Messe-Neuheiten
Wohnliche Wellness im Bad
Neueste Technik und moderne Formen, flexible Raumlösungen und modulare Möbelsysteme – die Neuheiten von der Internationalen Messe für Sanitär- und Heizungsbau ISH zeigen: Das Bad, lange das Stiefkind in der Wohnung, ist der neue Liebling namhafter Designer.
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PHOENIX DESIGN über ihre Badewanne „Asymmetric Duo“ für KALDEWEI:
„Spannung erzeugen durch Asymmetrie wollten wir mit dem neuen Badewannen-Entwurf für Kaldewei. Und zwar in zweierlei Hinsicht. Erstens durch den einseitig verbreiterten Wannenrand, der seinerseits gleich mehrere Funktionen erfüllt: Wenn er zur Wandseite steht, bietet er Platz für die Armaturen und zusätz - liche Ablagefläche, ist er zum Raum hin ausgerichtet, kann man ihn als Sitz und Einstiegshilfe benutzen.
Darunter lässt sich außerdem weiterer Stauraum gewinnen, wenn die Schürze entsprechend ausgebildet ist. Diesen in den Rand integrierten Sitzplatz finden wir wunderbar –man kann damit auf einen Hocker im Bad verzichten. Zweitens erzeugt die Asymmetrie hier eine reizvolle Spannung, weil die äußere Form sehr präzise ist, das Innere sich aber organisch rundet. Der Kontrast zwischen hart und weich wird hier ein Bestandteil der Gestaltung. Kurz gesagt: Unser Entwurf vereint das Sinnvolle und das Sinnliche.“
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LUDOVICA UND ROBERTO PALOMBA über ihre Kollektion „Morphing“ für KOS:
„Bei der Morphing-Kollektion haben wir fast vergessene Formen wiederentdeckt, wie zum Beispiel eine Wanne mit Füßen oder das Waschbecken auf einer tragenden Säule. Und wir haben dieses Erbe auf die heutige Zeit übertragen. Dank neuer Farben und Materialien werden Tradition und zeitgenössische Ästhetik vereint. Außerdem war uns wichtig, dass die einzelnen Elemente nicht so groß sind. Denn wir wollten, dass sich die Kollektion auf jede Art von Raum anwenden lässt. Das wichtigste Werkzeug in unserem Entwurfsprozess ist auch bei dieser Kollektion das Licht gewesen.
Es definiert den Charakter, den ein Raum hat, bestimmt das Gefühl, die Ausdehnung und die Farben. Es streichelt die Oberflächen, umfließt die Kurven und gibt dem Produkt seine Form. Design im Sinne von planen bedeutet für uns, das Licht zu kontrollieren. Das Licht verleiht unseren Produkten Gestalt. Das verstehen auch die Kunden, an die wir uns mit unseren Entwürfen richten. Sie sind keine fashion victims, sondern Leute mit Sinn für Ästhetik, die sich darauf verstehen, verschiedene Stile zu kombinieren und gerne jedes Detail selbst auszusuchen.“
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ERWAN UND RONAN BOUROULLEC über ihre Kollektion für AXOR Hansgrohe:
„Feel free to compose“ ist das Motto unserer Kollektion und eine Einladung an die Menschen, sich das Bad ganz nach ihren eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen zu gestalten. Wir wollen, dass die Leute kreativ sind, sich Fragen stellen wie: Wer bin ich? Wie will ich leben? Dafür haben wir eine Kollektion entworfen, die wie das Lego-System funktioniert. Die Basis dafür bilden Tabletts, verschieden große Einheiten mit Becken, Armaturen und Ablagen, die je nach Wunsch arrangiert und kombiniert werden können.
