Markenzeichen Die Designmarke Interlübke wird 75

Drei Jubiläen bestimmen das Jahr 2012: 1937 gründen die Brüder Lübke ihre Firma. 1962 wird daraus Interlübke. 2012 feiert Rolf Heide, die Designseele der Marke, seinen 80. Geburtstag. A&W gratuliert!

Zum Jubiläum gibt’s wieder reichlich Neues. Möglichst viel Raum für Unmengen von dicht gepackten Büchern bereitzuhalten, das war gestern. Stattdessen inszeniert „Bookless“, dünn wie ein Flachbild-Fernseher, ausgewählte Sammlerstücke. Das neue Regal, das mit Leuchtdioden sich selbst und den Raum beleuchtet, ist konzipiert für E-Books, iPad, Kindle & Co. Wie ein Setzkasten des Lebens wirkt das Möbel, das die Mailänder Designer Gino Carollo und René Chyba entwarfen. „Unsere Produkte waren immer schnörkellos“, sagt Leo Lübke junior, ein Enkel des Gründers und heute Interlübke-Chef.

Vor 75 Jahren gründeten der gelernte Tischler Leo Lübke und sein Bruder, der Kaufmann Hans Lübke, im westfälischen Rheda-Wiedenbrück ein neues Unternehmen. Ihre Spezialität waren zunächst polierte Schlafzimmer aus Palisander, Mahagoni und Birke. Zwei Jahre nach der Firmengründung musste auf Kriegsproduktion umgestellt werden, gefragt waren Mannschafts- und Offiziersmöbel, aber auch hölzerne Bauteile für Focke-Wulf-Flugzeuge, über die Leo Lübke senior 1976 im „Spiegel“ sagte: „Da lernten wir Genauigkeit.“ Schon früh setzten die Gründer darauf, dass ihre Möbel nur in ausgewählten Möbelhäusern zu haben waren, das machte sie von Rabattschlachten unabhängig. Als Hans Lübke 1953 starb, besaß das Unternehmen hohes Ansehen und hatte schon glamouröse Seiten: So ließ sich der äthiopische Kaiser Haile Selassie Lübke-Möbel für seinen Palast in Addis Abeba liefern.

 

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Autor:
Thomas Edelmann