Buch Stauden im Garten

Ohne Blumen kein Sommer, ohne Staudenbeet kein echter Garten:

Staudenbeet

Seit etwa 100 Jahren ist die Rabatte der Höhepunkt, ohne den kein privates Eden zu funktionieren scheint. Eine junge, eigentlich die jüngste Erscheinung im Garten, als Folge der erfolgreichen Pflanzenjagd im 19. Jahrhundert. Dabei waren etliche der erbeuteten mehrjährigen Blütengewächse, verglichen mit Rosen und Zwiebelpflanzen, noch so unspektakulär, dass sie kaum einen Blumenfreund reizten.

Erst als Züchter die Blüten größer, die Farben leuchtender gezaubert hatten, entstand das Staudenbeet und damit ein neuer Wettstreit: Ist das Pflanzen in Driften wie früher optimal oder ist eine pointillistische Methode (Abb.) nicht moderner? Wirken Beete am schönsten mit Bezug zur Land - schaft oder gibt es Kompositionsregeln für kleinste Gärten?

Im Park von Bad Driburg werden Staudenkurse abgehalten. Lockmittel sind die Rabatten, die der berühmte holländische Gärtner Piet Oudolf hier anlegte. Auch der Parkleiter der Blumeninsel Mainau Markus Zeiler hat seine Prachtbeete zum Anlass genommen, Liebhabern die Sache zu erklären. Er und die Landschaftsarchitektin Bettina Reim-Wolters geben in ihrem blütenbunten Buch über „Stauden im Garten“ Gestaltungsideen für Beete (Callwey Verlag, 39,95 Euro).