Designer Willy Guhl

Willy Guhl

geboren 1915 in Stein am Rhein (Schweiz)
gestorben 2004 in Hemishofen (Schweiz)

Tätigkeitsbereiche

Möbeldesign

Kurzbiografie

Willy Guhl ist einer der wichtigsten Vertreter des schweizerischen Neofunktionalismus des 20. Jahrhunderts. Zu Anfang seiner Karriere absolvierte er eine Ausbildung zum Möbelschreiner und besuchte anschließend die Kunstgewerbeschule in Zürich. Dort lehrte er von 1941 bis 1980 Innenausbau und Produktgestaltung.
Zu dieser Zeit wandte sich der Schweizer Zement-Hersteller Eternit an die Schule, um neue Einsatzmöglichkeiten für Eternit zu finden. Guhl war sofort begeistert. Er gestaltete Blumengefäße, Sandkisten und den Gartenstuhl Loop. Der schleifenförmige Schaukelstuhl entspricht exakt der Breite einer maschinengefertigten Eternitplatte. Sofort wurde der zunächst Strandstuhl genannte Gartenstuhl ein großer Erfolg, denn trotz geringem Produktionsaufwand verband er Leichtigkeit mit Gewicht und Robustheit mit Eleganz.
Als Designklassiker stand der Gartenstuhl für kurze Zeit im MoMA in New York, wurde jedoch schnell wieder zurückgeschickt, da das Material Asbestfasern enthielt. 2002 entwickelte Guhl einen Nachfolger. Dieser weicht leicht von der alten Formgebung ab, basiert aber trotzdem auf dem gleichen gestalterischen Prinzip. Hergestellt wird dieser aus einer in sich geschlossenen faserzementwand.
Willy Guhl verstarb im Jahr 2004 in Hemishofen.

Auszeichnungen (Auswahl)

Gartensessel Loop wurde kurzzeitig als Designklassiker im MoMa New York ausgestellt.

Bekannteste Werke (Auswahl)

1948 – 1951 Schalenstuhl Scobalit
1954 Gartensessel Loop

Ausbildung/Werdegang

Willy Guhl machte eine Ausbildung zum Möbelschreiner und besuchte anschließend die Kunstgewerbeschule in Zürich , Klasse für Innenausbau bei Wilhelm Kienzle.
1939 Eigenes Atelier in Zürich.
1943 – 1980 Lehrauftrag für Innenarchitektur an der Kunstgewerbeschule Zürich.
Initiator der Fachklasse für Produktegestaltung, Mitbegründer der Vereinigung Schweizer Innenarchitekten VSI 1943 und des Schweizerischen Verbandes der Industrial Designer SID 1966.

Hersteller/Bezugsquellen

Eternit AG, Röthlisberger



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