Neues von der IMM Cologne Wie wollen wir wohnen?

Die IMM in Köln entwickelt sich von der Möbel- zur Wohnmesse. Jetzt richten namhafte Designer „Das Haus“ ein – eine Idee des Kreativdirektors Dick Spierenburg.

Wohnidee Doshi/Levien

A&W: Auf der IMM Cologne 2012 wird es zum ersten Mal „Das Haus“ geben. Was verbirgt sich hinter diesem Begriff? Dick Spierenburg: Es ist ein Pavillon, den ein Designer oder ein Designbüro bauen und nach seinen persönlichen Vorstellungen einrichten soll.

Dick Spierenburg

Dick Spierenburg, der Kreativdirektor der IMM Cologne.

A&W: Das erinnert sehr an das „Ideal House“-Projekt der Messe, bei dem sich vor ein paar Jahren jeweils die Installationen zweier unterschiedlicher Designer gegenüberstanden: Konstantin Grcic und Karim Rashid, die Brüder Bouroullec und die Brüder Campana … Spierenburg: Stimmt, aber Sie nennen selbst den entscheidenden Unterschied: „Das Haus“ ist keine Installation, sondern eine Einrichtung.

A&W: Der Ansatz ist praktischer? Spierenburg: Ja. Es geht nicht bloß um die Selbstdarstellung der Designer, dafür gibt es genug Bühnen. Es geht mehr darum, ob und wie sie Einrichtungsprofis und Endverbraucher inspirieren: Wie kann man wirklich wohnen? Früher, im Ideal House, hat es nie Küchen oder Badezimmer gegeben. Aber inzwischen, daran habe ich stark gearbeitet, hat sich die IMM von der Möbel- zur Einrichtungsmesse entwickelt. Da finde ich es wichtig, dass man nicht isolierte Teile des Wohnens zeigt, sondern auch, dass das ein ganzes Gefüge ist. Uns interesssiert dabei der persönliche Ansatz der Designer. Als Erste werden hier Nipa Doshi und Jonathan Levien aus London zeigen, wie ihre eigene Wohnung aussehen könnte.

Seite 1 : Wie wollen wir wohnen?
Autor:
Gabriele Thiels
Fotograf:
Malou van Breevoort