120 Antiquitätenhändler

Der Spezialist im Handel und Auktionshaus kennt die Antworten auf Ihre Fragen. Er weiß um Wert und Herkunft seiner Objekte und kann auch noch Geschichten erzählen. Oft ist eine Begegnung spannender als ein ganzer Nachmittag im Museum. Wir haben mit Branchenkennern die renommiertesten Händler Deutschlands ausgewählt und empfehlen 120 Adressen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, darunter auch für moderne Antiquitäten, Designklassiker des 20. Jahrhunderts, die sich größter Beliebtheit erfreuen. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen mit A&W – und auf der Suche nach dem antiken Objekt Ihrer Begierde …

AACHEN

KUNSTHANDEL GROBUSCH

Der Spezialist im Handel und Auktionshaus kennt die Antworten auf Ihre FragenDer Spezialist im Handel und Auktionshaus kennt die Antworten auf Ihre FragenWer Vasen und Gläser des Jugendstil liebt, wird irgendwann bei Hannelore und Paul Grobusch anklopfen. Seit 25 Jahren handelt das Paar mit angewandter Kunst aus der Zeit von 1880 bis 1940. Ihr Angebot reicht von französischem und deutschem Jugendstil bis zu Entwürfen der Wiener Werkstätte. Damit, so erzählt der gelernte Goldschmied Paul Grobusch, haben sie eine Nische gefunden, die gegen die Wankelmütigkeiten des Kunstmarkts resistent ist: „Jugendstilglas hat eine Sammlergemeinde.“ Schöne Ergänzung des Programms: Arbeiten zeitgenössischer Kunsthandwerker, speziell in Silber. 

Spezialität Jugendstilglas, Kunsthandwerk von 1880 bis 1940. Plus Restaurierung von Schmuck- und Silberobjekten. Messen Düsseldorf, Hamburg, Köln.

Schopenhauerstr. 19 | 52078 Aachen T 02 41/363 51

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

grobusch-aachen@t-online.de

AACHEN

SCHÜRENBERG KUNSTHANDEL

Die bestens eingeführte Kunsthandlung für Jugendstil und Art déco wurde 1975 von Achim Schürenberg gegründet; seit 2003 hat sie ihren Sitz keine hundert Meter vom Aachener Dom entfernt. Sie wird in zweiter Generation von Nikolai Joschua Schürenberg geführt, der auch Muranoglas aus den 50er-Jahren sowie zeitgenössisches Studioglas in sein Programm aufgenommen hat.  Spezialität Angewandte Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Glas, Metalle, Lampen, Möbel). Beispiele Feuerpolierte Gallé-Vase, um 1900: 4800 Euro. Tischuhr von Maurice Elysée Dufrene für die Maison Moderne, ca. 1902: 5200 Euro. Vierersatztisch mit Intarsien aus Fruchthölzern, Manufaktur Gallé, ca. 1902: 9800 Euro. 

Annastr. 17 | 52062 Aachen | T 02 41/308 52 

Öffnungszeiten: Di – Fr 11 – 18.30 Uhr, Sa 11 – 16 Uhr

www.schuerenberg.com

AACHEN 

KUNSTHANDEL STEINBECK 

Neben dem Aachener Dom mit seinen prunkvollen Schätzen liegt das Antiquitätengeschäft von Renate Steinbeck – ein kleines, feines Schatzkästchen für Möbel und Kunsthandwerk. Die besondere Passion der Kunsthändlerin aber gilt dem alten Porzellan aus der Manufaktur von Meissen.

Spezialität Deutsche Porzellane des 18. Jh., vor allem Meissen. Beispiele Meissener Teller des 19. Jh.: ab 350 Euro. Teller oder Platten aus dem Meissener Schwanenservice (1737–1742): 60 000 Euro. Messen Düsseldorf, Hannover, Köln, München: Kunst-Messe.

Fischmarkt 10 | 52062 Aachen | T 02 41/401 87 60

Öffnungszeiten: Di – Fr 11 – 18 Uhr, Sa 11 – 16 Uhr

www.kunsthandel-steinbeck.de

AUGSBURG

UWE DOBLER INTERIORS

Über das Geschäft mit der Kunst hat sich Uwe Dobler so seine Gedanken gemacht. Das Interesse am Objekt habe eine neue Qualität gewonnen, sagt der Augsburger Kunsthändler: Es gelte weniger der Geschichte, die ein Kunstwerk verkörpert, als der Aura, die ein Möbelstück oder Gemälde umgibt. Kaum jemand kaufe heute noch Antiquitäten, um sich vom Teppich bis zum Kronleuchter stimmig damit einzurichten. Die Decken seien niedriger, sagt Dobler, die Lebensgewohnheiten schneller – und die Kunden würden jünger. Ihr Bedürfnis nach einer noblen Atmosphäre bedient der Händler mit Möbeln des 18. und 19. Jahrhunderts, mit Vasen, Leuchtern, Skulpturen und Gemälden. Und mit einer Beratung, die über das Objekt hinaus das Ganze umfasst und in zeitgemäß klarer Umgebung mit Kunst und Antiquitäten gekonnte Akzente setzt. 

Spezialität Möbel und Kunsthandwerk des 18. und frühen 19. Jh., vor allem aus Italien, Frankreich und Belgien. Plus Stilberatung, Entwicklung kompletter Wohnkonzepte. Messen Köln. 

Beim Märzenbad 6 | 86150 Augsburg | T 08 21/31 11 33 

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.fineart-antiques.com

STÄDTE MIT B

BAD BREISIG

KUNSTHANDEL DR. THOMAS SCHMITZ-AVILA

Seit 1979 ist Thomas Schmitz-Avila im Geschäft – längst zählt er zu den führenden Händlern für museale deutsche Möbel des Barock, Klassizismus und Biedermeier. Seine Schätze präsentiert er auf insgesamt 1000 Quadratmetern in einer denkmalgeschützten Jugendstilvilla am Rhein sowie im spätbarocken Schloss Miel in Swisttal (Voreifel). 

Spezialität Deutsche Möbel des 18. und frühen 19. Jh. Beispiele Kleine Berliner Pfeilerkommode, um 1810: 6600 Euro. Braunschweiger Barockkommode mit Elfenbeinintarsien: 60 000 Euro. Sekretär Werkstatt Heinrich Gambs: 70 000 Euro. Messen Düsseldorf, Köln, München: Kunst-Messe. 

Koblenzer Str. 55 | 53498 Bad Breisig | T 026 33/979 14 

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.dr-schmitz-avila.de

BAD HEILBRUNN

THEO HOLTEBRINCK ANTIKE KACHELÖFEN

Studiert hat er Archäologie. Die Suche nach Antikem machte er auch zum Beruf: Seit 25 Jahren trägt Theo Holtebrinck historische Kachelöfen zusammen. In einer alten Schule in dem oberbayrischen Kurort sind auf über 200 Quadratmetern stets 60 bis 70 Prachtwerke aufgebaut: ein Empire-Walzenofen aus Böhmen ebenso wie ein geradliniges blaues Modell des Art déco oder ein Tiroler Stubenofen von 1793. Die alten Stücke werden nach traditionellen Methoden restauriert und ausschließlich mit Lehm aufgesetzt. 

Spezialität Antike Kachelöfen vom Barock bis zur klassischen Moderne. Beispiele Öfen zwischen 4000 Euro und 10 000 Euro, außergewöhnliche Stücke darüber. Aufbau 2500 bis 6000 Euro. 

Mürnsee 13 | 83670 Bad Heilbrunn | T 080 46/17 48 

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.antike-kacheloefen.de

BAD SCHUSSENRIED

KUNSTHANDEL GEORG BRITSCH

Georg Britsch junior lernte das Schreinerhandwerk und arbeitete zunächst im väterlichen Kunsthandel (gegründet 1968) mit, bevor er 1989 das eigene Ladengeschäft im früheren Bahnhofhotel des Kurorts eröffnete. Hier zeigt er süddeutsches Biedermeier, vom klassischen Kirschbaumschrank bis zum Miniaturmöbel. Ein weiterer Schwerpunkt: Bodenseeschränke von 1780 bis 1850. 

Spezialität Süddeutsche Biedermeiermöbel in Kirsch- und Nussbaum. Plus Eigene Restaurierungswerkstatt. Beispiele Einzelstuhl Kirschbaum, um 1820: ab 650 Euro. Kirschbaumschrank, um 1820: ab 6500 Euro. Auszugstisch Nussbaum, um 1820: ab 14 500 Euro. Messen Düsseldorf, Köln, München: Kunst-Messe. 

Bahnhofstr. 135 | 88427 Bad Schussenried | T 075 83/27 95 

Öffnungszeiten: Mo – Fr 8 – 12 Uhr und 13 – 18 Uhr, Sa 8 – 14 Uhr sowie nach Vereinbarung

www.britsch.com

BAMBERG 

CHRISTIAN EDUARD FRANKE ANTIQUITÄTEN

Bamberg ist nicht nur Weltkulturerbe, sondern auch ein Antiquitäten-Mekka. In der historischen Altstadt unterhalb des Dombergs präsentieren sich ein gutes Dutzend hochkarätiger Händler quasi Tür an Tür. Der temperamentvollste von ihnen ist sicherlich der Kunsthistoriker Christian Eduard Franke, der sich als Generalist vor allem dem 18. Jahrhundert verschrieben hat und eine herausragende Auswahl an Möbeln, Gemälden und Silber zeigt. 

Spezialität Hochwertige Einrichtung des 18. Jh. mit Schwerpunkt Möbelkunde, Silber, Goldtabatieren. Plus Eigene Restaurierungswerkstatt mit vier ausgebildeten Restauratoren. Beispiele Französische Armlehnsessel, 18. Jh., Nussbaum: 5000 und 10 000 Euro. Fränkische Barockkommode, um 1750, Nussbaum mit allseitig eingelegtem Bandelwerk: 24 000 Euro. Messen Bamberg, Düsseldorf, München: Kunst-Messe, Salzburg. 

