Architekt und Designer Stefan Behnisch

Stefan Behnisch

geboren 1957 in Stuttgart
lebt und arbeitet in Stuttgart

Tätigkeitsbereiche

Architektur, Produktdesign und Möbeldesign

Kurzbiografie

Stefan Behnisch ist der Sohn des Architekten Günter Behnisch. Dieser wurde 1972 weltweit bekannt mit dem Bau des schwebenden Stadiondaches im Münchner Olympiapark. Stefan Behnisch wollte zuerst nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten und entschied sich für die Studiengänge Philosophie und Wirtschaftswissenschaften. Schließlich entschloss er sich doch für ein Architekturstudium an der technischen Universität von Karlsruhe, das er 1987 mit einem Diplom abschloss.

Nach einigen Praktika stieg er dann in der Firma „Behnisch & Partner“ seines Vaters ein und gründete 1989 seinen eigenen Büroableger von „Behnisch & Partner“ in Stuttgart. Dieses wurde im Jahr 1991 unabhängig und firmierte unter verschiedenen Namen. Seit 2005 ist der Name Behnisch Architekten. Inzwischen gibt es Niederlassungen in Los Angeles, Boston und München.

Stefan Behnisch ist ein Verfechter nachhaltiger Architektur. In jedem seiner Gebäude legt er größten Wert auf die Umwelt und berücksichtigt dabei stets die topografische, klimatische und kulturelle Situation des Bauortes bei der Umsetzung. Für dieses Engagement hat er schon mehrere Awards bekommen, unter anderem die „Trophée Sommet de la Terre et Bâtiment" für nachhaltige Architektur.  

Wenn Behnisch entwirft, so glaubt er nicht an die Genie-Skizze. Er arbeitet immer mit seinen Mitarbeitern zusammen und durch Diskussionen, Skizzen und Arbeitsmodelle entsteht letztendlich seine Architektur.

Stefan Behnisch leitet seine Büros zusammen mit seinen Partnern David Cook (Stuttgart, München), Martin Haas (Stuttgart, München), Robert Hösle (München), Stefan Rappold (München), Christof Jantzen (Los Angeles), Robert Matthew Noblett (Boston). Er selbst ist in allen vier Büros involviert.

Auszeichnungen (Auswahl)

2002 Award "Trophée Sommet de la Terre et Bâtiment" für nachhaltige Architektur(Frankreich)
2004 Champion-Umweltpreis von Interiors&Sources Magazine (USA)
2007 Global Award für nachhaltige Architektur
2009 Good Design Award, Kategorie „Leuchte“ vom Chicago Athenaeum und Europäisches Zentrum für Architektur Kunst Design und Urbanistik

Bekannteste Bauten (Auswahl)

1992 – 1997 Landesgirokasse am Bollwerk in Stuttgart
1993 – 1997 LVA in Lübeck
1994 – 1996 St. Benno Gymnasium in Dresden
1994 – 1998 Institut für Forst- und Natur-Forschung in Wageningen (Niederlande)
1994 – 1996 Bayrisches Vereinsbank in Stuttgart
1997 – 2002 Norddeutsche Landesbank am Friedrichswall in Hannover
1998 – 2002 Technology Building für die Universität in Ilmenau
2000 – 2004 Genzyme Center in Cambridge, MA, USA
2000 – 2006 Ulm Engineering School in Ulm – Renovierung des Gebäudes von Günter Behnisch
2002 – 2008 Ozeaneum in Stralsund
2007 – 2009 Unilever-Haus in Hamburg
2007 – 2010 Marco Polo Residential Tower in Hamburg
2008 – 2011 Speed Skating Stadium in Inzell

Bekannteste Produkte (Auswahl)

2009 TherapyChair für National CentreforTumourDiseases Heidelberg (NCT)
Leuchte NIMBUS Office Air für Nimbus Group, Stuttgart

Ausbildung/Studium

Studium der Philosophie (BaccalaureusArtium)an der Philosophischen Hochschule der Jesuiten in München
Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität in München
1987 Diplom der Architektur an der technischen Universität Karlsruhe
Mitarbeit als Architekt bei Behnisch & Partner
1989 Gründung eines Büroablegers von Behnisch & Partner in Stuttgart
1991 Sein Büro wurde unabhängig
1998 Niederlassung von Behnisch Architekten in Los Angeles
2005 Büro firmiert unter dem Namen Behnisch Architekten
2006 Niederlassung von Behnisch Architekten in Boston
2009 Niederlassung von Behnisch Architekten in München
Gastprofessur an der Yale School ofArchitecture
Gastprofessur an der University of Pennsylvania, Philadelphia
Gastprofessur an der University of Virginia School ofArchitecture
Gastprofessur an der EcolePolytechniqueFédérale Lausanne (EPLF)
Ehrenmitglied der AIA

Link

behnisch.com

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Fotograf:
Adam Mørk, Hans Jürgen Landes, Johannes-Maria Schlorke, Martin Schodder, Meike Hansen, Roland Halbe (RH)