Designerin
Martine Bedin
Kurzbiografie
Nach ihrem Studium an der l'Ecole d'Architecture de Paris bekommt sie 1978 ein Stipendium für Florenz in Italien. Dort lernte sie 1980 Ettore Sottsass kennen und wird Mitbegründerin der Designgruppe Memphis, welche damals mit leuchtenden Farben und ungewöhnlichen Formen für eine Revolution in der Designszene sorgte. Die Gruppe gab sich jenen Namen im Übrigen, weil sich am Gründungsabend das Lied "Stuck Inside of Mobile (With the Memphis Blues Again)" von Bob Dylan aufgrund eines Kratzers auf der Schallplatte ständig an der Stelle "Memphis Blues Again" wiederholte.
Der internationale Durchbruch gelingt ihr 1981 mit der farbenfrohen Lampe „Super“ für Memphis, die heute zu den Designklassikern des 20. Jahrhunderts zählt. Weitere Meisterwerke sind die Lampen Terminus (1982) und Gideon (1985). Für letztere erhält sie 1993 die Auszeichnung Chevalier de l'Ordre des Arts et des Lettres. Ab 1988 interessierte sie sich verstärkt für Architektur und gestaltete z.B. die Bibliothek des Hôtel de Sully in Paris.





