Sprungschanzen und Aussichtsstürme in den Alpen
Neue Architektur auf den Alpen
Jodel-Look Ade. Sprungschanzen, Seilbahnstationen und Aussichtsstürme in den Alpen erinnern nicht mehr an Heidi, sondern an Schlangen und Vögel, einen Spaceshuttle oder gar ein Fernrohr: Alpenromantik mit den Techniken und der Formensprache des 21. Jahrhunderts.
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Verschoben
Volle Fahrt: Das jüngste Werk des Engländers Nicholas Grimshaw, dessen Bauten durch rasante Dynamik auffallen, steht in Troy im Bundesstaat New York. Sein EMPAC-Gebäude setzt ein Signal und visualisiert die Aufgabe des Kunst- und Medienzentrums: Begegnung von realer und virtueller Welt. Der Besucher betritt die gläserne Hülle von oben und findet sich ein in einem weiten offenen Atrium mit Ausblick auf den Hudson-River. Schwebende Gangways führen zum gewölbten Leib der 1200-Plätze-Konzerthalle, die mit Zedernholz verkleidet ist. Theater und Studio nebenan haben massive Wände mit Schlitzöffnungen. Von außen, besonders in nächtlicher Illumination, wirkt die Halle, deren Front mit riesigem Screen durch die Glasfassade bricht, wie ein Waggon, der einen Bahnhof verlässt.
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Verwegen
Ein Spiel mit der Landschaft: Mit dem Museum Liaunig im österreichischen Neuhaus machte das Wiener Büro Querkraft seinem Namen Ehre. Der Großteil des Neubaus liegt unter der Erde – doch was herausschaut, ist spektakulär. Die Räume für das Schaudepot, die Grafik, eine Goldsammlung und die Infrastruktur haben die Architekten im Hang versteckt, das Herzstück ist eine quer durch den Hügelrücken geschnittene Galerie mit Oberlicht, 160 Meter lang und 13 Meter breit.
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Verneigt
Gelungener Knicks: „Zweiundfünfzig Grad“ heißt das neue Innovationszentrum im holländischen Nijmegen – nein, nicht nach der Gebäudeform, sondern nach dem dortigen Breitengrad, der die Welt umspannt, wie es die Aktivitäten in dem Haus auch tun sollen. Das Delfter Architekturbüro Mecanoo visualisierte die ehrgeizigen Ambitionen mit einem so schlichten wie markanten Zeichen: Das 18-stöckige Hochhaus, das Mittelpunkt einer neuen Business-City werden wird, erhebt sich, um zehn Grad aus dem Lot gekippt, aus einem begrasten Unterbau mit Parkplätzen, Plaza, Restaurants und Shops. Erst ab der achten Etage richtet es sich in die Senkrechte – und macht „eine einladende Geste gegenüber der Stadt“. Auch die Fassaden sind modern: Versetzte Glas- und Aluflächen erinnern an Pixel-Grafiken wie aus dem Computer.





