Pop-Art-Reliefs aus Papier Bildhauer Andreas Kocks

Der Bildhauer Andreas Kocks schneidet wandfüllende Pop-Art-Reliefs aus Papier. 

„Big Bang“

Andreas Kocks

Tauschte Stahl, Beton und Bronze gegen Papier: Bildhauer Andreas Kocks.

Papier kommt bei ihm unters Messer. Mit Rasierklingen und Cuttern seziert Andreas Kocks 400 Gramm starke Bogen, beschichtet sie mit Grafitpigment oder Transparentlack und ritzt Kerben hinein, die abstehen wie Schuppen auf einem Krokodilpanzer. Bis zu 250 Einzelteile lässt der 47-jährige Bildhauer, der an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert hat und heute in München und New York lebt, übereinandergeklebt in den Raum wachsen.
„Cannonball“

Schlammschlacht im White Cube: „Cannonball“ aus grafitbedecktem Papier, Galerie Jeannie Freilich, New York, 2007.

„Erst wenn ich die Begrenzungen der Architektur überwinde, habe ich erreicht, was ich will“, erklärt Andreas Kocks. Das gelang ihm jüngst in Wien, wo er die Arbeit „Big Bang“ über Wand und Decke des Foyers der Werbeagentur TBWA schichtete. Weitere neue Werke – alle sind übrigens abriebfest und UV-resistent – kann man in den Neuen Werkstätten München und ab Oktober in der Schau „Slash – Paper Under the Knife“ im New Yorker Museum of Art and Design sehen. Ab 7500 sind kleine, ab 40 000 Euro große Wandinstallationen zu haben.

Infos über: Galerie Jeannie Freilich Fine Art, New York, andreaskocks.com

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Autor:
Camilla Péus
Fotograf:
Herrmann Feldhaus, Jess von der Ahe, Kurt Kuball