Riesensaat in Schanghai Thomas Heatherwick´s Pavillon der Expo 2010

Bei jeder Brise soll sich der Monsterpuschel im Wind wiegen. Sechs Stockwerke hoch wird er sein, ein Gebilde aus 60 000 transparenten Stäben.

Thomas Heatherwick´s Pavillon

Es ruht auf einem Untergrund, der wie ein gefaltetes Stück Papier aussieht. In jedem Stab ist am Ende ein Saatkorn eingeschlossen, eine Gabe der weltgrößten Samenbank in Londons Kew Gardens. Der Hinweis auf diesen Verdienst ist Englands Beitrag zur Expo 2010 in Schanghai. Erfinder des Supersamenspenders ist Thomas Heatherwick, britischer Designer mit einem Hang zu piksigen Riesenskulpturen. 2004 war er – von Altmeister Ron Arad ausgewählt – A&W-Mentor-Preisträger. Gegen Zaha Hadid gewann Heatherwick 2007 den Wettbewerb um den Pavillon für die Expo. Seither ist sein Entwurf ein populäres Streitfeld im Blog des Internet-Magazins „Dezeen“. „Ein biotischer Pavillon auf einer biotischen Landschaft. Wird es uns fressen?“, fragt ein Teilnehmer.