Die Grenzen der Wahrnehmung Minimalismus von John McCracken

Der Blick scheint klar. Und doch, ist da ein Knick? Die Grenzen der Wahrnehmung interessieren den Amerikaner John McCracken, der als einer der letzten Vertreter des Minimalismus eine Kultfigur geworden ist.

Vielleicht glaubt John McCracken tatsächlich an UFOs, was in der Wüste von New Mexico keine Seltenheit wäre, wo nachts das Firmament funkelt und flimmert wie an wenigen anderen Orten auf diesem Planeten. Jedenfalls will der 75-jährige Künstler Skulpturen schaffen, die aussehen, als hätte sie ein Außerirdischer gemacht und hier deponiert, um den Erdbewohnern ein Rätsel aufzugeben. Dabei arbeitet der Amerikaner mit einfachsten vertrauten Formen: mit Klötzen, Blöcken, Planken und Stelen. Der 1934 in Berkeley geborene, heute in Santa Fe lebende John McCracken ist ein großer, schlanker Mann mit der Aura eines Westernhelden und der Seele eines Westküstenexzentrikers. Als einer der letzten Minimalisten avancierte er zu einer Kultfigur und wird von Museumsausstellungen in aller Welt gefeiert.

 

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Autor:
Claudia Steinberg
Fotograf:
Grant Delin