Herrenstr. 1 | 96049 Bamberg | T 09 51/522 44 

Öffnungszeiten: Mo – Fr 10 – 18 Uhr, Sa 10 – 16 Uhr

www.franke-kunsthandel.de

BAMBERG 

HÄRTL KUNSTHANDEL

Die heitere Leichtigkeit des Barock – im Geschäft des Ehepaars Härtl in der Bamberger Antiquitätenmeile ist sie zu greifen. Vor gut 40 Jahren begann Ulf Härtl mit gotischen Plastiken, seit 30 Jahren konzentrieren sich er und seine Frau Marlene vor allem auf elegante französische Möbel, Porzellane und Gemälde des 18. Jahrhunderts. 

Spezialität Französisches Mobiliar, Porzellan, Gemälde des 18. Jh., Skulpturen vom Mittelalter bis zum 18. Jh., historische Marmor- und Sandsteinplastiken. Beispiele Kleine Pfeilerkommode 18. Jh.: 10 000 Euro. Kommode sans traverse von Pierre Roussel (1723–1782), gestempelt: 90 000 Euro. Messen Düsseldorf, Hamburg, Hannover-Herrenhausen, Köln, München: Kunst-Messe. 

Karolinenstr. 9 | 96049 Bamberg | T 09 51/554 87 

Öffnungszeiten: Mo – Fr 11 – 18 Uhr und nach Vereinbarung

www.hartl-fine-arts.com

BAMBERG 

SILBER-KONTOR HEISS

Nicht alles in Bamberg ist Gotik und Barock: Julia Heiss schwärmt für die fließenden Formen des Art déco. Seit 1977 handelt die Wahlfränkin mit Silber, vor allem aus Skandinavien. Massiv muss es sein, Versilbertes kommt ihr nicht in den Laden, doch Kaufwürdiges definiert sich nicht über den Silberpreis. „Wenn ich eine Geldanlage will, gehe ich zur Bank“, sagt die Kunsthändlerin in ihrer humorvoll-direkten Art. Nein, was zählt, ist die Form: „Es muss mich innerlich vom Stuhl reißen.“ 

Spezialität Silber, vor allem skandinavischer Manufakturen aus der Zeit des Art déco (Georg Jensen, Dragstedt, P. Hertz, Hansen, Michelsen). Beispiele Von 50 Euro (Löffel) bis zu 9000 Euro (große Schale). 

Dominikanerstr. 11 | 96049 Bamberg | T 09 51/557 47 und 092 29/72 40 

Öffnungszeiten: Mo – Sa 14 – 18 Uhr und nach Vereinbarung

BAMBERG

SCHMIDT-FELDERHOFF KUNSTHANDEL

Markus Schmidt und Claudia Schmidt-Felderhoff zogen 2005 von Ingolstadt nach Bamberg und zählen zu den jungen unter den Antiquitätenhändlern. Dass sie ein entsprechend junges Publikum ansprechen, liegt an Auswahl und Atmosphäre. Immer wieder demonstriert das Händlerpaar, wie stylish ein klassizistisches Kleinmöbel oder eine bemalte italienische Anrichte sein kann. Ausstrahlung, Originalität und Patina sind den beiden wichtig; die Preise bleiben moderat. Eine weitere Besonderheit: die offene Restaurierungswerkstatt. Der Chef restauriert zusammen mit einem Mitarbeiter persönlich und in musealer Qualität. Er hat das Handwerk von der Pike auf gelernt. Besucher schauen zu. 

Spezialität Ausgewähltes Mobiliar des Klassizismus und Barock, Altmeistergemälde, kunsthandwerkliche Objekte. Beispiele Beistelltischchen, Frankreich, um 1800: 2000 Euro. Zierliche Barockkommode, Dresden, 18. Jh.: 14 000 Euro. Zwei handgemalte chinesische Tapeten, museal: 90 000 Euro. Messen Düsseldorf, München: Kunst-Messe. 

Geyerswörthplatz 2 | 96049 Bamberg | T 09 51/297 89 61 

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.kunsthandel-bamberg.de

BAMBERG

SENGER BAMBERG KUNSTHANDEL

Walter Senger ist leidenschaftlicher Jäger und Sammler – und einer der wenigen echten Bamberger unter den Kunsthändlern seiner Stadt. Längst sind die Töchter und ein Schwiegersohn mit von der Partie, und längst genießt das 1970 gegründete Familienunternehmen internationales Renommee. Die Präsentation gotischer Skulpturen in einem historischen Gewölbekeller ist eine Sensation, daneben präsentiert Senger in seinen drei Ladengeschäften Möbel und Kunsthandwerk verschiedener Epochen, und auch bei den Gemälden ist das Spektrum breit: Es reicht von der „Maria mit Kind und Johannesknaben“ von Lucas Cranach d. Ä. bis zur Klassischen Moderne eines Alfons Walde. 

Spezialität Gotische Skulpturen, Möbel des 18.–20. Jh., Gemälde Alter Meister bis zur Klassischen Moderne, Kunsthandwerk des 16.–20. Jh. Plus Eigene Restaurierungswerkstätten. Messen Bamberg, Maastricht, München: Kunst-Messe, Salzburg, Wien. 

Karolinenstr. 8 und 14 | 96049 Bamberg | T 0951/540 30 

Öffnungszeiten: Mo –Fr 10 –18 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr und nach Vereinbarung

www.senger-bamberg.com

BERLIN

ALTERNA KONTOR FÜR ANTIKE ÖFEN

Auch ein Ofen kann ein Kunstwerk sein, Zeugnis einer Epoche und ihrer Wohnkultur ist er allemal. Maike und Udo Arndt liefern die Beweise. Nachdem das Kunsthändlerpaar viele Jahre lang in der Nähe des Kurfürstendamms, später am Gendarmenmarkt eine Galerie betrieben hat, stellen die Arndts ihre (durchweg betriebstüchtigen) antiken Öfen nun auf 150 Quadratmetern in ihrem Haus in Berlin-Frohnau aus. Entstanden sind die Stücke in der Regel vor 1850, also vor Beginn der Industrialisierung; sie sind Monumente großbürgerlicher oder adeliger Behaglichkeit – kein Wunder, dass selbst Museen und Schlösserverwaltungen zu den Kunden des Händlers und Restaurators gehören. 

Spezialität Antike Aufsatz-, Eisen- und Kachelöfen, meist aus der Zeit vor 1850. Plus Eigene Restaurierungswerkstatt, die auch Kundenöfen restauriert. Beispiele Gusseiserner Etagenofen, Berlin oder Harz, um 1830: 9000 Euro. Kachelofen, Österreich, um 1815: 13 000 Euro. Norddeutscher Aufsatzofen, um 1780/90: 33 000 Euro. 

Am Rosenanger 81 | 13465 Berlin | T 030/401 40 80 

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.ofenkontor.de

BERLIN 

ULF BREEDE ANTIQUE JEWELLERY

Als Nachfahre einer seit 1859 in Kiel ansässigen Juweliersfamilie ging Ulf Breede zunächst nach München, seit 1994 hat er sich in Berlin-Charlottenburg niedergelassen – dem alten Schmuck ist er seit 30 Jahren treu geblieben; Breede gilt als einer der renommierten Experten im Kunsthandel. Das Repertoire seiner Kostbarkeiten reicht von Stücken des späten 18. bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, auf der sein besonderes Augenmerk liegt. Dabei hat sich Breede auf hochwertige internationale Juweliere spezialisiert, besonders Cartier, Van Cleef & Arpels, Boucheron und Tiffany. 

Spezialität Alter Schmuck, vor allem aus der Zeit von Art déco bis 1950er-Jahre. Beispiele Smaragddiamant-Anhänger um 1920: 3200 Euro. Lapiskorallen-Ring 1928: 5900 Euro. Goldenes Armband, französisch 1935 (Beginn Retro): 11 750 Euro. Messen Maastricht 

Fasanenstr. 69 | 10719 Berlin | T 030/88 68 31 23 

Öffnungszeiten: Di – Fr 10 – 13 und 14 – 18 Uhr, Sa 10 – 15 Uhr und nach Vereinbarung

www.alter-schmuck.de

BERLIN

GALERIE ULRICH FIEDLER

„In unserer Galerie können Sie musealen Stücken besonders nahe kommen“, sagt Ulrich Fiedler. Das kann ein Stuhl von Marcel Breuer sein, ein Sessel von Gerrit Rietveld, ein Tisch von Carlo Mollino – in jedem Fall ist es ein wegweisender Design-Entwurf des 20. Jahrhunderts. Gegründet hat Fiedler die Galerie zusammen mit seiner Frau Katharina Evers 1986 in Köln, und von Anfang an zeigten die beiden ihre Objekte dezidiert als Kunstwerke. Nie würden sie ein altes Stück restaurieren: „Gerade bei Designobjekten ist ein unberührter Originalzustand wichtig. Wenn nötig, sollte man den vorgefundenen Zustand konservieren.“ Ihre strikte Auslese hat die Galerie zur Institution für Museumskuratoren und Sammler gemacht – seit 2008 mit Sitz in Berlin, wo sie zwischen Gendarmenmarkt und Checkpoint Charlie einen kantigen Bau aus Stahl und Glas bezogen hat und sich einen Meter über Straßenniveau präsentiert. Wie auf einer verglasten Bühne. 

Spezialität Design des 20. Jh., wichtige Belegstücke für die Entwicklung der modernen Formgestaltung, internationale Avantgarden, Bauhaus, De Stijl. Plus Wechselnde Design-Ausstellungen in der Galerie. Beispiele Marcel Breuer, Stahlrohrstuhl mit Eisengarnbezug, 1928: 5000 Euro. Mies van der Rohe, Stahlrohrtisch mit Holzplatte, 1927: 20 000 Euro. Carlo Mollino, Stuhl aus dem Verlagshaus „Editrice Lattes“, 1953: 120 000 Euro. Messen Maastricht, Basel: Design Miami. 

