Bilderrahmen der Renaissance
Tim Plauts Herz brennt für Rahmen der Renaissance. Um inmitten seiner Sammlung leben zu können, hat sich der Deutsche im eleganten Londoner Stadtteil Holland Park ein Wohnhaus mit Museumsqualitäten bauen lassen.In Tweed und Socken steht Timothy Plaut fröhlich auf pudrig hellem Sandstein in seiner Eingangstür, schaut erst einladend auf die Besucherin und dann prüfend auf deren Füße. Der Sandstein, dessen Farbe das Haus so samten durchflutet, hat seine Tücken: Schwarze Gummisohlen hinterlassen scheußliche Spuren. Das hatte man beim Umbau des alten Gemäuers nicht bedacht. Schuhe aus, bitte! Das kann ja heiter werden.
Wird es auch, denn Tim Plaut ist forsch und zielstrebig mit schönem Hintersinn. Wäre er nicht Deutscher, könnte er leicht als Engländer durchgehen. Vor allem aber ist Tim Plaut ein leidenschaftlicher Sammler italienischer Renaissancerahmen. Mit einem ausgeprägten ästhetischen Empfinden, Kunstverstand und hin und wieder dem Rat großer Kenner hat er erst eine schöne Kollektion mit heute gut 85 Exponaten zusammengetragen und sich dann ein Gebäude für ihre Präsentation gekauft.