Alle Tabletts besitzen dieselbe organische, dem Auge und der Hand schmeichelnde Formensprache und eignen sich daher für jede Art der Zusammenstellung. Dabei sind sie beinahe unabhängig von der Arc hitektur des Raumes und der Anordnung der Wände. Auch die Armaturen können nach Belieben platziert werden. Jetzt sind wir gespannt auf die Reaktion der Menschen. Vielleicht stellt sich am Ende heraus, dass sie so viel Freiheit und Spielraum nicht wollen – dann bekommen sie auch vorgefertigt Klassisches.“
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MICHAEL SIEGER über seinen Waschtisch „Metaphor“ für ALAPE:
„Seit einem Vierteljahrhundert beschäftigen wir uns mit Baddesign, und als Quintessenz aus dieser Beschäftigung resultiert die Überzeugung, dass das Badezimmer in den nächsten 20 Jahren in Richtung eines Wohnraumes gehen wird. Diese Entwicklung von der Nasszelle für reines Baden und Duschen hin zu einem Bereich, der der Entspannung dient, in dem man auch andere Dinge tun kann, wie etwa lesen, habe ich persönlich schon seit etwa 15 Jahren vollzogen. Meine Frau und ich haben uns vor langer Zeit für ein offenes Raumkonzept entschieden, in dem sich die Grenzen zwischen Schlafzimmer und Bad zugunsten einer wohnlichen Atmosphäre auflösen. Deshalb haben wir kein hängendes Keramik-Waschbecken, sondern eines, das in ein Möbel integriert ist. Davor liegt auch keine Badematte, sondern ein alter Perserteppich.
Das Badezimmer geht jetzt also denselben Weg, den die Küche in den letzten 20 Jahren gegangen ist – vom geschlossenen Arbeitsraum in ein offenes Kommunikationszentrum . Auf diesen Überlegungen basiert auch der Entwurf zu dem Waschtisch „Metaphor“. Und so sehe ich die Entwicklung: Im Laufe des nächsten Jahrzehnts werden hoffentlich selbst Mietwohnungen ohne fest installiertes Bad angeboten, und der Mieter kann sich das Badezimmer einbauen, das er sich wünscht. Der frei stehende Küchenblock wird dann zum Vorbild für frei stehende Wanne und Waschtisch.“
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NEUAUFLAGE
Seine Badkollektion „Il Bagno Alessi One“ hat der italienische Designer Stefano Giovannoni nun um Schränke und Konsolen aus furniertem Nussbaum ergänzt (Laufen).
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NEXUS PRODUCT DESIGN über ihre Linie „Elysée“ für BURGBAD:
„Der Name der Kollektion ist Programm und verrät unsere Inspirationsquelle: die französisch geprägte Kultur des 19. Jahrhunderts. Sie spiegelt sich in den Farben, der Art der Möbel und zudem natürlich auch in dem Wert der Materialien wieder. Der kleine Kabinettschrank zum Beispiel ist so ein klassisches Zitat. Die Aura der Möbel lebt von den Anleihen aus der Schmuckgestaltung, wie etwa der Waschtisch mit dem großzügigen Passepartout, dessen Oberflächengestaltung an einen Edelsteinschliff erinnert, oder die mit Blattgold belegten Schubladenfronten. Wir haben aber keine Repliken geschaffen, sondern die einzelnen Elemente neu interpretiert und ihnen grundsätzlich sachliche Formen gegeben – mit dem Ziel, dass sie als komplette Kollektion genutzt oder als lässige Einzelteile mit zeitgenössischer Einrichtung kombiniert werden können.
Als Zielgruppe sehen wir Antiquitätenliebhaber, russische Neureiche und Schöngeister mit hohem ästhetischen Anspruch. Und natürlich entspricht die Kollektion dem aktuellen Trend im Baddesign – dem wohnlich geprägten Raum. Hier geht es um Entspannung, um Rückzug und Zeit für sich, um einen Raum, der sich von unserem hektischen Alltag unterscheidet. Dabei gehen die Grenzen zwischen Schlafzimmer und Bad ineinander über.“
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MODERNE HIEROGLYPHEN
Weil sich der spanische Designstar Jaime Hayon Anleihen aus dem antiken Ägypten holt, wirken seine Entwürfe oft grafisch. Wie hier die Wanne mit Ablage aus Buche für die erste Bad-Kollektion von Bisazza (Bisazza Bagno).
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