Raumkonzepte 40 m²: Mini-Studio mit Terrasse

Zentral zu wohnen ist Luxus in New York – eine Terrasse auch. Der Architekt David Mann hat beides gefunden. Er trotzte seinem kleinen Apartment großzügigen Charme ab – und hat im Sommer mit Freiluftzimmer gut 100 m².

Terrasse

Blick auf die Dächer der Stadt

Die großen Fenster lassen viel Licht in den kleinen Raum und bieten einen schönen Blick auf die Dächer der Stadt.

Die Lage

Über den Dächern von New York

Größe ist relativ, wenn der Blick aus dem Fenster schweift. „Ich habe mich sofort in das Licht und die Aussicht verliebt“, erinnert sich David Mann. Als ein Freund dem Architekten vor 25 Jahren die Wohnung anbot, zögerte er nicht. Dass das Penthouse-Studio in der 12. Etage des 1928 erbauten Devonshire House nur 40 Quadratmeter Wohnfläche hat, war und ist zweitrangig. Das Apartment liegt mitten in Greenwich Village. Zentraler geht es in Manhattan kaum, und das ist der größte Luxus. Hier treffen sich Down- und Uptown, der Verkehrsmittelpunkt Union Square ist keine Minute entfernt. „Ich kann zu meinem Büro laufen und habe die besten Restaurants um die Ecke“, erklärt David Mann, der, typisch in New York, viel arbeitet und jeden Abend ausgeht. Er sei fast nur zum Schlafen hier, sagt er. Zumindest im Winter.

Akzente im Zimmer

Vintage-Stühle und viel Kunst setzen Akzente im Zimmer, die schillernd grünen Mosaikfliesen in der Kochnische.

Der Umbau

Alles auf Anfang

Als David Mann das Studio übernahm, hatte es ein knalliges 70er-Jahre-Interieur und silberne Wände. „Die Wohnung war wie eine Zeitkapsel“, erinnert er sich. „Ich hatte fast Skrupel, dieses Relikt einer vergangen Ära zu zerstören, aber es musste sein.“ In fünf Monaten versetzte er die Wohnung in eine puristische Version des historischen Originalzustandes zurück. „Ich habe ein Vermögen ausgegeben, damit es hier so aussieht, als hätte ich nichts getan“, sagt er lachend. David Mann hat sich mit seinem Büro MR Architecture + Decor auf die Ausstattung von Boutiquen und Luxuswohnungen spezialisiert. Die Eleganz, die er dort in großem Stil schafft, wollte er auch im Kleinen haben. So beizte er die Türrahmen bis aufs Stahlskelett ab, rekonstruierte die Fußleisten, verputzte Wände und Decke weiß und versiegelte sie mit Spezialwachs. Er restaurierte die riesigen Fenster und färbte den Holzboden dunkel. Nur die Küchennische erneuerte er und setzte dort den einzigen Farbakzent, giftgrüne Bisazza-Fliesen.

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Autor:
Nadine Sieger
Fotograf:
Joshua McHugh