Ausstellung über die Arbeiten von Isamu Noguchi Der Künstler und Designer Isamu Noguchi

Hauchzarte Lampions aus Papier und Holz haben Isamu Noguchi berühmt gemacht. Jetzt erinnert eine Ausstellung an die vielen anderen Talente des Japaners. Eine Entdeckung sind seine Bühnenbilder.

Kleiderständer-Galgen

appalachian-spring

Martha Grahams „Appalachian Spring“, 1944.

Er spannte zwei weiße Taue über die Bühne, verknotete ihre Enden und befestigte sie in der Form eines Vs am Boden. Damit war für Isamu Noguchi das Bild perfekt: Die Taue symbolisierten Bahngleise, die in die unendliche Weite Amerikas führten. 1935 entwarf der japanischamerikanische Künstler die Szenerie für das Stück „Frontiers“, sein erstes Setdesign für die als Erfinderin des modernen Tanzes gerühmte Choreografin Martha Graham (1894–1991).
spiderdress

Spinnenbeine aus Kupfer: Spiderdress aus Grahams Ballett „Cave of the Heart“, 1946.

Die Performerin, die ihre ekstatischen Aufführungen bis dahin auf leeren Bühnen präsentiert hatte, liebte die minimalistische Interpretation ihrer Stücke. Rund zwanzig Bühnenbilder entwarf Noguchi in den nächsten vier Jahrzehnten für ihre Dance Company – und für andere namhafte Choreografen wie Erick Hawkins und Merce Cunningham. Der Bildhauer komponierte sie wie einen Park mit Objekten, deren Bedeutungen sich erst durch die Bewegungen der Tänzer entschlüsseln. „Es ist eine Freude zu sehen, wie die Skulpturen auf der Bühne zum Leben erweckt werden“, notierte er damals. 

Mehr zu Isamu Noguchi finden Sie hier.

 

Seite 1 : Der Künstler und Designer Isamu Noguchi
Schlagworte:
Fotograf:
Mit freundlicher Genehmigung von „The Noguchi Museum“