Design aus Mehl Design-Duo Formafantasma

Das italienische Design-Duo fertigt Produkte aus dem Grundstoff Mehl. A&W stellte Ihnen drei Fragen:

Kollektion „Autarchy“

Formafantasma

Formafantasma

  1. Auf der diesjährigen Möbelmesse in Mailand verwandelten Sie einen Raum im Spazio Rossana Orlandi in ein Alchemielabor. Was war die Idee? Für das autarke Projekt „Autarchy“ suchten wir ursprüngliche Materialien, die sich formen, trocknen und brennen lassen. Das Resultat: Schalen, Vasen und Krüge aus Mehl, Bioabfall und Kalkstein. Die Inszenierung in Mailand symbolisierte das utopische Szenario einer Gemeinschaft, die alles, was sie zum Überleben braucht, aus Naturstoffen herstellt – wie Gefäße, Werkzeuge und natürlich Nahrung.
  2. Sie bezeichnen sich selbst als „grüne“ Designer. Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für Sie? Wir wollen traditionelles Handwerk und Herstellungsweisen in den Fokus der Nachhaltigkeitsdebatte rücken. Es reizte uns, gerade in Mailand, der schnelllebigen Modestadt, Schlichtes, Unmittelbares zu zeigen. Das Projekt soll dazu anregen, Produktionsweisen zu überdenken. Warum denn immer Hightech statt überliefertem Wissen?
  3. Sie arbeiten seit dem Studium als Team an der Designakademie Eindhoven in Holland. Holen Sie sich auch Inspirationen aus Italien? Die Idee zu „Autarchy“ kommt aus unserer Heimat: Die Einwohner von Salemi in Sizilien formen anlässlich eines Volksfestes Fassadenornamente aus einem mehligen Material.

Spazio Rossana Orlandi, Mailand; Moss Gallery New York, www.formafantasma.com