Markenzeichen Möbelmarke Roche Bobois expandiert

Die französische Möbelmarke Roche Bobois will den deutschen Markt erobern. Showrooms in Hamburg, Düsseldorf, München und Berlin sind nur der Anfang.

Sessel „Mayflower“

Sessel „Mayflower“

Blumig: Sessel „Mayflower“ von Fabrice Berrux.

Design kennt keine Grenzen. Und weil das so ist, stammt das seit Jahrzehnten berühmteste Möbel von Roche Bobois, einer der wenigen Firmen für anspruchsvolles Design aus Frankreich, von einem gebürtigen Österreicher: Hans Hopfers noch immer elegant-hippiesk wirkendes, aus handgenähten Sitzkissen bestehendes Sofa „Mah Jong“ von 1971 ist der Klassiker des Hauses und einer der Bestseller. Schon weil die Firma ihn in immer neuen Stoffvarianten anbietet (zuletzt in einem Design von Jean Paul Gaultier). Roche Bobois sucht verstärkt die Nähe zur Mode. Für diesen Herbst etwa hat Sonia Rykiel eine Stoffkollektion für das Unternehmen entworfen.

Sessel „Nuage“

Drehbar: Sessel „Nuage“, Tapinassi und Manzoni.

Roche-Bobois-Chef Gilles Bonan gibt unumwunden zu, dass neben der Inspiration auch die Bekanntheit der Modeschöpfer eine Rolle spiele, weil nun einmal denen, die sich nicht für Möbel- und Produktdesign interessieren, allerhöchstens der Name Philippe Starck etwas sage. Unterdurchschnittlich bekannt ist die Marke Roche Bobois in Deutschland selber. Noch. Obwohl es die Firma aus Paris seit 52 Jahren gibt und sie seit Jahren rasant wächst (Umsatz 2011: 380 Millionen Euro). Praktisch jeden Monat öffnet sie mindestens einen neuen Showroom irgendwo in der Welt. Etwa 250 Shops in 45 Ländern sind es derzeit, erklärt Gilles Bonan: „Doch bisher sind wir auf dem wichtigsten Markt in Europa, in Deutschland, kaum vertreten. Das wollen wir ändern.“ Deshalb wird es nun, nach den Flagship-Stores in Düsseldorf und Hamburg, Ende Oktober 2012 einen Showroom in München und Anfang November 2012 einen in Berlin geben. Kommt das Konzept an, so Bonan, wolle Roche Bobois hier auf zirka 20 Geschäfte expandieren.

Seite 1 : Möbelmarke Roche Bobois expandiert
Autor:
Volker Corsten