Charlottenstr. 68–71 | 10117 Berlin | T 030/33 09 40 10 

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.ulrichfiedler.com

BERLIN

ULRICH GRONERT KUNSTHANDEL

Begonnen hat er 1968 mit dem Jugendstil, dem er sich dann 25 Jahre lang intensiv widmete. Heute ist Ulrich Gronert ein Generalist mit besonderer Vorliebe für alles, was mit Preußen, Brandenburg und Berlin zusammenhängt: Das sind vor allem Porzellane der KPM Berlin von 1763 bis zur Klassischen Moderne, aber auch Berliner Silber, Gemälde und Skulpturen der Berliner Sezession. Mit einem echt Berliner Augenzwinkern gesteht Gronert, immer noch ein treuer Untertan seines Königs Friedrich des Großen zu sein, aber ganz ernst ist er bei seinem Motto: „Oberstes Prinzip ist Qualität – und die ist unabhängig vom Preis.“ 

Spezialität Porzellan (KPM und andere Manufakturen), Berliner Silber 18. und 19. Jh., Glas 1700–1960, Möbel aus der 1. Hälfte des 20 Jh., Gemälde und Skulpturen der Berliner Secession. Beispiele „Myra“-Glasschale, Hersteller: WMF, 1920er/30er-Jahre: 200 Euro. Georg Kolbe, „Tänzerin“, Bronze, 1922: 200 000 Euro. 

Giesebrechtstr.10 | 10629 Berlin | T 030/882 36 86 

Öffnungszeiten: Mo – Fr 11 – 14 und 15 – 18.30 Uhr, Sa 11 – 14 Uhr und nach Vereinbarung

www.gronert.com

BERLIN

HANS-PETER JOCHUM: HISTORICAL OBJECTS OF THE 20. CENTURY

Erst war er Betriebswirt, dann Kostüm- und Bühnenbildner beim Theater – aber das Interesse für Design, sagt Hans-Peter Jochum, sei ihm „angeboren“. Seit 1981 präsentiert er Möbel der 1940er- bis 70er-Jahre aus Italien, Skandinavien oder Deutschland. Wichtig dabei ist die Authentizität: „Bauhaus-Objekte waren bunt. Der Schwarz-Chrom-Look ist eine Interpretation der 1980er-Jahre, als die Reeditionen aufkamen.“ 2009 wurde die Galerie um einen zweiten Raum in der Knesebeckstraße 54 erweitert, hier werden wechselnde Ausstellungen gezeigt. Aktuell: „Olivetti Connection“. 

Spezialität Möbel und Objekte 1940–1970. Teppiche und Kelims. Beispiele Hochbett von Angelo Mangiarotti, 1966, Hersteller Casaluci: 12 000 Euro. Wandschrank von Alvar Aalto für das Paimio Sanatorium in Paimio, 1928–33: 16 000 Euro. Paar Armlehnsessel „Distex“, Entwurf Gio Ponti 1953, Hersteller Cassina: 26 000 Euro. Messen Köln. 

Bleibtreustr. 41| 10623 Berlin | T 030/882 16 12 

Öffnungszeiten: Mo – Fr 14 – 18.30 Uhr, Sa 11 – 16 Uhr und nach Vereinbarung

www.hpjochum.de

BERLIN 

ANTIKE RAHMEN & ANTIQUITÄTEN OLAF LEMKE

Vielleicht zehn herausragende Händler historischer Bilderrahmen gibt es auf der Welt – Olaf Lemke gehört dazu. In den 1950er-Jahren lernte er das Vergolder-Handwerk, dann drei Jahre in London das perfekte Kopieren alter Rahmen, 1970 machte er sich selbstständig. In seinem Ladengeschäft und der Galerie, einer 145-Quadratmeter-Altbauwohnung eine Etage höher, sind rund 2000 antike Rahmen aus Spanien, Italien, den Niederlanden und Deutschland zu sehen; lauter Originale. Da hat Lemke seine Prinzipien: Er fertigt keine Kopien, und nie schneidet er einen antiken Rahmen zurecht. Es muss schon passen. 

Spezialität Bilderrahmen vom 15. Jahrhundert bis 1840. 

Eisenacher Str. 7 | 10777 Berlin | T 030/211 20 87 

Öffnungszeiten: Mo – Fr 10 – 18 Uhr, Sa 10 – 13 Uhr

www.antike-rahmen.de

BERLIN
GALERIE NEIRIZ NON EUROPEAN ART

Einfach nur „feine Teppiche“ – das wäre ihnen zu langweilig. Als Hamid Sadighi Neiriz und Karin Hawkes 1980 ihre Galerie mit antiken Nomadenteppichen aus Persien eröffneten, lautete ihr Credo: Kunst statt Kunsthandwerk. Authentizität statt Gefälligkeit. Den Anspruch an Qualität, kulturgeschichtliche Bedeutung und Seltenheit haben die beiden Kunstgeschichtler, Ethnologen und Maler beibehalten, auch als sie ihr Sammelgebiet nach und nach erweiterten, so zum Beispiel um chinesische Grabungsfunde oder afrikanische Stammeskunst. In der Galerie nicht weit vom Kurfüstendamm kombinieren sie antike Stücke unterschiedlicher Kulturen – die Wirkung ist oft verblüffend modern.

Spezialität Orientteppiche und Kelims, Tribal Art (Afrika, Ozeanien), islamische und buddhistische Kunst sowie archäologische Funde aus China, Persien und Alt-Amerika, chinesische Möbel. Plus Vier Themenausstellungen im Jahr. Beispiel Nomadische Wolldecken, sogenannte Jajims: ab 600 Euro.

Knesebeckstr. 54 | 10719 Berlin | T 030/88 91 09 20

Öffnungszeiten: Mo–Fr 14–19 Uhr, Sa 11–16 Uhr

www.neiriz.de

BERLIN

ANTIQUITÄTEN HANNELORE PLÖTZ-PETERS

Einen Katzensprung von der Tauentzienstraße und dem KaDeWe entfernt liegt Hannelore Plötz-Peters’ kleine Antiquitätenhandlung. 18 Jahre lang hatte sich die leidenschaftliche Museumsbesucherin, Porzellan- und Miniaturensammlerin als Buchhändlerin und Antiquarin ein solides Fachwissen erarbeitet, bevor sie 1985 ihren Laden eröffnete. Dort finden Bewunderer von altem KPM-Porzellan und von Porträtminiaturen hochwertige Stücke, und wer noch nie von „Berliner Eisen“ gehört hat, der findet interessante Beispiele des preußischen Eisenkunstgusses aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Schmuckstücke, Plaketten, Gebrauchsgegenstände.

Spezialität Porzellan aus dem 18. und frühen 19. Jh. (speziell KPM Berlin), Berliner Eisen, Porträtminiaturen vom 17. bis Mitte des 19. Jh., Gemälde. Beispiele Ein Paar flacher Porzellanteller und Porzellankorb, Modell „Kurländer Muster“, KPM um 1795: je Teller 450 Euro, Korb 980 Euro. „Luisentasse“, gefertigt anlässlich des Todes der Königin Luise, KPM 1810: 2900 Euro. Nachtuhr aus Eisenkunstguss, geschwärzt und gebrannt, Berlin/Gleiwitz um 1830: 2480 Euro. Vincent Bertrand: Miniatur eines Herrn, eingepasst in eine blonde Horndose, französisch um 1810: 3480 Euro.

Keithstr. 8 | 10787 Berlin | T 030/211 44 76

Öffnungszeiten: Mo–Fr 14–18 Uhr, Sa 10–14 Uhr und nach Vereinbarung

www.antiquitaeten-ploetz-peters.de

BERLIN

SEIDEL UND SOHN

Eine der ältesten Berliner Firmen der Branche: 1905 gegründet, wird sie heute in dritter und vierter Generation geführt und präsentiert ein klassisches, weit gefächertes Angebot an Möbeln, Gemälden und Kunsthandwerk; ein Schwerpunkt liegt auf Silber, zudem Militaria aus Preußen. Seit 2007 besteht die Dependance im Holländischen Viertel von Potsdam (Friedrich-Ebert-Straße 27/28).

Spezialität Silber, Porzellan, Fayencen, Möbel, Gemälde, Zinn, Kunstgewerbe bis ca. 1850. Militaria bis ca. 1918. Beispiele Degen: 3850 Euro. Eckschrank, zweiteilig, außen grün, innen rot gefasst, vergoldete Schnitzereien, Berlin/Potsdam, Mitte 18. Jh.: 85 000 Euro. Messen Berlin

Keithstr. 19 | 10787 Berlin | T 030/882 16 21

Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–18 Uhr, Sa 11–16 Uhr

www.seidel-und-sohn.de

BERLIN

ADELBERT STAHLMACH – KUNSTHANDEL

Als Adelbert Stahlmach und seine Frau Renate 1968 mit ihrer Kunsthandlung begannen, entschieden sie sich für Möbel des Klassizismus, weil ihnen der geradlinige Stil selber zusagte und sie ihn als passend zur Gegenwart empfanden. Das war weitsichtig: In den über 40 Jahren ihrer Tätigkeit hat der Geschmack des Publikums das Urteil der Kenner bestätigt. Das Geschäft im traditionellen Berliner Kunsthandelsviertel zwischen Wittenberg- und Nollendorfplatz führt qualitätsvolle Einzelstücke, dazu Spiegel, Kronleuchter und andere Kunstgegenstände aus der Zeit von 1790–1840. Und weil vielen Kollegen die Möbel des Klassizismus zu schwierig und zu aufwendig waren, konnte das Ehepaar Stahlmach seine Position umso fester ausbauen.

Spezialität Berliner, norddeutsche und russische Möbel des Klassizismus, Kunstobjekte der Epoche. Plus Eigene Restaurierungswerkstatt. Beispiele Eckschrank aus Birnbaumholz, 4 Türen, Potsdam, um 1790: 42 500 Euro. Schreib- und Toilettentisch, Mahagoni, zahlreiche Schübe und Kästchen, Potsdam 1795/98: 55 000 Euro. Kronleuchter sechsflammig, mit vergoldetem Korpus, Petersburg 1795: 26 000 Euro.

