Ferien im Baudenkmal

Kuhglocken bimmeln, Blätter und Nadeln tuscheln: Kein Hollywoodregisseur könnte das Idyll im Oberwallis besser inszenieren.

Huberhaus

Huberhaus 2
Es verdient eine tiefe Verneigung: Die meisten Gäste ziehen den Kopf ein, wenn sie das aus Holz und Fels gebaute „Huberhaus“ aus dem 16. Jahrhundert betreten, denn die Tür ist keine 1,80 Meter, die gute Stube kaum höher. Dazu verlangt die Holztreppe zum Dachgeschoss ein gewisses akrobatisches Talent, der historische Specksteinofen in der Küche erfordert Pfadfindertechniken. Neben solch alten Hofstellen hat die Schweizer Stiftung „Ferien im Baudenkmal“ Bürgerhäuser und Schlösser im ganzen Land wiederbelebt. Ihr Name beschreibt das Konzept. Gewinne und Spenden investiert sie in die Projekte und ermöglicht so gekonnte Fusionen aus Tradition und modernem Design. Sie fördern den Tourismus und haben eine nützliche Nebenwirkung: „Sie sensibilisieren Urlauber für unsere Baukultur“, sagt die Geschäftsführerin Monika Suter. heimatschutz.ch