Ausstellung „THE FUTURE OF LIGHT ART“ – wenn Energie zu Kunst wird

Zehn Meter unter der Erde, auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern und in einem Labyrinth aus feuchten Gängen, Kühl- und Lagerräumen befindet sich das weltweit erste und einzige Museum für Lichtkunst: das „Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna“. Mit Beginn des „Internationalen Jahres des Lichts 2015“ der Unesco und bis zum 28. Juni 2015 findet in den Katakomben einer ehemaligen Brauerei die Ausstellung „The Future of Light Art“ statt. Die Ausstellung würdigt die Gewinner der ersten Preisverleihung des „Internationale Light Art Award 2015“ und zeigt eine Sammlung internationaler Lichtkunstwerke.

„Tunnel of Tears“ von Keith Sonnier

„Tunnel of Tears“ von Keith Sonnier.

„Mit dem Lichtkunstpreis sollen alle zwei Jahre vielversprechende Künstler ausgezeichnet werden, deren Werke für die Weiterentwicklung der Lichtkunst wegweisend sind“, so John Jaspers, Direktor des Museums für internationale Lichtkunst.

DIE GEWINNER
Das Kölner Künstlerduo Martin Hesselmeier und Andreas Muxel belegt mit seinem Werk „the weight of light“ den ersten Platz: Eine im Raum schwebende LED-Bahn macht das Gewicht von Licht sichtbar, Lichtpunkte rasen von einem hoch gelegenen Startpunkt auf wellenförmigen Stripes entlang; sie werden schnell, wenn es bergab geht und sie bremsen leicht ab, wenn es wieder bergauf geht.

„the weight of light“ von Martin Hesselmeier und Andreas Muxel

„the weight of light“ von Martin Hesselmeier und Andreas Muxel.

Den zweiten Platz erhielt der gebürtige Chilene Iván Navarro, der mit der Installation „Traffic“ - je zwei Ampelpaare hängen an Stahlbögen – gesellschaftlich geprägte Symbole außerhalb ihres Kontextes zeigt: Die Ampelschaltung ist wie im Straßenverkehr getaktet und taucht den Kellerraum abwechselnd in die Signalfarben Rot, Gelb und Grün.

„Traffic“ des Gegenwartskünstlers Iván Navarro

„Traffic“ des Gegenwartskünstlers Iván Navarro.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde das Werk „Enlightenment/Erleuchtung“ des Bildhauers Dirk Vollenbroich. Die Installation ist interaktiv, der Besucher gestaltet selbst das Kunstwerk: Ein Headset misst seine Hirnströmung und je nach Grad seines Bewussteinzustandes wechseln die Farben des Raumes. Die Erleuchtung erfolgt, wenn der Besucher einen meditativen Zustand erreicht hat, der Raum wird in ein Ultraviolett getaucht und es erscheint ein Sternenhimmel.

„Erleuchtung“ von Dirk Vollenbroich

Die „Erleuchtung“ von Dirk Vollenbroich macht die Hirnströme des Besuchers sichtbar.

Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna
„The Future of Light Art“ (25. Januar – 28. Juni 2015)
Lindenplatz 1
59423 Unna
Tel.: 02303/10 37 51

Das Museum kann im Rahmen von öffentlichen Führungen besucht werden:
Di–Fr: 13, 15, 17 Uhr
Sa–So und Feiertage: ab 13 Uhr stündlich bis 17 Uhr
Jeden ersten Sonntag im Monat: 13–17 Uhr offene Begehung des Museums ohne Führung
Jeden dritten Sonntag im Monat: 11.30 Uhr Familienführung

Mehr Informationen erhalten Sie unter ilaa.eu und lichtkunst-unna.de