Eisenacher Str. 119 | 10777 Berlin | T 030/215 20 91

Öffnungszeiten: Di–Fr 11–18 Uhr und nach Vereinbarung

www.kunsthandel-stahlmach.de

BERLIN

THOMAS WILD TEPPICH- & TEXTILKUNST

Wer mit antiken Teppichen handelt, muss nicht selber alt sein. Thomas Wild ist Mitte vierzig, weit gereist, hat unter anderem Fotografie studiert – und schafft es in seiner Galerie in Berlin-Mitte immer wieder, neue Perspektiven auf die traditionelle Teppichkunst zu öffnen und mit außergewöhnlichen Stücken auch eine junge, kreative Klientel zu begeistern. Seine einfarbig blauen TibeTibetteppiche etwa waren eine Sensation beim jüngeren Publikum; Sammler alten Schlages hätten vielleicht die Nasen gerümpft: Zu einem richtigen Sammlerteppich gehört doch ein üppiges, prachtvolles Muster. Oder etwa nicht? 

Spezialität Antike Teppiche und Textilien aus Tibet und Marokko, klassische Orient- und Nomadenteppiche. Plus Restaurierungswerkstatt, in jedem Herbst eine Themenausstellung. Beispiele Schachbrettteppich, Tibet: 4700 Euro. Stammesteppich Beni Ouarain, Marokko: 3800 Euro. Kurdischer Sauj Bulag Kelley: 18 000 Euro. Messen London: K.A.R.M.A. – Kensington Antique Rug Mercantile Association, San Francisco: Tribal and Textile Arts Show und Arts of Pacific Asia Show. 

Gipsstr. 12 | 10119 Berlin | T 030/28 38 57 60 

Öffnungszeiten: Di–Fr 12–18 Uhr, Sa 12–17 Uhr

www.thomaswild.com

BREMEN

GALERIE NEUSE KUNSTHANDEL

Wenn Achim Neuse und Volker Wurster ihre Kunstobjekte präsentieren, sei es in ihrem Geschäft schräg gegenüber der Bremer Kunsthalle oder auf einer der großen Messen, dann glänzt und funkelt es wie in einer königlichen Schatzkammer. Mit erlesenen Arbeiten von Gold- und Silberschmieden, Kunstkammerobjekten, Skulpturen und Gemälden erwarben sich die Bremer Kunsthändler internationales Renommee bei Museen und Sammlern. Nur wenn ein allzu neugieriger Mensch allzu beiläufig nach einem Preis fragt, dann werden sie diskret, wie es allein ein hanseatischer Kaufmann sein kann: „Auch eine hohe Summe kann ein günstiger Preis sein.“ 

Spezialität Goldschmiedekunst 16.–19. Jh., Kunstkammerobjekte 16. und 17 Jh., Skulpturen vom Mittelalter bis zum Klassizismus, Gemälde, Möbelkunst 16.–19. Jh., Tapisserien 15.–18. Jh. Messen Maastricht, München: Highlights, Paris: Biennale des Antiquaires. 

Contrescarpe 14 | 28203 Bremen | T 04 21/32 56 42 

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.galerieneuse.com

BURRWEILER

ANTIK OFEN GALERIE MARKUS STRITZINGER

Auch für Ruth und Markus Stritzinger stand am Anfang eine persönliche Leidenschaft. 1985 dann machten sie ihre Begeisterung für antike Gussöfen aus ganz Europa zum Beruf. In einer ehemaligen Postkutschenstation des idyllisch gelegenen Burrweiler an der Deutschen Weinstraße ist nun eine eindrucksvolle Auswahl an Öfen vom Barock bis zum Bauhaus zu bestaunen. In der eigenen Werkstatt werden sie fachmännisch gereinigt, restauriert und nach den Vorschriften der Feuerungsverordnung voll funktionsfähig gemacht. 

Spezialität Historische Gussöfen. Plus Restaurierung im Kundenauftrag, Lieferung, Aufbau und Anschluss. 

Hauptstr. 1 | 76835 Burrweiler | T 063 45/91 90 33 

Öffnungszeiten: Do und Fr 14–18 Uhr, Sa 10–15 Uhr und nach Vereinbarung

www.antik-ofen-galerie.de

STÄDTE MIT D

DRESDEN

AUGUSTUS REX DRESDEN KUNSTHANDEL

„Man muss den Leuten die Augen öffnen“, meint Frank Knothe, „medizinisch wie künstlerisch.“ Der 48-Jährige ist Augenchirurg, erst nach Feierabend widmet er sich erstrangigen Gemälden, höfischem Silber, Skulpturen aus dem 15. bis 18. Jahrhundert. Seit 2007 betreibt er einen Kunsthandel von seiner Villa im Stadtteil Weißer Hirsch aus. Anstoß gaben die eigene Sammlung – und sein Mentor Albrecht Neuhaus in Würzburg. „Man braucht jemanden, der einen an die Hand nimmt und für alte Kunst begeistert“, sagt Knothe. Wozu er einem raten würde, der selbst mit dem Sammeln beginnt? „Golddosen aus dem 18. Jahrhundert. Das ist ein schönes kleines Gebiet, in dem es viel zu entdecken, aber noch nicht viele Sammler gibt.“ 

Spezialität Kunst des 15.–18. Jh.: Gemälde, Zeichnungen, Hofsilber, Plastiken. Beispiele Elfenbeinstatuette der Diana, 2. Hälfte 17. Jh.: 150 000 Euro. Nautilus-Pokal, Meister Johannes Storch, Schemnitz, ca. 1680: 900 000 Euro. 

Tolkewitzer Str. 34 | O1277 Dresden | T 03 51/31 23 35 23 

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.augustus-rex-kunsthandel.de

DÜSSELDORF

GIERHARDS ANTIQUES – FINE ART

Ralph Gierhards liebt es ausgefallen, und dafür lässt er einen crèmefarben gefassten Louis-seize-Sessel ruhig mal mit orangefarbenem Straußenleder beziehen; auch grauen Nerz oder Kroko hat er schon verwendet. 2004 übernahm der Sohn nach Studienaufenthalten in London und New York die renommierte Kunsthandlung von seinem Vater, blieb bei der Möbelkunst des 18. Jahrhunderts mit Schwerpunkt Frankreich sowie den Altmeister-Gemälden und erweiterte das Programm um Skulpturen des 18. und 19. Jahrhunderts. 

Spezialität Möbel und Kunstobjekte des 18. Jh., Gemälde, Marmor-, Terrakotta- und Bronze-Skulpturen des 18./19. Jh. Beispiele Gelindo Monzini, Büste einer Flora, Carrara-Marmor, Mailand 1875: 70 000 Euro. Secrétaire à abattant, Mahagoni, Esche, Ahorn, Ebenholz, Wien um 1800: 135 000 Euro. Messen Köln, Maastricht, München: Highlights. 

Benratherstr. 8 | 40213 Düsseldorf | T 02 11/32 04 64 

Öffnungszeiten: Mo – Fr 10 – 18 Uhr und nach Vereinbarung

www.gierhards.com

DÜSSELDORF

ANDRÉ KIRBACH KUNSTHANDEL

Kunst und Kultur Japans sind es, die den Designer André Kirbach faszinieren. Einen Schwerpunkt im Programm bildet die Keramik, vor allem Teekeramik des 16./17. Jahrhunderts, außerdem rote Negoro-Lackarbeiten, wie sie seit dem 13. Jahrhundert in Zen-Klöstern entstanden sind. Verblüffender Kontrast: Kirbach stellt in seinen Ausstellungen den fernöstlichen Objekten afrikanische Stammeskunst sowie abstrakte Malerei der Nachkriegszeit gegenüber.  

Spezialität Antike und zeitgenössische japanische Keramik und Kalligraphie, Malerei, Objekte und Skulpturen, afrikanische Stammeskunst, deutsche Malerei der Nachkriegszeit. Plus Vier thematische Ausstellungen pro Jahr. Spezialwerkstatt für die Reparatur japanischer Goldlackarbeiten. Messen Köln. 

Klosterstr. 60 | 40211 Düsseldorf | T 02 11/39 22 09 

Öffnungszeiten: Mi – Fr 14 – 19 Uhr, Sa 11 – 17 Uhr und nach Vereinbarung

www.galerie-kirbach.de

DÜSSELDORF

SETAREH & SÖHNE

Antike Teppiche und Gemälde aus dem 19. und 20. Jahrhundert: Die Teppichkenner Samand Setareh und sein Bruder Elham – beide praktizieren als Ärzte – lieben es, Brücken zwischen Genres und Epochen zu schlagen. Spezialisiert haben sie sich auf französische Aubusson-Teppiche, seltene Stücke aus China und Persien, und immer betonen sie, dass ein Teppich bei allem kunsthistorischen Wert auch benutzbar sein soll – wie es hrem ursprünglichen Zweck entspricht. 

Spezialität Antike und dekorative Teppiche aus Europa, China und dem Orient, Gemälde der Düsseldorfer Malerschule und der Klassischen Moderne. Plus Handreinigung und Restaurierung von Teppichen und Tapisserien. Beispiele Antiker China-Teppich, um 1890, dunkelblau, 245 x 300 cm: 38 000 Euro. Antiker Aubusson-Teppich aus der Manufacture Royale d’Aubusson, 445 x 390 cm: 165 000 Euro. Gemälde Oswald Achenbach, Bucht von Neapel mit dem Vesuv: 178 000 Euro. Messen Düsseldorf, Köln, München: Kunst-Messe. 

Königsallee 27–31 | 40212 Düsseldorf | T 02 11/168 48 28 

Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–19 Uhr, Sa 11–18 Uhr

www.setareh.net

DÜSSELDORF

GALERIE SIMONIS

Mitten in der Altstadt, im Gebäude einer ehemaligen Rahmenmanufaktur aus der Gründerzeit, beginnt Afrika. Schon als Studenten in den 1960er-Jahren war das niederländische Galeristenpaar (er Grafikdesigner, sie Architektin) von afrikanischer Kunst fasziniert. Heute achten die Spezialisten der „Tribal Art“ sehr genau darauf, dass ihre Objekte in den religiösen und kulturellen Ritualen der Stämme auch wirklich ihre Rolle gespielt haben – und dass sie aus einer Zeit stammen, als diese Traditionen im Herkunftsland noch lebendig waren.  

Spezialität Afrikanische Kunst. Messen Köln.

