Ausstellung Dänisches Möbeldesign in Wien

Das WAGNER:WERK Museum in Wien präsentiert bis zum 17. November 2012 in der Sonderausstellung 'dansk møbel design', die Werke der Designer Arne Jacobsen und Poul Kjaerholm für Möbelhersteller Fritz Hansen.

PK24

Eleganz und perfekte handwerkliche Verarbeitung sind bis heute zwei der maßgeblichen Attribute für dänisches Design. Prägend für dieses Image sind meist die Entwürfe der 1950er- und 1960er-Jahre. Insbesondere die Entwürfe von Arne Jacobsen (1902–1971) und Poul Kjaerholm (1929–1980) waren für den Welterfolg des dänischen Designs verantwortlich, ebenso wie der Möbelhersteller Fritz Hansen.

Das Unternehmen wurde 1872 vom Tischlermeister Fritz Hansen als Tischlerwerkstatt in Kopenhagen nahe dem königlichen Schloss Amalienborg gegründet. Schon die ersten Produkte – darunter der von Fritz Hansen selbst entworfene Office Chair (1878) – zeigten jene handwerkliche Sorgfalt und die Reduktion auf konstruktionsbedingte Details, die für die Firma in der Zukunft zur Leitlinie werden sollte.

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Designjahr: 1952
Hersteller: Fritz Hansen

Die Zusammenarbeit zwischen Arne Jacobsen und Fritz Hansen beginnt 1934. Der Durchbruch kam jedoch mit dem Entwurf des Myren-Stuhls (dänisch für Ameise, 1952), dem die erfolgreiche Serie 7 folgte. Beim Entwurf konnte er auf die Erfahrungen der Firma Fritz Hansen mit dampfgebogenem Sperrholz aufbauen.

Poul Kjaerholm stellt mit seiner Vorliebe für Stahl eine Ausnahme im dänischen Möbeldesign der Nachkriegszeit dar. Während seiner Zeit an der Kunstgewerbeschule, 1955, hatte Kjaerholm bereits ein Jahr als Designer bei der Firma Fritz Hansen gearbeitet, wo er bemerkenswerte Prototypen von Sitzmöbeln schuf. Zum seinem bevorzugten Material wurde matt geschliffener Stahl, oft in Kombination mit Leder, Peddigrohr, Holz oder Marmor. Einer seiner berühmtesten Werke ist die Deckliege PK24 (1965), die aus Mattstahl in Kombination mit Peddigrohr und Leder besteht.

dansk møbel design.
Arne Jacobsen und Poul Kjaerholm für Fritz Hansen

2. Oktober bis 17. November 2012
WAGNER:WERK Museum Postsparkasse
Weitere Infos auf www.ottowagner.com

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