Kunst Will Ryman - Im Namen der Rose

Liebe, Leidenschaft, Schönheit: Die Symbolkraft der Rose ist der Stoff, aus dem Will Ryman seine Kunst gestaltet. Laternenpfahlhohe Stahl-Stängel mit aufspringenden Fiberglas-Blüten ließ der New Yorker schon zur Frieze Art Fair im Oktober sprießen (ca. 650 000 Dollar).

Rosen-Skulptur von Will Ryman

Jetzt blüht bis Mai 2012 sein bisher größtes, neun Meter hohes, rot lackiertes Exemplar in Miamis Botanischem Garten – und suggeriert inmitten üppiger Tropenvegetation biederes Schießbudenflair. Dem 43-Jährigen geht es nicht um Rosen-Romantik. Im Gegenteil, er versteht seine Arbeit als Kommentar zur Kommerzialisierung der schönsten aller Blumen: „Sie wird als Symbol globalen Konsums dafür missbraucht, alles zu verkaufen, von Grußkarten bis zu Krankenversicherungen“, so Will Ryman. Seine ersten Rosen fertigte er 2009. Nach erfolglosen Jahren als Dramaturg mit einem Faible für absurde Stücke produziert er seither Signalkräftiges aus Metall, Pappmaschee und Fiberglas. Zur Rose inspirierte ihn David Lynchs Film „Blue Velvet“, wo sich im Rosenbeet-Idyll Abgründe auftun. Bis 24. März 2012 sind seine neuesten Arbeiten in beiden New Yorker Galerien von Paul Kasmin zu sehen.
willryman.com, paulkasmingallery.com