützt. 

Widenmayerstr. 28 | 80538 München | T 089/23 88 68 90 

www.artauktionen.com

München

Von Zezschwitz Kunst und Design 

Auch ein Traditionsunternehmen kann sich erneuern. Bei von Zezschwitz geschieht es behutsam. Seit Jahren gilt das Haus als eine erste Adresse für Freunde von Jugendstil und Art déco – und das soll so bleiben: Lampen und Keramik, Bronzen, Glas, Silber und immer wieder Möbel aus der Epoche der fließenden und knospenden Formen bilden den Schwerpunkt der etwa sechs Auktionen pro Jahr. Neuerdings jedoch genießen modernes Design und zeitgenössische Kunst größere Aufmerksamkeit, und auch Biedermeier und Barock, Asiatica und Meissener Porzellan sind im Angebot immer mal wieder anzutreffen. Größere Breite also. Für Tiefe sorgt nach wie vor der Kunsthistoriker Graham Dry, als langjähriger Spezialist des Hauses für Kunst und Kunsthandwerk des 19. und frühen 20. Jahrhunderts eine Institution weit über das Alltagsgeschäft und die Münchner Zirkel hinaus – etwa wenn er im „Sammlerjournal“ auch die kompliziertesten Fragen seiner Leser nach Provenienz und Preis ihrer Erbstücke beantwortet. 

Friedrichstr. 1A | 80801 München | T 080/389 89 30 

www.von-zezschwitz.de

Stuttgart

Nagel Auktionen 

Wer die Schätze des Landes würdig vertreten will, von Ulmer Gotik bis zur Klassischen Moderne eines Willi Baumeister oder Oskar Schlemmer – der braucht Platz. Im Auktionshaus Nagel sind es sieben Etagen, auf denen präsentiert wird, was in rund 18 Auktionen pro Jahr zu ersteigern ist. Von Möbeln über Alte Meister bis Porzellan und Silber ist alles vertreten, was Könige und Industriekapitäne begeistert hat. Schwerpunkte liegen bei Teppichen und moderner Kunst, seit jüngerer Zeit auch beim Design – und vor allem: bei den Asiatica. Spektakulär war die Versteigerung von 356 000 Porzellanteilen aus der 1822 gesunkenen Dschunke „Tek-Sing“, für die das Haus im Jahr 2000 eine Dschunke vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof nachbauen ließ. Und auch heute kann es vorkommen, dass ein chinesischer Sammler eine runde Million Euro für ein Möbel aus seiner Heimat bietet. Eine besondere Orientierungshilfe ist der „Nagel-Auktionspreis-Index“ NAX, der online einen Überblick über mehrere Tausend Kunstwerke und Objekte bietet, die bei Nagel versteigert wurden, inklusive Abbildung, genauer Beschreibung, Schätzpreis und tatsächlichem Zuschlag. Das reich verzierte Emailledöschen findet sich dort, 2007 angeboten für 900 Euro. Verkauft für 300 000 Euro! 

Neckarstr. 189–191 | 70190 Stuttgart | T 07 11/64 96 90 

www.auction.de

Stuttgart

Yves Siebers Auktionen 

Was tut ein Oberbürgermeister, der ein Rathaus voller Designmöbel hat und sie restaurieren muss? Ganz einfach: Er verkauft einen Teil der Möbel, um mit dem Erlös die anderen zu retten. So geschehen in Mainz. Für Yves Siebers war es ein gutes Geschäft, für die Stadt aber auch: Die Stühle und ein paar sehr seltene Bänke von Arne Jacobsen brachten eine ordentliche Summe ein; den guten Rat, die verbliebenen Stücke nicht bei irgendeinem Tischler, sondern beim Hersteller selbst überarbeiten zu lassen, gab der Auktionator den Stadtvätern gratis dazu. Kontakte sind es auch, die Siebers vermittelt, wenn er in seinen Auktionen in den nobel ausgebauten Räumen einer ehemaligen Gipsfabrik Meissener Porzellan und Möbel von Barock bis Jugendstil mit Klassikern des 20. Jahrhunderts mischt: Er möchte alle Altersgruppen ansprechen – bei Design allein aber, so seine Erfahrung, kommt nur die jüngere Hälfte der Kunden. 

Augsburger Str. 221 | 70327 Stuttgart | T 07 11/380 84 81 

www.siebers-auktionen.de

Sulzburg

Kaupp - Auktionen im Schloss 

Und irgendwann musste es ein Schloss sein. Kunst und Antiquitäten, so rechnete sich der gelernte Koch und Kaufmann Karlheinz Kaupp aus, brauchen eine passende Umgebung, in der sie ihre Wirkung entfalten können. Also: das markgräfliche Schloss in Sulzburg, 1515 erbaut, seit 2004 ein würdiges Domizil für die Kunst, selbst wenn die nur auf der Durchreise ist. Zweimal pro Jahr bietet Kaupp seine Schätze in je vier Auktionen an: Alte Meister und Kunsthandwerk, moderne Kunst, Schmuck und Silber, Jugendstil. Und weil Südbaden auch kulinarisch so reizvoll ist, kommen die Besucher das ganze Jahr über. Warum er trotzdem die wohl prächtigsten und dicksten Kataloge der Branche produziert? Der Auktionator lacht. Als Appetitanreger. Und weil auch künftige Einlieferer es gern sehen, wenn die Kunst respektvoll behandelt und bildschön präsentiert wird. So kam er an die Gemälde von Carl Spitzweg, für die sein Haus mittlerweile eine erste Adresse ist, und erst kürzlich an eine phantastische Kollektion von Asiatica. 

Schloss Sulzburg, Hauptstr. 62 | 79295 Sulzburg | T 076 34/503 80 

www.kaupp.de 

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