Die neuen deutschen Gärtner Die Gärtnerin Annemarie Eskuche

Annemarie Eskuche im niedersächsischen Ostenholz mag Pflanzen, die Teamqualitäten haben. Ihre Spezialitäten sind Geranium, Bergenia und Epimedium – Gewächse, die ihre Raffinessen nur dem genauen Betrachter zeigen.

Elfenblume

Geranium Astrantia

Daneben ein Traumpaar: Geranium ‚Brookside‘ mit weißer Astrantia.

Storchschnabel, lateinisch Geranium, ist eine pflegeleichte und nützliche Staude. Sie füllt Rabatten, bedeckt den Boden auch da, wo es trocken und schattig ist. Die Blüten sind daumennagelgroß: hellblau, magentafarben oder weiß mit eleganten grauen Adern, so wie bei der zartstängeligen ‚Kashmir White‘. Trotzdem ist Geranium für manche Gärtner „Unkraut“, sagt Annemarie Eskuche. Das sind die Raritätenjäger, die Trillium suchen und gefüllte Blutwurz. Sie erinnert sich gut, wie das war, als sie vor 13 Jahren mit ihrem ersten Storchschnabel-Sortiment auf einem Pflanzenmarkt stand: Ein geschätzter Kollege kam vorbei.

Schattenpflanzen

Ihre Mutter, Rosemarie Eskuche, hat einen Meistergarten mit Schattenpflanzen angelegt.

Er bedauerte sie wegen dem „Zeug“ auf ihrem Tisch. „Typisch Männer“, sagt sie, „die wollen immer möglichst große Blüten.“ Annemarie Eskuche hat die Gärtnerei Anfang der 90er-Jahre von ihrer Mutter Rosemarie übernommen. Die erbte sie von ihren Eltern, Autodidakten, die nach dem Krieg mit Schnittblumen, Tabak und Gemüse anfingen. Anders Rosemarie Eskuche. Sie lernt Gärtnerin – „nicht leicht, zwischen all den Männern einen Lehrplatz zu kriegen“ – und nimmt Stauden in das Sortiment auf. Sie produziert in großen Stückzahlen, das, was „reichlich weggeht“.

Seite 1 : Die Gärtnerin Annemarie Eskuche
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Autor:
Elke von Radziewsky
Fotograf:
Robert Fischer