Die Geschichte der Haage-Gärtnerei
Die Kakteen-Gärtnerei Haage

Die Kakteen-Gärtnerei Haage hat eine lange Geschichte. Eine Auflistung der Haage-Dynastie von damals bis heute finden Sie hier.

Johann Peter Hage (1660–1725), noch mit einem „a“ im Namen, arriviert 1685 vom in Erfurt ansässigen Tagelöhner zum selbstständigen Gärtner. Friedrich Adolph Haage (1796–1866) macht seine Ausbildung beim Hofgärtner Seidel in Dresden, geht zurück nach Erfurt und startet neben einer ausgedehnten Sortimentsgärtnerei die zu der Zeit noch sehr aufwendige Kakteenkultur – eine Sammelleidenschaft für Reiche. Gustav Ferndinand Haage (1830–1921) muss wegen des Baus der Eisenbahntrasse die Gärtnerei an die jetzige Adresse verlegen, was zu großen finanziellen Problemen führt. Es ist ein Kampf ums Überleben. Friedrich Ferdinand Haage (1859–1930) macht eine Gärtnerausbildung in England und bringt das Hochrad mit nach Erfurt. 1886 wird er Weltmeister im Hochradfahren. Walther Haage (1899–1992) wäre lieber Botaniker geworden. Mit dem Wiederaufbau nach dem Krieg spezialisiert er die Firma auf Kakteen, führt Pflanzenexpeditionen durch und schreibt populäre Kakteen-Bücher. Hans-Friedrich Haage (1942) formt den in der DDR zum VEB Kaktuszucht verstaatlichten Betrieb wieder in eine private Gärtnerei um. Ulrich Haage (1970) studiert Gartenbau und Marketing und übernimmt 1996 den Betrieb.

 

Autor: Inge Ahrens

Fotos: Archiv Haage

Schlagwörter: gaertnereien, Pflanzen

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Quelle: Architektur & Wohnen, Ausgabe 05/2010