Ein Loblied auf die Schweiz. Alfredo Häberli ist A&W-Designer des Jahres. Und weitere Überraschungen …
Die Schweiz hat mehr zu bieten als hohe Berge, tiefe Seen, die beste Schokolade, Banken mit Nummernkonten und eine Nation mit vier offiziellen Sprachen – worüber reden wir in Deutschland eigentlich, wenn wir Deutsch im Grundgesetz verankern wollen? Das Land in der Mitte Europas hat zum Beispiel auch pulsierende Städte: Zürich, die idyllische Weltstadt am See. Basel, die internationale Kunstmetropole. Bern, die eigentliche Hauptstadt. Genf. Lausanne. Luzern. Die Highlights ab Seite 14. In der Alpenrepublik lässt eine Avantgarde Kunst und Kommerz, Architektur und Design, Tradition und Multikulturelles aufeinandertreffen – zum Wohle der Kreativität. In diesem Klima gedieh der diesjährige A&W-Designer des Jahres, Alfredo Häberli.
Leicht hatte er es nicht, als er mit 13 Jahren aus Argentinien in die Schweiz übersiedelte. Der Vater Auslandsschweizer, die Mutter Argentinierin, verließ die Familie die für sie unsicher gewordene Heimat. Alfredo und seine Geschwister durften je eine persönliche Kiste mitnehmen. Er packte seine bunten Matchbox-Autos ein. Sie sind mit Schuld, dass er Designer wurde. Mehr über den ebenso gut aussehenden wie interessanten und international erfolgreichen Gestalter, dessen Produkte stets etwas Spielerisch-Hintersinniges haben, in der Geschichte „Der Design-Playboy“, ab Seite 134. Zufall oder Programm? Beim „Rosenthal Design Award“, an dem Studenten renommierter Hochschulen teilnahmen, stellte sich am Ende heraus: Drei von vier Preisen für die innovativsten Ideen im Umgang mit Porzellan gehen in die Schweiz. Und auch den Wohnraum auf dem Titelbild hat ein Eidgenosse ausgebaut, eine Fabrik-etage mitten im Basler Hafen mit faux-Deckenfresko der Sixtinischen Kapelle. Lassen Sie sich überraschen – nicht nur von den ungewöhnlichen Wohnungen, die wir für Sie entdeckt haben. Auch von Isamu Noguchis Bühnenbildern und der dynamischen Architektur für Wintersportorte. Viel Vergnügen nun wieder mit A&W und vor allem ein gutes neues Jahr!
Ihre Barbara Friedrich
