Autos faszinieren. Nicht nur Männer. Immer mehr
Frauen drängen in die Branche – als Designentwickler.
Hoffentlich hat Carl Benz seiner Frau Bertha mindestens eine Perlenkette geschenkt. Ohne sie wäre er womöglich länger auf seiner Erfindung sitzen geblieben. Sie fackelte nicht lange, packte die zwei Söhne in den dreirädrigen Motor-Patentwagen ihres Konstrukteur-Ehemannes und fuhr zur Oma, von Mannheim nach Pforzheim, wo sie heil ankamen. Mutter der Automobilität? Irgendwie schon. Obwohl das Thema nach der mutigen Bertha zur Männerdomäne wurde: Es gibt wieder tatkräftige Damen, die in der potenten Industriesparte mitreden. Wie Anne Asensio, zuletzt die Designchefin bei General Motors, und da nicht nur fürs Interieur zuständig, worauf Autodesignerinnen in Deutschland gern reduziert werden.
Dass in der Regel die Frauen entscheiden, welcher Wagen für die Familie angeschafft wird, ist längst bekannt. Auch die Herren Designer tragen dem Rechnung. Und so werden die Autos nicht nur immer schneller, größer und schöner, sondern praktischer, spritsparender und CO2-ärmer. Im Prinzip.
Natürlich sind auch wir nicht nur verstandesbestimmt. Wir fahren Marken als Status. Und am liebsten Sport Utility Vehicles. Weil da schön viel reingeht. Und wir so hoch und sicher sitzen. Designerinnen aller Länder, erfindet den 3-Liter-SUV! Egal, was Sie fahren: viel Spaß mit diesem A&W-Special!
BARBARA FRIEDRICH
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