Von Carlo Colombo bis Roberto Lazzeroni Die „Mood“- Kollektion von Flexform

Möbel machen nur Geschichte, wenn sie Geschichten erzählen. Darum hat der italienische Hersteller Flexform seine „Mood“-Kollektion erst einmal auf Reisen geschickt.

Fenster- und Wandfarben blättern ab, auf den abgetretenen Holzdielen liegt Staub, ebenso auf den Simsen des Kachelofens, in dem längst kein Feuer mehr lodert: Im weichen Licht, das durch matte Scheiben in das leer stehende Kloster bei Bozen fällt, zeigt sich Verfall von seiner fotogenen Seite. „In diesen Räumen begegnen die sachlichen, klaren Entwürfe des Amerikaners John Hutton dem Märchenhaften und Mehrdeutigen. Der Kontrast hebt den Charakter des Designs hervor“, sagt Britt Moran, Artdirector für Flexform. Er konzipierte für die 1970 gegründete Firma – bekannt für gelungene Synthesen aus Avantgarde, einer Prise Art déco und Gemütlichkeit – einen 220 Seiten starken Katalog: Möbel der klassischen Kollektion „Mood“ sind als Reisende porträtiert, die sich souverän in fremdes Terrain wagen. Arezzo in der Toskana ist ein weiteres Ziel. Im morbiden, vor mehr als 500 Jahren erbauten Palazzo Vasari hält mit Möbeln des 32-jährigen Designers Carlo Colombo eine kühle, zeitgenössische Eleganz Einzug. Und im ligurischen Küstenstädtchen Zoagli finden sich Entwürfe von Roberto Lazzeroni, 1950 geboren, in einer in den 1920er-Jahren renovierten Villa. Möbel und Mauern wetteifern darum, wer die Stilelemente des Art déco am besten zitiert. Ergebnis: offen.

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Andrea Ferrari