Traditionshandwerk Die Farben und Tapeten von Farrow & Ball

Die Farben und Tapeten von Farrow & Ball sind very british: Sie berufen sich auf eine reiche Tradition, sie feiern die Tugenden des Handwerks – und am Ende erzählt jede von ihnen eine eigene Geschichte.

Bei 132 Farben braucht es ein bisschen Phantasie für die Namen. „Rote Erde“ oder „Zitrone“ gehören noch zur vertrauten Palette. Aber „Mäuserücken“? „Toter Lachs“? Oder „Elephant’s Breath“, der „Atem des Elefanten“? Die Firma arbeitet in England. Das erklärt manche Eigenart, vor allem aber den Anspruch des Unternehmens: Farrow & Ball steht für das Lebensgefühl von Town House und Bibliothek, Jagdzimmer und ovalem Salon. Ein helles, offenes Veilchenblau wäre da die passende Wandfarbe.

Oder eine Tapete, von Hand bedruckt nach einem französischen Vorbild von 1793. Oder etwas aus den Kolonien? Vielleicht ein Muster aus stilisiertem Bambus? Großbritannien war ein Weltreich. Wimborne in der südenglischen Grafschaft Dorset: Nur hier werden Pigmente und Harze zu Farben von einzigartiger Tiefe und Intensität gemischt. „Wir arbeiten ausschließlich mit umweltfreundlichen Farben aus eigener Herstellung“, erklärt Sarah Cole, die Chefin der Marketing Abteilung. „Schädliche Stoffe wie Ammoniak und Formaldehyd vermeiden wir grundsätzlich.“

Erfahrene Handwerker, Meister ihres Fachs, schnitzen die Motive für den Blockdruck der Tapeten. Und selbstverständlich werden die Farben in Blechdosen abgefüllt. Das war schon so, als John Farrow und Richard Ball ihr Unternehmen vor fast 70 Jahren gründeten. Heute hat die Firma 43 Showrooms von Notting Hill über Frankfurt bis Los Angeles, ihr Name steht für noble britische Lebensart, aber die Produktion bleibt, wo sie einmal begonnen wurde. Niemand hier, der den Farbmischern über die Schulter schauen könnte. Ihre Rezepturen bleiben geheim.

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Autor:
Josephine Grever