Auszeichnung German Design Award 2015: Die Finalisten

Sechs junge Designer stehen im Finale des Newcomerpreises „German Design Award 2015“, bei dem Nachwuchsdesigner nicht für ein einzelnes Projekt oder Produkt, sondern für ihre Gesamtleistung ausgezeichnet werden. Der Gewinner wird im Februar im Rahmen der Ambiente Messe in Frankfurt von dem Stifterkreis Rat für Formgebung geehrt: Florian Born, Katharina Jebsen, Philip Kottlorz, Max Mörtl, Christoph Ptok und Stefan Zimmermann gelang es, sich gegen 140 weitere Nominierte durchzusetzen.

German Design Award 2015: Die Finalisten

Von links nach rechts: Lutz Dietzold (Geschäftsführer Rat für Formgebung), Stefan Zimmermann, Florian Born, Max Mörtl, Andrej Kupetz (Hauptgeschäftsführer Rat für Formgebung), Katharina Jebsen, Philip Kottlorz, Christoph Ptok, Prof. Dr. Peter Pfeiffer (Präsident Rat für Formgebung)

 

Die Newcomer-Finalisten mit einer Auswahl ihrer Projekte

STEFAN ZIMMERMANN
Der Kommunikationsdesigner beschäftigt sich in seinen Arbeiten vor allem mit den Bereichen Corporate Design, Information Design und Web Design. Im Rahmen seiner Bachelorarbeit entwarf er ein einheitliches Design für die Marketingkampagnen einer Spielmesse. Immer wiederkehrendes Motiv: das chinesische Legespiel Tangram in unterschiedlichen Variationen. So wie sich aus den Teilen des Tangrams eine endlose Zahl an Bildern und Formen legen lässt, so umfangreich und facettenreich kann eine Spielmesse sein. Erfahren Sie mehr zu diesem und weiteren Projekten von Stefan Zimmermann unter www.deszign.de.

Stefan Zimmermann


FLORIAN BORN
Für sein Projekt „Kinectür“ erhielt der Interaction Designer 2012 bereits den Hochschulpreis: Ein interaktiver Katalog, der in der Hochschule für Künste Bremen permanent ausgestellt ist. Der Betrachter kann mit Wischgesten und ohne die Oberfläche des Katalogs zu berühren durch verschiedene studentische Projekte navigieren.
Florian Born arbeitet vorwiegend im Bereich zwischen New Media Art und Mediengestaltung. Er verbindet die virtuelle und physische Welt miteinander sowie die Arbeit mit neuen Technologien und dem Creative Coding (kreative Umsetzung der Programmiersprache). Zur Zeit ist Florian Born bei der Fraunhofer-Gesellschaft im Forschungsprojekt „UBERBLIK“ als User Experience Designer involviert.
Mehr Informationen zu Florian Born und seinen Projekten erhalten Sie unter www.florianborn.com.

MAX MÖRTL
Max Mörtl, freiberuflicher Regisseur, Designer und Animator, hat neben seiner Leitung von Workshops über Animation seit diesem Jahr einen Lehrauftrag für analogen Trickfilm an der HAW Hamburg inne. Charakteristisch für seinen Stil ist der sichtbar handgemachte Charme der Stop-Motion-Animation, eine Filmtechnik, bei der einzelne Bilder von unbewegten Motiven aneinander gereiht werden und so eine Illusion von Bewegung erzeugt wird. Eines seiner Projekte: Der Werbefilm über das Bauunternehmen Schweigkofler. Die Mitarbeiter der Firma nehmen den Bau selbst in die Hand, Mörtls Figuren aus Papier und Pappe bauen einzelne Elemente, bis am Ende der Animation das fertige Logo steht.
Mehr Informationen zu Max Mörtl und seinen Projekten erhalten Sie unter www.maxmoertl.de.

KATHARINA JEBSEN
Für ihre Projekte verwendet Katharina Jebsen, Master of Conceptual Textile Design, Materialien auf rein pflanzlicher Basis. Die freiberufliche Textildesignerin nutzt beispielsweise vertrocknete Kiefernnadeln in ihrer Arbeit „My way. Materialstudie: Kiefernnadeln“, um Garne, Platten, Fliesen und Furniere herzustellen. „Der Aspekt der Nachhaltigkeit und umweltverträglicher Prinzipien im Gesamtprozess rücken immer mehr in den Mittelpunkt meiner Arbeit“, so Katharina Jebsen, die das Fach Materialtechnologie an der Burg Giebichstein, die Kunsthochschule in Halle, lehrt.
Mehr Informationen zu Katharina Jebsen und ihren Projekten erhalten Sie unter www.katharinajebsen.de.

Katharina Jebsen


PHILIP KOTTLORZ
Der Industrial Designer Philip Kottlorz war bereits während seines Studiums als freiberuflicher Fotograf und Designer tätig und produzierte Musik für verschiedene Künstler aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich, USA und Südafrika. Schwerpunkt seiner Gestaltungsarbeit ist die Wertschätzung von Produkten, insbesondere im Bezug auf Lebensmittel. Seine Diplomarbeit „Daucus Carota Sativus“ ist ein Gegenpol zu der Verschwendung von Lebensmitteln und zeigt vielfältige Verwendungsmöglichkeiten des einfachen und alltäglichen Produktes Karotte.
Mehr Informationen zu Philip Kottlorz und seinen Projekten erhalten Sie unter www.philipkottlorz.com.

CHRISTOPH PTOK
Christoph Ptok ist freiberuflicher Industriedesigner. Seine Bachelor-Arbeit ist ein Konzept für das 21. Jahrhundert und greift die Schnittstelle zwischen analoger und digitaler Welt auf. Die „INBOX“ ist eine Kombination aus Scanner und Aufbewahrungsbox, beides lässt sich eigentlich nicht miteinander verbinden, Christoph Ptok macht Unmögliches möglich, sein Interface auf App-Basis vereinfacht die bisherige Dokumentenverwaltung.
Mehr Informationen zu Christoph Ptok und seinen Projekten erhalten Sie unter www.bacon-design.com.



Mit der Auszeichnung „Newcomer Gold“ kann sich der Gewinner nicht nur über das Renommee freuen, das mit diesem Preis verbunden ist, die Dotierung von 15.000 Euro für den Gewinner und jeweils 2.500 Euro für die Finalisten ist eine der höchsten im Bereich der Design-Nachwuchsförderung.

„Der Newcomerpreis des German Design Award ist für uns ein Herzensanliegen, denn er öffnet hoffnungsvollen Talenten zahlreiche Türen. Gerade in einer Zeit, in der klassische Disziplinen wie Produkt- und Kommunikationsdesign zunehmend miteinander verschmelzen, ist es wichtig, den Nachwuchs zu fördern und mit seinen innovativen und zukunftsfähigen Ideen nachhaltig zu unterstützen“, erklärt Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer des Rat für Formgebung.  

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.german-design-council.de/newcomer2015
 

 

 

 

 

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