Poststr. 3 | 40213 Düsseldorf | T 02 11/32 48 73 

Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–18 Uhr und nach Vereinbarung

www.galerie-simonis.com

STÄDTE MIT F

FRANKFURT AM MAIN

UNIQUE20TH-CENTURY

Die Gewerbehalle steht im Industrieviertel am Main. Die Design-Profis der Auktionshäuser und Requisiteure vom Fernsehen haben die Adresse längst entdeckt, für Privatleute ist sie noch ein Geheimtipp. Karim Bouzelha bietet Möbel und Objekte des 20. Jahrhunderts an, darunter viele deutsche Entwürfe. Unlängst hatte sich ein Paar aus den USA angemeldet: Sie wollten eine original Frankfurter Küche. Kein Problem …

Spezialität Originalmöbel, Leuchten, Objekte des 20. Jh. Beispiele Ferdinand Kramer, Tisch aus dem Typenmöbelprogramm, Ausführung um 1955 für die Goethe Universität in Frankfurt: 2000 Euro. Margarete Schütte-Lihotzky, Frankfurter Küche aus der Siedlung Römerstadt, Frankfurt, 1927/28: 15 000 Euro.

Franziusstr. 46 | 60314 Frankfurt | T 069/38 98 54 86

Öffnungszeiten: Sa 14–18 Uhr und nach Vereinbarung

www.unique20th-century.com

FRANKFURT AM MAIN

HUBERT PRIEGER ORIENTALISCHE TEPPICHE

25 Jahre lang hatte Hubert Prieger als ständiger Teppicheinkäufer für den deutschen Fachhandel seinen Sitz in Teheran, 1982 machte er sich in Frankfurt selbstständig. In einer loftartigen Etagengalerie im Westhafen-Quartier zeigt er sammlungswürdige Orientteppiche, wobei er Wert legt auf den hervorragenden Zustand der Stücke – man achte auf die Kanten! Daneben findet man auch gut erhaltene nomadische Knüpf- und Webarbeiten wie etwa Kissen, Bänder, Salztaschen, Pferdedecken oder Sättel. 

Spezialität Antike nomadische Teppiche aus Zentralasien, dem Kaukasus und Persien, geknüpfte und gewebte nomadische Gebrauchsgegenstände. Plus Fachmännische Handwäsche und Restaurierungen. Beispiele Heriz, NW-Persien, um 1910, 144 x 193 cm: 7300 Euro. Kassak, Kaukasus, ca. 1900, 101 x 289 cm: 9600 Euro.

Gutleutstr. 294 | 60327 Frankfurt | T 069/23 51 61

Öffnungszeiten: Mo – Fr 10 – 17 Uhr

prieger.oriental-rugs@t-online.de

FRANKFURT AM MAIN

NIEDERLINTNER FINE ANTIQUES

Der Start Ende der 1970er-Jahre war kometenhaft, englische Möbel erlebten einen Boom. Als der Trend verebbte, blieben Annemarie und Fritz Niederlintner ihrer Linie treu: Bis heute bilden englische Mahagonimöbel aus der Zeit von 1740 bis 1840 den Schwerpunkt ihres Angebots in der Frankfurter Kunstmeile. Das Ehepaar hat es über die Jahrzehnte nicht nur geschafft, mit hochwertigen Stücken und sehr persönlichem Service einen festen Kundenstamm aufzubauen. Annemarie Niederlintner meint sogar: „Für uns zeichnet sich deutlich ein Trend ab, dass auch junge Leute wieder nach hochkarätigen Antiquitäten suchen. Selbst junge Bankmanager, die bisher lieber in Finanzprodukte und Gegenwartskunst investiert haben, kaufen unsere antiken Möbel.“

Spezialität Englische Mahagonimöbel 1740–1840, Standuhren, Kronleuchter, antike Gartenornamente. Plus Umfassende Einrichtungsberatung, gezielte Objektsuche. Beispiele Sekretäre (zum Teil mit Aufsatz): 4000–16 000 Euro. Writing Tables, um 1820: 8000–16 000 Euro. Stuhlsätze (6–12 Stück): 4800–19 000 Euro. Messen Wiesbaden: Art & Antique.

Fahrgasse 25 + 23 | 60311 Frankfurt | T 069/28 82 39

Öffnungszeiten: Sa 11–14 Uhr und nach Vereinbarung

www.fine-antiques.de

FRANKFURT AM MAIN

OBERACKER-FRÜHES PORZELLAN

Der erste Blick lässt moderne Kunst vermuten, doch es geht um altes Porzellan: Mit dem Umzug von Wiesbaden nach Frankfurt im Herbst 2010 gab der Kunsthistoriker Frank Oberacker seinem Programm einen modernen Rahmen. Der Mittvierziger, der das Geschäft 1997 vom Vater übernahm, konzentrierte dessen Schwerpunkt – Porzellan des 18. Jahrhunderts – auf seltene Objekte vor allem der Manufaktur Meissen. Wenige Schritte von der Schirn Kunsthalle entfernt, gibt der ganz in Grau gehaltene Galerieraum den Stücken eine starke Präsenz: Jetzt spüren auch die Jungen, wie cool altes Porzellan sein kann.

Spezialität Porzellane von den Anfängen der Porzellanherstellung in Meißen bis zum Beginn der Industrialisierung. Beispiele Platte mit gezacktem Rand, Brokatmuster und Dekor im japanischen Kakiemonstil, Meissen um 1740: 9500 Euro. Figurenpaar Mohr und Mohrin als Allegorien der Erdteile Afrika und Amerika, Meissen 1741/42, Modelle von Johann Joachim Kaendler und Johann Friedrich Eberlein: 22 000 Euro. Messen Köln, München: Kunst-Messe.

Weckmarkt 11 | 60311 Frankfurt | T 069/29 72 36 65

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

fo@oberacker.co

FRANKFURT AM MAIN 

STUDIO ART DECO

Im Galerienviertel am Kaiserdom zeigt Monika Hermann-Simsch Möbel und Kunst der 1920er- und 30er-Jahre. Zunächst hatten die strengen Linien des Klassizismus die Kunsthändlerin in ihren Bann geschlagen, doch seit 1985 hat sie sich dem Formenrepertoire das Art déco zugewandt – und damit einem Markt, der viel Kenntnis voraussetzt: Die guten Objekte seien selten geworden, klagt die Spezialistin und warnt vor Fälschungen auf dem Markt. Neben Möbeln gehören auch Gemälde und Skulpturen zum Programm der Galerie.

Spezialität Möbel des Art déco, Gemälde und Skulpturen des 20. Jh. Plus Jährliche Themenausstellungen. Beispiele Gilles Leleu, Paar Sessel, um 1935: 6000 Euro.

Weckmarkt 7 | 60311 Frankfurt | T 069/29 28 18

Öffnungszeiten: Di–Fr 13–18 Uhr, Sa 11–16 Uhr und nach Vereinbarung

mhermann-simsch@t-online.de

FULDA

KUNSTHAUS NÜDLING

Charlotte Nüdling ist eine Zelebrität in ihrer Heimatstadt Fulda, und das hat mindestens zwei Gründe: Erstens kenntman die blonde Kunsthändlerin, weil ihr Geschäft mitten im Herzen der Barockstadt liegt, und zweitens, weil sie ein Fernsehstar ist. Das wiederum liegt an ihrem Faible für altes Porzellan: In der Sendereihe „Kitsch oder Kunst“ trat sie als Expertin vor die Kamera und begutachtete, was Zuschauer ins Studio gebracht hatten. Viele ihrer Kunden bedauern, dass die Sendung im Hessischen Fernsehen nicht mehr läuft – und kommen gern in das mit Antiquitäten und Kunst schön ausstaffierte Geschäft, in das übrigens vor drei Jahren Charlotte Nüdlings Tochter Elisabeth eingestiegen ist, eine promovierte Kunsthistorikerin.

Spezialität Möbel, Gemälde, Schmuck, Silber, Porzellan des 18.–20. Jh. Plus Jährliche Ausstellung im Dezember. Beispiele Gemälde von Adolph Thomas, „Brunnen bei Tivoli“, 1874: 8650 Euro. Kleiner Barockschrank, süddeutsch um 1740, Nussbaumfurnier auf Nadelholz: 18 900 Euro. Messen Düsseldorf, Köln, München: Kunst-Messe, Wien, Zürich.

Heinrichstr. 37 | 36037 Fulda | T 06 61/223 03

Öffnungszeiten: Di–Fr 10–18 Uhr, Sa 10–14 Uhr und nach Vereinbarung

www.kunsthaus-nuedling.de

STÄDTE MIT G

GÖTTINGEN

S. BOHM ANTIQUITÄTEN

Eines der schönsten Fachwerkhäuser der Renaissance in der Fußgängerzone der historischen Altstadt beherbergt seit über 60 Jahren die Kunsthandlung S. Bohm. Die Inhaberin Marlene Bohm zeigt hier ausgesuchte Möbel des Barock und Biedermeier. Ihre Tochter Stephanie Bohm ergänzt den alteingeführten Geschäftsbereich um Tafelsilber und alten Schmuck von der Biedermeierzeit über Jugendstil und Art déco bis in die 1930er- und 50er-Jahre.

Spezialität Barock- und Biedermeiermöbel. Tafelsilber, Schmuck des 19./20. Jh. Beispiele Biedermeiersekretär ab 3500 Euro. Paar silberner Leuchter ab 500 Euro. Silberkanne ab 900 Euro.

Barfüßerstr. 12 | 37073 Göttingen | T 05 51/488 69 88; 05 51/578 86

Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–13 und 15–18 Uhr, Sa 10–14 Uhr

www.sbohm.de

GÖTTINGEN

ROSWITHA EBERWEIN

Bei Sammlern und in Museen gilt sie als führende Spezialistin auf dem Gebiet der Ägyptologie. Seit 30 Jahren betreibt Roswitha Eberwein ihre Galerie und stellt auf Messen aus. Im Zentrum stehen archäologische Kunstwerke von der Frühzeit um 3500 vor Christus bis zur koptisch/islamischen Zeit Ägyptens um das Jahr 900 unserer Zeitrechnung. Fundstücke aus angenzenden Kulturkreisen (Griechenland, Mesopotamien, Rom) ergänzen die Auswahl. An ihre Echtheit muss der Interessent keinen Gedanken verschwenden – die Expertin garantiert sie für jedes Stück.

