Automarken

Die deutschen Erfolgsmarken und ihre Gestalter.

Audi

August Horch arbeitete bei Karl Benz in Mannheim als Leiter des Motorenwagenbaus, bevor er 1899 in Köln seine eigene Werkstatt eröffnete und 1904 im sächsischen Zwickau die A. Horch Motorenwagenwerke gründet. Als der Aufsichtsrat 1909 seinen technischen Direktor entlässt, gründet Horch sofort seine neue Firma, die aus rechtlichen Gründen nicht mehr seinen Namen tragen darf. Die lateinische Übersetzung der Befehlsform „Horch!“ lautet Audi – und so heißt ab 1910 auch Horchs neues Unternehmen. 1932 geht Audi zusammen mit Horch, Wanderer und DKW in der neu gegründeten Auto Union auf. Gemeinsames Zeichen der Hersteller: Vier ineinanderverschränkte Ringe. Alle in der Auto Union vereinigten Hersteller können gemeinsam ihren Absatz erheblich steigern.

Von 1934 an gewinnt die Auto Union im Zeichen der Ringe mit den von Ferdinand Porsche konstruierten Silberpfeilen die wichtigsten Autorennen. 1945 wird die Auto Union Chemnitz enteignet. 1949 entsteht die Auto Union im bayerischen Ingolstadt neu. Viele ehemalige Mitarbeiter fliehen aus Sachsen nach Bayern. 1965/66 übernimmt VW das Vier-Ringe-Unternehmen. „Vorsprung durch Technik“ lautet die Werbebotschaft, die von Ferdinand Piëch als Leiter der Entwicklung und ab 1988 als Vorstandsvorsitzendem forciert wird. Piëch arbeitet eng mit dem damaligen Chefdesigner Hartmut Warkuß zusammen, der ihm später zu Volkswagen folgt.

Ihre Arbeit als Chefdesigner bei Audi macht auch J. Mays (heute Ford) und Peter Schreyer (heute Kia) international bekannt. Mit dem Audi quattro mit Allradantrieb (1980) und dem Audi 100 (1982) beginnt der Wandel zum Premiumhersteller. Mit dem Audi A8 (1994), dessen neuartige Rahmen und Karosserie aus Aluminium bestehen, tritt Audi in die automobile Oberklasse ein. Einen weiteren Wandel vollbringt Walter Maria de Silva als Chefdesigner. Er positioniert Audi ab 2002 mit eleganten, sportlichen und puristischen Entwürfen neu, aus denen Spitzenmodelle wie der Audi A7 (2010) hervorgehen.

Heute leitet Wolfgang Egger im VWKonzern das Design von Audi und Lamborghini. Im Herbst 2012 stellt er eine neue Designsprache vor. „Gutes Design muss eine Vision ausdrücken“, sagt Egger. Interieur und Exterieur sollen stärker miteinander verschmelzen, die Technik ins Design integriert werden. Als Beispiel dient die Studie Audi „Crosslane“ mit einem konstruktiven Rahmen aus Aluminium und Kunststoffen, dem Multimaterial Spaceframe.

Weitere Infos unter www.audi.de

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