Schmuckstücke Japanische Kunst auf Uhren

Mit fabelhafter, goldbestäubter Lackmalerei lässt Chopard Zifferblätter verzieren: Kleinkunst für alle, die Uhren als Schmuckstücke lieben.

L.U.C XP Urushi Collection von Chopard

Exakt drei Mäusehaare hat der feine Pinsel, der große immerhin fünf. In meditativer Versunkenheit malt der japanische Künstler Kiichiro Masumura damit feinste Lackbilder auf Zifferblätter. Er beherrscht die uralte asiatische Lackmaltechnik Urushi Maki-e so meisterhaft, dass er in seiner Heimat als „Living National Treasure“, lebender Staatsschatz, gilt – eine Auszeichnung, die die japanische Regierung an Personen verleiht, die das Kulturerbe und besondere traditionelle kunsthandwerkliche Fertigkeiten bewahren.

Für die extraflachen Chopard-Uhrenmodelle der „L.U.C XP Urushi Collection“ schuf der Künstler neun verschiedene Zifferblätter, die von der Firma Yamada Heiando, Hoflieferant des japanischen Kaiserhauses, mit feinem Goldstaub überpudert werden. Die ersten Zeitmesser, die sich mit dieser Kunst der Lackmalerei schmücken, wurden im Jahr 2008 ausschließlich in Japan präsentiert; die gesamte Edition mit allen Modellen begeisterte die Besucher auf der diesjährigen Schmuck- und Uhrenmesse „Baselworld“.

L.U.C XP Urushi Collection von Chopard

Beispiele feinster Lackmalerei: die "L.U.C XP Urushi", 7900 € (Chopard).

Den kostbaren Lack liefert der Urushi-Baum, der nur in Japan und Teilen Chinas gedeiht. Einmal im Jahr kann seine Rinde angezapft werden, um an das Harz zu gelangen. Die Ausbeute ist gering. Und bis zu fünf Jahre Reifezeit braucht es, bis die Masse die nötige Widerstandsfähigkeit und honigartige Konsistenz hat, um für die Lackmalerei zu taugen. In vielen hauchdünnen Schichten verleiht der Lack normalerweise Schalen, Dosen und anderen Gebrauchsgegenständen kostbaren Glanz. Bei der Urushi-Technik Maki-e werden die Konturen zusätzlich mit Metallpuder betont – im Falle der „L.U.C XP Urushi“ mit Goldstaub. Er wird mit dünnen Bambusröhrchen und Pinseln aufgetragen, um feinste Linien zu erzielen.

Seite 1 : Japanische Kunst auf Uhren
Autor:
Dagmar Steffen