Editorial

 

EDITORIAL

Fünf Dekaden Wohngeschichte. Der zwölfte Designer des Jahres. Und vierte Macht im Staat? Schön wär’s!


Bisher hätten wir im Leben nicht daran gedacht: A&W vierte Macht im Staat (siehe Leserbrief S. 12)? Ein journalistisches Gewissen – wie die FAZ, die Süddeutsche, der Spiegel oder die Times? Wir als Gralshüter der political correctness! Architektur und Wohnen, eine weltbewegende Thematik? Nette Vorstellung, zum Schmunzeln schmeichelhaft! Doch in einem folgen wir dem Leser vorbehaltlos: Weder Sarkozy, noch Berlusconi, noch unser Joschka sind – selbst wenn sie sich so aufführen – Sonnenkönige. Bescheidenheit hat noch nie geschadet. Auch Machthabern nicht.
Wenn wir Macht ausüben könnten, dann am liebsten die, Sie, liebe Leserinnen und Leser, im unübersichtlichen Zeitschriftenhandel immer nach A&W greifen zu lassen. Wir wollen gerne die Partei sein, die Sie wegen wohnästhetischer, designorientierter, architekturbewusster – und generell kulturneugieriger – Anliegen wählen. Grün sind wir auch, zumindest in unserer Rubrik Garten.
Die erste Ausgabe des Jahres ist seit nunmehr zwölf Jahren dem A&W-Designer des Jahres gewidmet. 2008 ist es Tom Dixon. Der hyperaktive Engländer mit französischem Blut in den Adern ist ein Nonkonformist mit merkantilen Neigungen. Und Dixon ist nicht einfach nur Möbel- und Lichtdesigner: Er ist Unternehmer, produziert und vertreibt unter eigenem Label und führt Artek, die 1935 von Alvar Aalto gegründete finnische Traditionsmarke. Dixon agiert einzigartig, auch wenn er auf Events Hunderte seiner Produkte ans Publikum verschenkt. Ein Design-Multiplikator – in jeder Hinsicht.
Unsere Multiplikator-Rolle in Sachen Wohnen nehmen wir mit dieser A&W ganz besonders wichtig.
Nicht nur, dass wir Ihnen originelle Behausungen in Moskau, Kitzbühel oder Brügge zeigen – im Doppelpack schenken wir Ihnen das A&W-Special „Die schönsten Häuser und Wohnun-gen aus 50 Jahren“: Auf 140 Seiten blättern Sie ein Stück Wohnhistorie.
Dafür und natürlich für alle Themen in der Stammausgabe wünsche ich Ihnen großes Lesevergnügen – und willkommen im 51. A&W-Jahr!

P.S.: Sollten Sie zwischen dem 14. und 20. Januar in Köln sein: Verpassen Sie nicht die A&W-Designer des Jahres-Ausstellung und das Passagen-Programm, mehr auf S. 176 und unter www.voggenreiter.com. A&W ist darüber hinaus Medienpartner der Architectur Code Cologne, und als solcher laden wir Sie gerne ein, am 19. Januar zum Symposium „Revival der Hafenstädte“. Kartenbestellung, solange Vorrat reicht: redaktion@awmagazin.de



 


 
 
 
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