Markenzeichen 100 Jahre WK-Wohnen

Die schlechte Nachricht: Der Verband WK-Wohnen wurde aufgelöst. Sie ist aber gleichzeitig die gute: Pünktlich zum hundertjährigen Jubiläum wurde die Traditionsmarke vom Unternehmen Musterring übernommen und startet durch.

Im Januar 2012 wurde der WK-Verband von Musterring übernommen. Diese Transaktion war gleichzeitig fulminanter Schlusspunkt und hoffnungsvoller Neustart einer ziemlich einzigartigen Erfolgsgeschichte deutscher Möbelkultur. Genau 100 Jahre ist es her, dass 1912 unter Federführung des Dresdner Möbelhändlers Arthur Schubert die „Interessengemeinschaft Deutsche Werkstätten für Wohnkunst“ gegründet wird. Mitglieder dieses Verbandes sind Händler mit eigener Fertigung und ambitionierte Tischler, die in ihrem an die Werkstatt angeschlossenen Geschäft eigene Entwürfe anbieten. Sowohl der Gründungsort wie auch der Name erinnern nicht zufällig an die Deutschen Werkstätten Hellerau, einem Vorort von Dresden. Angetan von den Erfolgen dieses Betriebes will man für die eigene Gruppe Ähnliches erreichen. Bereits ein Jahr später wird die Marke „Deutsche WK-Möbel“ etabliert, die fortan für gehobene Wohnkultur, im verbandseigenen Jargon „Wohnkunst“, steht.

Konzept ist von Beginn an nicht nur die Entwicklung einzelner Möbel, sondern im Idealfall das Angebot einer Einrichtung aus einem Guss – aus einer Hand. Geschichte machen exklusive Entwürfe wie das erste zerlegbare Möbelprogramm „WKS Constructa“ (1952). 1958 wird dem Verband große Ehre zuteil: Für seinen Beitrag erhält er die Ehrenurkunde der Weltausstellung in Brüssel. Im Laufe der Jahrzehnte werden namhafte deutsche Designer für WK-Wohnen tätig, darunter Stefan Heiliger, Rolf Heide, Thomas Althaus und Jan Wichers, aber auch internationale Stars wie Danilo Silvestrin und Paolo Piva.

 

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