Die New Yorker Highline - eine Sehenswürdigkeit Deutsches Know-how: Highline in New York

Die bekannte stillgelegte Highline in New York wurde dank dem Gartenstar Piet Oudolf und dem Weinheimer Zahlenwerk mit Präriegräsern und wilden Blumen belebt und gehört bereits zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Die Highline

Im Herbst 2005 rief der holländische Gartenstar Piet Oudolf seinen deutschen Kollegen Cassian Schmidt im Hermannshof in Weinheim (A&W 3/08) an. Er brauche Zahlen: wie viele Pflegeminuten pro Jahr koste denn ein Quadratmeter wiesenartige Pflanzung? Es ging um die Highline, den spektakulärsten Garten in diesem Jahr. Für die stillgelegte Bahntrasse, die auf Stelzen durch den Meatpacking District im New Yorker Manhattan führt, sollte der Holländer einen Mix aus Gräsern und Blumen neu pflanzen – dem ähnlich, was sich über Jahrzehnte spontan, wildromantisch und von vielen geliebt auf den Gleisanlagen angesiedelt hatte. Die nötigen Erfahrungen dafür gibt es nur in Weinheim. Seit zehn Jahren sammelt dort Cassian Schmidt Daten über Langlebigkeit und Pflegeaufwand bestimmter Pflanzen-Kombinationen. Das Weinheimer Zahlenwerk überzeugte: Die Gleise wurden abgenommen, der Boden abgedichtet, dann die Gleise wieder aufgelegt und in frische Erde eingesät. Heute wächst auf der Highline, nach bester Dachgartenmanier gebaut, eine „Matrix“ aus Präriegräsern mit wilden Blumen.