Spezialität Antike Kunst, Schwerpunkt Ägypten (Reliefs, Plastiken, Gefäße). Messen BAAF in Basel und Brüssel, Düsseldorf, München: Kunst-Messe.

Bismarckstr. 4 | 37085 Göttingen | T 05 51/470 83

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.antike-kunst-goettingen.de

GROSSBURGWEDEL

KUNSTHANDEL GERRIT BOETTCHER

Silber in Sammlerqualität vom 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert ist das Spezialgebiet von Gerrit Boettcher. 2005 verlegte er seine Kunsthandlung aus Hannover in ein altes Bauernhaus im nahe gelegenen Großburgwedel. Das Angebot lohnt den Abstecher: Da gibt es bauchige Zuckerdosen auf zierlichen Füßen, muschelförmige Gewürzgefäße oder dekorative Teedosen – allesamt zu benutzen, um den Alltag aufzuhellen. Oder aber, um eine Sammlung darauf aufzubauen.

Spezialität Silber des 17.–19. Jh. Beispiele Paar Barockleuchter, Salzwedel, um 1760: 8900 Euro. Kaffeekanne, Norden, um 1770: 19 500 Euro. Deckelterrine, Augsburg, um 1800: 28 000 Euro. Messen Köln, Düsseldorf, München: Kunst-Messe, Hamburg.

Mühlenstr. 8 | 30938 Großburgwedel | T 051 39/69 88 84

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.boettcher-kunsthandel.de

GRÜNWALD

HELGA MATZKE KUNSTHANDEL

Immer schon war Helga Matzke eine tatkräftige Frau. Lernte Sprachen, arbeitete als Simultandolmetscherin, las sich ein in die Details der europäischen Wirtschaftspolitik. Zur Kunst kam sie aus eben diesem Betätigungsdrang – die Leidenschaft folgte. Zunächst waren es englische Möbel, aber weil die Transportwege zwischen Bremen, damals Wohnsitz der Familie, und Würzburg zu weit waren, wo sie sich zur kenntnisreichen Kunsthändlerin entwickelte, sattelte sie auf altes Silber um. Heute gilt die Wahl-Münchnerin weltweit als Spezialistin. Kein Meister in den Hochburgen der Silberschmiedekunst des 16. und 17. Jahrhunderts, den sie nicht auf Anhieb erkennen würde. Kostbare Deckelpokale aus Augsburg, Humpen aus Nürnberg, Prunkschalen aus Hamburg, höfisches Silber aus Dresden – oder auch nur ein Salzfässchen, in das sich über Jahrhunderte hinweg die Spuren seiner Nutzer eingeschabt haben. „Silber atmet“, sagt die Händlerin dann, nimmt das Gefäß zur Hand und streicht zart über die glänzende Fläche.

Spezialität Silberschmiedekunst aus dem 16. bis 19. Jh., darunter Kunstkammerobjekte aus Renaissance und Barock. Messen Maastricht, München: Highlights.

Wörnbrunnerstr. 11 | 82031 Grünwald | T 089/641 70 67

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.helga-matzke.de

STÄDTE MIT H

HAAG/OBERBAYERN

DR. TILMAN ROATZSCH KUNSTHANDEL

Vor genau zehn Jahren gründete Tilman Roatzsch seinen Kunsthandel für europäisches Mobiliar des Barock und Empire bis zum Art déco, ein besonderer Akzent liegt auf den eleganten Formen des Biedermeier. Daneben hat sich der Kunsthistoriker auf Gemälde des 19. und 20. Jahrhunderts und auf feuervergoldete französische Bronzen spezialisiert. Seine Kostbarkeiten zeigt er bisher nur auf Messen, aber großzügige Ausstellungsräume sind in Planung.

Spezialität Mobiliar des Barock, Klassizismus und Biedermeier. Gemälde des 19.–20. Jh., feuervergoldete französische Bronzen des Louis-seize und Empire. Plus Eigene Restaurierungswerkstatt. Messen Brüssel: BRAFA, Düsseldorf, Köln.

Tannenstr. 7 | 83527 Haag / Oberbayern | T 080 72/958 09 01

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.antikmobiliar.com

HAMBURG

GALERIE AZADI

Siawosch Ulrich Azadi ist der Wissenschaftler unter den alteingesessenen Teppichhändlern im Norden. Seit 1966 betreibt der studierte Volkswirt in Hamburg seine Galerie für antike Teppiche. 38 Jahre lang war er als Sachverständiger in der Hansestadt und bundesweit tätig, als international gefragter Experte hat er 12 Monographien und über 250 Publikationen zu Geschichte und Ikonografie der Orientteppiche veröffentlicht. Azadi selbst sammelt leidenschaftlich; seine Kollektion antiker Kostbarkeiten ist ein Garant für Ware in musealer Qualität.  

Spezialität Antike Orientteppiche und Textilien von kunst-, kulturhistorischem und völkerkundlichem Wert. Plus Wäsche und Restaurierung außer Haus. Themenausstellungen.

Deichstr. 24 | 20459 Hamburg | T 040/36 36 20

Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–13 und 15–18 Uhr

suazadi@t-online.de

HAMBURG

WALTRAUD BASEDAU

Wer einen Stock trägt, der zeigt, dass er ein Herr ist. Die Hamburger Händlerin Waltraud Basedau liefert die Belege: Im 18. Jahrhundert demonstrierten nobel verzierte Exemplare mit Goldknauf und Edelsteinbesatz die Macht der Könige von Frankreich oder Preußen, später waren es Dandies und Gentlemen, denen ein kunstvoll verzierter Flanierstock Würde verlieh. Ein Hauch von Noblesse und Extravaganz geht auch heute von den Stöcken aus Walbein mit Goldknauf auf ihren Besitzer über – selbst wenn der seine überaus dekorative Kollektion nur in seinem Wohnzimmer bewahrt. 

Spezialität Spazierstöcke vom 17.–20. Jh., Buchstützen aus Art déco und Jugendstil. Beispiele Höfische Spazierstöcke aus Frankreich mit Goldknauf, dekoriert mit Edelsteinen, Korallen, Gemmen sowie seltene Stöcke aus Walbein: 3000 bis 5000 Euro. Stöcke des Jugendstil mit Silbergriff: 650 bis 750 Euro, Buchstützen aus Bronze: ab 2000 Euro. Messen Köln, München: Kunst-Messe, Zürich.

Harvestehuder Weg 59 | 20149 Hamburg | T 040/410 78 81

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.basedau.com

HAMBURG

KUNSTHANDEL WINFRIED BOBSIEN

Silber ist eine Spezialität des Hamburger Kunsthändlers; vor allem Leuchter des 12. bis 18. Jahrhunderts fesseln sein Interesse. Daneben sind aber auch Möbel, Gemälde und Glas zu finden: Seit 1968 ist Winfried Bobsien ein klassischer Allrounder. Sein erstes Geschäft nahe dem Gänsemarkt in der Innenstadt ist klein, aber ein Schatzkästchen; ein zweites Ladenlokal neben dem Pressehaus am Speersort bietet Platz, die Schätze auch stilvoll zu arrangieren – doch für lärmige Show-Effekte ist der traditionsbewusste Händler nicht zu haben: Im Vordergrund steht immer das Objekt. 

Spezialität Silber, vor allem Leuchter des 12.–18. Jh. aus Norddeutschland, Möbel des 18. und frühen 19. Jh. aus Schleswig-Holstein, Altona und Schweden, Glas, Gemälde, altes Zinn. Beispiele Silberleuchter Augsburg, 18. Jh.: 20 000 Euro; Gotischer Leuchter: 6000 Euro; Meißenspiegel um 1820: 40 000 Euro. Messen Hamburg, Köln, Münster.

ABC-Str. 50 | 20354 Hamburg | T 040/34 44 06

Öffnungszeiten: Mo–Fr 11–18 Uhr, Sa 11–14.30 Uhr

kunsthandelbobsienhamburg@t-online.de

HAMBURG

MARTIN DICKEL – ALTE BILDERRAHMEN

In der Bilderrahmenwerkstatt der Eltern kam Martin Dickel schon als Kind in Kontakt mit Bildern und Malern und dem, was sie brauchen, um ihre Kunst richtig wirken zu lassen. Bald begann er selbst, alte Rahmen zu sammeln, später dann, 1987, gründete er seine eigene Werkstatt – durch den zwischenzeitlich erlernten Beruf als Chemiker bestens präpariert für die Restaurierung historischer Oberflächen. Seine Sammlung umfasst mehr als 4000 Rahmen des 17. bis 20. Jahrhunderts, darunter findet sich auch ein beträchtlicher Bestand an Berliner Leisten. 

Spezialität Historische Rahmen seit der Renaissance, Spiegel des 18. und 19. Jh. Beispiele Vergoldete Profilrahmen, Deutschland und Frankreich um 1840: 740 bis 1900 Euro. Empire-Rahmen, Frankreich, um 1820/30: 960 bis 2900 Euro. Schwarzer Wellenleistenrahmen, Niederlande, 18. Jh.: 5800 Euro. Messen Antiquariatsmesse Quodlibet in der Hamburger Börse.

Warnstedtstr. 8 | 22525 Hamburg | T 040/49 58 85

Öffnungszeiten: Do und Fr 14 – 18 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr und nach Vereinbarung

www.dickel-bilderrahmen.de

HAMBURG

KULTOBJEKTE HANSJÖRG FALLY

Er habe seine Leidenschaft zum Beruf gemacht, stellt Hansjörg Fally fest, und damit ist auch schon sein Programm umrissen: Er wähle aus, sagt der Kunsthändler, „was mir gefällt“. Möbel bilden den Schwerpunkt, daneben präsentiert er in seinem 300 Quadratmeter großen Showroom in Hamburg-Eilbek Leuchten und Accessoires, und alles verkörpert das klare und sachliche Design seit den 1950er-Jahren – skandinavisch, italienisch, oder auch die zeitlose Eleganz des amerikanischen Möbelherstellers Knoll. Seine Kunden sind Schauspieler, Künstler und Galeristen, und immer wieder fragen Leute vom Film oder Fotografen, ob sie das Lebensgefühl seiner Objekte nicht für ihre Produktionen ausleihen könnten. Kein Problem, meint Fally. Wer aufpasst, kann also das eine oder andere Stück aus seiner Kollektion im Kino oder in der Werbung entdecken. 

