Stadträume Toronto: Wellen aus Holz

Sie wuchern, blühen und schießen in die Höhe - doch auch Metropolen können ohne Grün nicht leben. Vier Beispiele zeigen, dass Kreativität und Mut die Lebensqualität heben und dem Image der Stadt Flügel verleihen.

In der kanadischen Großstadt sind es vor allem spektakuläre Promenaden, die auf mehr als drei Kilometern die Waterfront Toronto ausmachen. Ungenutzte Hafenanlagen weichen seit dem Jahr 2001 einer ehrgeizigen Stadterneuerung. In Innenstadtnähe entstehen neue Landschaften mit zum Teil atemberaubenden Landschaftsarchitekturen. Allen voran die Wave Decks: Holzdecks aus Brücken und Stegen in noch nie gesehenem Schwung, die ein beliebter Spiel- und Tummelplatz sind. Entworfen haben sie West 8 aus Rotterdam gemeinsam mit du Toit Allsopp Hillier aus Toronto.

In Spazierentfernung davon liegt der grüne HTO-Park von Janet Rosenberg und Claude Cormier aus Montreal. Der Badestrand mit seinen fest installierten Sonnenschirmen ist den Bewohnern längst ans Herz gewachsen. Mit diesem Sugar Beach und den Wasserskulpturen im Sherbourne Common demonstriert die Stadt, wie öffentliche Räume nicht nur das Image aufpolieren, sondern auch ein neues Lebensgefühl bei den Bürgern wecken: Hier entstehen 6000 Wohnungen und 8000 Arbeitsplätze – und alles nah am weißen Sandstrand.

Autor:
Robert Schäfer