If One Can Make It There... Buch „Von New York lernen“

„Von New York lernen“ ist ein erfrischend unprätentiöses Plädoyer für Nachhaltigkeit und Eigeninitiative – und zugleich ein Führer durch die Metropole am Hudson.
Buch Von New York lernen

Buch Von New York lernen
Was ist denn mit New York passiert? Das fragte sich die Hamburger Stadtplanerin Susanne Lehmann-Reupert, als sie die Megacity 2012 besuchte: überall neue Radwege, selbst auf dem Broadway, kleine Plätze mit Stühlen und Tischen, große Dachgärten, auf denen Gemüse angebaut und verkauft wird, und Wohnquartiere, die am Wasser entstehen – die dicht bebaute Stadt erschien ihr grüner als je zuvor. Sie stellte fest, dass dahinter eine Strategie für nachhaltige Stadtentwicklung steckt, bei der die New Yorker Verwaltung und private Initiativen zusammenwirken: Das stetig wachsende Netz an Fahrradwegen etwa gehört zu einem großen Programm der Behörde für Straßenbau, um Autos in der Stadt zurückzudrängen.

Gemeinschaftsgärten, Dachgarten-Farmen und selbst der High Line Park, vom Büro Diller Scofidio + Renfro gestaltet und heute einer der beliebtesten Orte der Stadt, entstanden aus bürgerschaftlichem Engagement. Lehmann-Reuperts Buch stellt die Orte vor, ihre Geschichte, die Akteure der Veränderung und wie alles ineinandergreift. Es ist schmal, klein und so unprätentiös geschrieben, dass man eher beiläufig erfährt, wie wir „von New York lernen“ können. Auch (oder gerade) nachhaltiges Handeln.

Susanne Lehmann-Reupert, Von New York lernen, Hatje Cantz, 2013, 190 Seiten, 16,80 €

Open-Air-Wohnzimmer

Wohnungen in New York sind klein, dafür picknickt man etwa im Brooklyn Bridge Park mit Blick auf die Skyline.

Erfrischung für alle
Buch Von New York lernen

Das Wasserbecken im Washington Square Garden wird an heißen Tagen auch als Gemeinschaftspool genutzt.

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Autor:
Gabriele Thiels
Fotograf:
Kumicak + Namslau