Spezialität Design-Originale, vor allem der 1950er-Jahre: Möbel, Glas, Keramik, Leuchten. Messen Utrecht: Undesignable.

Schellingstr. 17 | 22089 Hamburg | T 01 79/522 94 89

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.kultobjekte.net

HAMBURG

BERNHARD TER HAZEBORG

„Es kommt alles einmal wieder“, meint Bernhard ter Hazeborg, und er muss es wissen: Vom feinen Stadtteil Pöseldorf aus verfolgt er seit 40 Jahren, wie Moden aufkommen und vergehen, Lebensstile sich wandeln und Generationen nachwachsen, für die „altdeutsch“ nicht mehr unbedingt das Ideal einer Umgebung ist, in der dem Geist Flügel wachsen. In einer ehemaligen Remise, licht und überdacht mit einer Glaskuppel, hat der Kunsthändler ein paar frischere Ideen zum Thema Einrichtung skizziert, zeigt skandinavische Möbel des 19. Jahrhunderts in elegantem Grau, Englisches in warm leuchtendem Mahagoni, einige Gemälde, französische Bergèren des Barock, aber auch zwei Wassily-Sessel aus dem Bauhaus. An der Wand steht ein mächtiger, dunkel polierter Barockschrank, ein wunderschönes Stück. „So etwas hat es heute schwer“, sagt der Händler und zuckt mit den Achseln. „Aber es kommt alles wieder – mittlerweile gibt es Kunden, die sogar wieder nach geblümten Stoffen fragen.“ 

Spezialität Möbel des 19. Jh. aus England und Skandinavien, Möbel und Keramik aus China, Gemälde des 18. und 19. Jh., französische Kaminumrandungen.

Milchstr. 11 | 20148 Hamburg | T 040/410 10 16

Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–18.30 Uhr, Sa 10–14 Uhr

bth@antiques-hamburg.com

HAMBURG

KRATZ KUNSTHANDEL

Die Elbchaussee ist Hamburgs feinste Adresse; sie liegt im Bezirk Altona – und Altonaer Möbel des Rokoko und Klassizismus waren auch das Thema, zu dem Annette-Isabell Kratz ihre Doktorarbeit verfasste. Seit die 1946 von ihrem Vater gegründete Kunsthandlung unlängst aus Blankenese in eine Jugendstilvilla an der Elbchaussee zog, kann die Kunsthistorikerin ihrer Leidenschaft folgen, Stile und Epochen mischen und ihre Schätze zu zeitlos-eleganten Interieurs arrangieren – Spiegel und Skulpturen aus gustavianischer Zeit, norddeutsches Barock oder auch mal einen Sessel des Jugendstilkünstlers Louis Majorelle. 

Spezialität Möbel und Kunsthandwerk des 18. und 19. Jh., vor allem Silber, Bildtapeten, Glas, Bronzen und Uhren. Beispiele Paar gustavianische Leuchter-Spiegel, Stockholm, 1780: 12 500 Euro; Paar barocke Silberleuchter, Hamburg, 18. Jh.: 7800 Euro.

Elbchaussee 150 | 22605 Hamburg | T 040/86 14 45

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

HAMBURG

FRANK C. MÖLLER FINE ARTS

Der Mann ist ein Detektiv. Seinem scharfen Auge und seiner Kombinationsgabe entgeht nichts – nicht der Roentgen-Sekretär, der unter vielen Farbschichten in einem Auktionshaus schlummerte, und nicht die vermeintlich französische Kommode aus der Zeit Louis XVI., die sich, nachdem der Hamburger Kunsthändler Fährte aufgenommen und seine kunsthistorische Spurensuche vollendet hatte, als Auftragsarbeit der Herzogin Anna Amalia in Weimar entpuppte. Damit war das Stück reif für das Deutsche Historische Museum in Berlin, und der Detektiv Möller hatte wieder einmal eine jener Geschichten zu erzählen, in denen Vergangenheit plötzlich Farbe bekommt und lebendig wird. Sein Geschäft, 1985 gegründet, ist voll solcher Geschichten – vor allem um kostbare Einzelstücke des 18. Jahrhunderts aus den Werkstätten von Roentgen und Holzhauer oder um Möbel nach Entwürfen von Francois de Cuvilliés und Karl Friedrich Schinkel. 

Spezialität Europäische Möbel und Kunstobjekte des 18.–19. Jh. Messen Maastricht, München: Highlights.

Hofweg 7 | 22085 Hamburg | T 040/45 03 50 47

Öffnungszeiten: Di–Fr 10–18 Uhr

www.frankcmoeller.de

HAMBURG

JOHANNA SCHULTZ WOHNEN 1700–1980

„Ich zeige Dinge, die es woanders nicht gibt“, sagt Johanna Schultz. Vor knapp zwei Jahren hat sie in Eppendorf ihren Laden eröffnet, in dem sie Möbel und Objekte von 1700 bis 1980 so virtuos kombiniert, dass Besucher regelmäßig ins Schwärmen kommen. Da steht das alte Turnpferd neben dem Louis-seize-Sessel, der Empire-Spiegel neben dem Reklame-Leuchtbuchstaben. Alles original, in einer stilistischen Bandbreite von Shabby bis Chateau-Chic. Eine klassische Antiquitätenhändlerin ist die 29-Jährige mit Sicherheit nicht. Aber sie kennt sich aus, ist mit Antiquitäten groß geworden, kennt auch die Branche: Ihre Mutter Swaantje Schultz war Kunsthändlerin im Stadtteil Wellingsbüttel. „Sie nahm mich gern mit, vermittelte mir ein Gespür für die Dinge.“ Genauso vielfältig und bunt wie die Schätze in ihrem Geschäft sind auch ihre Kunden: „Vom jungen Kreativen bis zum alten Sammler – hier kommt jeder rein.“ 

Spezialität Möbel und Objekte der Zeit von 1700 bis 1980. Beispiele Eames Side Chair: 400 Euro. Barockschrank norddeutsch, Eiche, neu gefasst: 4000 Euro.

Lehmweg 34 | 20251 Hamburg | T 040/42 93 62 26

Öffnungszeiten: Mo–Fr 11–19 Uhr, Sa 11–16 Uhr

www.johanna-schultz.de

HAMBURG

MOHAMMAD TEHRANI

Angefangen hat Mohammad Tehrani 1974 als weltweit aktiver Großhändler für antike Teppiche. Seit 1998 betreibt er seine Galerie gegenüber der ehemaligen Speicherstadt. Dort präsentiert er antike Bauern- und Nomadenteppiche sowie Kelims, außerdem dekorative Teppiche aus Ländern wie Persien, Anatolien oder China. Besonders wichtig ist ihm, auch jüngere Käufer anzusprechen, etwa durch Stücke wie antike Gabbehs oder monochrome Kelims, deren reduziertes und elegantes Design sich viel besser in ein modern eingerichtetes Apartment einfügt als so manch wuchtiges Stück aus der guten Stube der Großeltern.  

Spezialität Antike Kelims, Bauern- und Nomadenteppiche, museale Sammlerstücke, klassische Einrichtungsteppiche. Plus Reinigung und Restauration antiker Teppiche, Ausstellungen. Messen San Francisco (Arts), Köln.

Neue Gröningerstr. 10 | 20457 Hamburg | T 040/32 42 86

Öffnungszeiten: Mo–Fr 11–18 Uhr, Sa 11–14 Uhr

www.m-tehrani.com

STÄDTE MIT K

KIEL

GALERIE VON NEGELEIN

Nach Skandinavien ist es nur noch ein Katzensprung, und so vereint das 1957 gegründete Traditionshaus in Kiel beides: die noble Eleganz norddeutscher Bürgertradition und die herrschaftliche Pracht schwedischer und dänischer Adelshäuser. Möbel und alles, was zur Wohnkultur gehört, sind auf drei Etagen stilvoll arrangiert. Das Haus wirkt wie ein lebendiges Museum; ein eigener Raum ist den Fayencen aus dem Ostseeraum reserviert. Vom Mittelalter bis zum Jugendstil sind alle Epochen vertreten; bei den Gemälden liegt der Schwerpunkt auf dem 19. und frühen 20. Jahrhundert – und manchmal präsentieren auch zeitgenössische Künstler ihre Werke neben den Antiquitäten des Hauses Negelein. 

Spezialität Möbel, vor allem norddeutsch, aus Spätgotik, Renaissance und Barock, Zinn und Bronzen aus dem Spätmittelalter bis ins 18. Jh., Porzellan und Fayencen vom Mittelalter bis zum Jugendstil, Malerei des 19.–20. Jh.

Feldstr. 70 | 24105 Kiel | T 04 31/80 21 40

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.galerievonnegelein.de

KÖLN

GALERIE CLAUDE

Jules Leleu, Edgar Brandt, Eugène Printz – die großen Namen des Art déco haben in der Galerie Claude eine engagierte und kundige Vertretung gefunden. Als gelernter Tischler und Restaurator gründete Walter Friedrich 1956 die Firma, seit 1999 führt sein Sohn Klaus Friedrich die Geschäfte, und immer noch spielt die handwerklich perfekte Pflege der kostbaren Holzarbeiten einschließlich ihrer Beschläge und Lackierung eine wichtige Rolle. Zu ihrer Hochform aber läuft die Galerie auf, wenn sie Möbel, Keramik und Metallarbeiten der 1920er- und 30er- Jahre wissenschaftlich aufgearbeitet in eigenen Ausstellungen präsentiert und in ihrem Schauraum die Wohnwelten einer Epoche voller Glanz und Noblesse aufleben lässt. 

Spezialität Möbel, Wohnaccessoires und Designobjekte des Art déco.

