Betten kaufen Besser schlafen

Ein Bett zu kaufen ist eine Wissenschaft, eine emotionale und ästhetische Entscheidung – und am Ende eine Glaubensfrage. Doch da müssen wir durch. Denn wie wir nachts schlafen, bestimmt, wie gesund und zufrieden wir am Tag sind. Ein Leitfaden zu Matratzen, Gestellen, Rahmen und Lattenrosten. 

Den Loriot-Klassiker kennt jeder: Ein Paar möchte ein Bett kaufen und wird von dem Verkäufer erst einmal mit Fachbegriffen, Verarbeitungsdetails und Wahlmöglichkeiten verunsichert. Während die beiden gerade das „klassische Horizontalensemble“ testen, betritt ein weiteres Paar das Geschäft, es kommt zum gemeinsamen Probeliegen und zu Einblicken ins Privatleben der jeweils anderen. Das ist über 30 Jahre her, seitdem wurde die Bettenbranche zwar um einige Materialien, Forschungsergebnisse und Glaubensrichtungen bereichert – aber geblieben ist eines: Bettenkauf ist immer noch irgendwie unangenehm. Da liegt man in Socken und schutzloser Horizontallage vor einem Fachverkäufer, während einem der Partner das T-Shirt lüpft, um zu beurteilen, ob die Wirbelsäule in Seitenlage gut gestützt wird, und man fragt sich: Taschenfederkern oder Flügelunterfederung? Latex oder Kaltschaum? Schafwolle? Rosshaar? Und passt die bequeme Matratze auch in das Designbett, das uns am besten gefällt? 

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Autor:
Dorothea Sundergeld