Deutzer Freiheit 103 | 50679 Köln | T 02 21/81 34 94

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.galerie-claude.de

KÖLN

HUBERTUS ERFURT

Ein Anflug von revolutionärem Widerspruchsgeist wird dabei gewesen sein, als Hubertus Erfurt 2006 sein Geschäft in Köln eröffnete. Inmitten der Galerien für Design und junge Kunst rund um die Albertus- und St. Apern-Straße richtete sich der gelernte Jurist mit höfischer Ebenistenkunst des 18. Jahrhunderts ein: mit prunkvollen Sitzmöbeln, Kommoden und Sekretären aus Frankreich, am liebsten aus dem vorrevolutionären Ancien Régime, dazu mit Gemälden, Bronzen und Accessoires – alles in Museumsqualität und mit entsprechender Provenienz. Sein sicheres Auge für die Kunst hatte der heute 41-jährige Händler in London bei Sotheby’s geschärft, sein Gefühl für ihren Wert als Spezialist bei den Chubb-Versicherungen. Resistenz gegen alles Modische ist ihm Bedürfnis, gekonnte Konversation sein Markenzeichen. Und ein Augenzwinkern ist auch dabei – als stille Leidenschaft nennt er: Mercedes Benz 600, Baureihe W 100, Baujahre 1964–1981. Als die Dinge eben noch ihren Wert hatten ... 

Spezialität Französische, deutsche und österreichische Möbel des 18. bis 19. Jh., Kunsthandwerk und Gemälde. Beispiele Ein Paar Transitions-Kommoden, Wien, um 1785: 120 000 Euro; Secrétaire à abattant, Aschaffenburg, um 1800: 25 000 Euro; Bureau Plat, Paris, um 1790: 30 000 Euro.

Albertusstr. 26 | 50667 Köln | T 02 21/27 73 68 90, 01 72/260 24 97

Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–18 Uhr

www.hubertuserfurt.de

KÖLN

ELMAR ROBERT MEDIEVAL ART COLOGNE

Das Mittelalter war dunkel, starr und eng? Da kann Elmar Robert eine andere Geschichte erzählen! Seit zwölf Jahren stellt der Mediävist Heiligenfiguren aus Holz, Stein, Terrakotta oder Bronze aus, zeigt Leuchter, Glas, Steinzeug und Möbel des 12. bis 16. Jahrhunderts auf Fachmessen und in seiner Galerie im Stadtteil Deutz; seine Augen leuchten, wenn er von der Frömmigkeit der Bildschnitzer und Kunsthandwerker erzählt, von der Inbrunst und Demut, mit der sie dem Glauben ihrer Zeit Ausdruck gaben – und von der Kraft, die aus ihren Werken bis auf die Gegenwart abstrahlt. 

Spezialität Kunsthandwerk des Mittelalters: Skulpturen, Glas, Tafelgemälde, Elfenbein, Steinzeug und Möbel. Messen Düsseldorf, Köln.

Tempelstr. 23 | 50679 Köln | T 02 21/887 43 72

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.ars-medievalis.com

KÖLN

GALERIE SMEND-RUDOLF G. SMEND

Am Anfang stand eine Reise – auf den Pfaden der Blumenkinder nach Indonesien. Rudolf Smend war fasziniert von der Kunst der Batikmalerei, der er dort begegnete, einfache Tücher für alle Tage, prachtvolle Festgewänder, an denen die Künstler bis zu neun Monate gearbeitet hatten. Das war 1972. Seither widmet sich der Kölner mit seiner Frau Karin der asiatischen Textilkunst, organisiert Ausstellungen, hat ein eigenes Museum für seine Sammlung eingerichtet und verkauft besonders feine, alte Stücke. Nur dabei nicht an das bonbonbunte T-Shirt aus der Hippie-Ära denken: Am 2. Oktober 2009 erklärte die Unesco die Kunst der handgemachten Batik aus Indonesien zum „lebendigen Weltkulturerbe“. 

Spezialität Textilkunst, Batik aus Indonesien; Stoffe, Farben für Textilkünstler. Plus Ausstellungen, Seminare. Messen Maastricht: Art From Another World (parallel zur TEFAF), San Francisco: Textile and Tribal Art.

Mainzer Str. 31 | 50678 Köln | T 02 21/31 20 47

Öffnungszeiten: Di–Fr 10–13 Uhr und 15–18 Uhr, Sa 10–13 Uhr

www.smend.de

KRONBERG

W. FLACHSMANN

Nur 4,3 Zentimeter hoch ist der Mann, doch seine angespannt verwinkelten Gliedmaßen, seine wilde Grimasse und das flinke Nagetier auf seiner Schulter erzählen eine ganze Geschichte: Der Rattenfänger hat Pech gehabt. Das Tier ist ihm entfleucht, der Betrachter muss lachen. Solche Netsukes des 19. Jahrhunderts, Kleinstskulpturen aus Holz oder Elfenbein, sind neben den „Snuff-Bottles“, kostbaren Riechfläschchen aus Porzellan, die Spezialität von Hildegard Flachsmann. Doch die Kunst des Fernen Ostens kann auch ganz andere Dimensionen annehmen: Die mit Gold belegten und in den kargen Formeln traditioneller Tuschmalerei mit Bäumen..oder Blüten verzierten Wandschirme können einen ganzen Saal beherrschen. 

Spezialität Asiatika, vor allem Netsukes, Snuff-Bottles und Wandschirme. Beispiele Studie eines Rattenfängers (Netsuke, 19. Jahrhundert): 2880 Euro, Snuff-Bottle, Porzellan, Ende des 19. Jh.: 2200 Euro, Paar sechsteiliger Wandschirme, Höhe 1,75 m, Goldgrund, mit Tusche bemalt, Osaka 1818–29, pro Stück 11 500 Euro. Messen Köln, München: Kunst-Messe.

Kellergrundweg 22 | 61476 Kronberg | T 06173/793 33, 0172-545 92 64

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.asia-flachsmann.com

STÄDTE MIT M

MANNHEIM

FRANZ BAUSBACK

Hochzeitsteppich oder Gebetsteppich, aus Dagestan, dem Kaukasus oder der Mongolei – seit 1925 handelt Bausback mit antiken Orientteppichen. Erfahrung und Expertise sind also die Pfunde, mit denen Peter und Christian Bausback, Kunsthändler in zweiter und dritter Generation, heute wuchern können. Ihre Kunden profitieren davon: Zu jedem Stück gibt es eine kunsthistorisch und ethnologisch fundierte Dokumentation – Gashgai, Turkmene oder Gabbeh. 

Spezialität Antike Orientteppiche. Plus Restaurierung und Reinigung. Messen München: Kunst-Messe, Maastricht.

N 3, 9, Kunststr. | 68161 Mannheim | T 06 21/12 92 80

Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–12.30 und 13–18.30 Uhr, Sa 10–15 Uhr und nach Vereinbarung

www.bausback.de

MANNHEIM

ALTE RAHMEN KUNSTHANDEL MITTENTZWEY

Es gibt einen Glaubenskrieg unter den Händlern alter Bilderrahmen: Darf man, oder darf man nicht? Der Kunsthändler Michael Mittentzwey sagt: Man darf – nämlich einen Originalrahmen einem neuen Bild anpassen. Kenntnisreich und nach allen Regeln des Handwerks, versteht sich, denn: „Der Rahmen hat dem Bild zu dienen, nicht umgekehrt!“ Bei einem Lagerbestand von mehr als 2000 Rahmen von der Renaissance bis zur Gegenwart allerdings ist die Frage eher hypothetisch: Fast immer findet sich ein Rahmen, der so, wie er ist, auf das Bild gewartet zu haben scheint, der ihm zusätzliche Würde und seiner Umgebung einen optischen Akzent verleiht. 

Spezialität Originalrahmen des 16. bis 20. Jahrhunderts.

R 7 24 | 68161 Mannheim | T 06 21/15 56 77

Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–12.30 und 14–18 Uhr, Sa 10–13 Uhr

mmittentzwey@aol.com

MÜNCHEN

ANNA-MARIA WAGER & E. HELGA AHREND

Porträtminiaturen und antiker Schmuck spielen die Hauptrollen in dem kleinen Ladengeschäft, das die in Tirol geborenen Schwestern in der Münchner City betreiben. In dem stimmungsvollen Schatzkästchen finden sich jedoch auch Malerei des 19. Jahrhunderts, Spiegel von Barock bis Biedermeier und Möbel, süddeutsch oder französisch, Barock, Empire oder Jugendstil. 

Spezialität Alter und antiker Schmuck, Porträtminiaturen des 16. bis 19. Jh., Kleinmöbel vom 18. Jh. bis zum Jugendstil, Spiegel, Vitrinenobjekte, Vasen. Messen Düsseldorf, München: Highlights.

Prannerstr. 4 | 80333 München | T 089/29 60 21

Öffnungszeiten: Mo–Fr 11–18.30 Uhr, Sa 11–15 Uhr

www.antiquitaeten-ahrend.com

MÜNCHEN

METZ DE BENITO KUNSTHANDEL

Der Name ist zur Hälfte spanisch, und obwohl Hildegard Metz de Benito vor allem als Spezialistin für fränkische, bayrische und Tiroler Schnitzkunst des 15. bis 18. Jahrhunderts gilt – ein Hang zur üppigen Pracht des Südens prägt unverkennbar ihr Programm. Seit dem Tod ihres Mannes, eines Spaniers, betreibt die Kunsthändlerin das 1972 gegründete Geschäft gemeinsam mit ihrer Tochter; im Angebot sind Möbel aus Frankreich, der Lombardei und dem Baskenland, Gemälde des deutschen Barock und Biedermeier, aber auch aus Altkastilien und Katalonien, sowie spanisch-maurische Lüsterfayencen. Eine Besonderheit sind Säulen und Figuren aus Marmor und Sandstein, zum Teil aus römischer Zeit, und wer sucht, der findet auch ein Paar spanische Reitstiefel des 18. Jahrhunderts – aus Bronze. 

Spezialität Skulpturen, Gemälde und Kunsthandwerk von der Gotik bis zum Klassizismus, Möbel des 16. bis 18. Jh., dazu Objekte aus Marmor und Sandstein, z. T. aus römischer Zeit. Beispiele Gotische Skulpturen: ca. 30 000–40 000 Euro, Lüsterfayencen 5000–9000 Euro. Messen Düsseldorf, Köln.

Prannerstr. 4 | 80333 München | T 089/28 27 93

Öffnungszeiten: Di–Fr 11–12.30 und 13–18 Uhr, Sa 11–14 Uhr

www.metzdebenito.com

MÜNCHEN

DAXER & MARSCHALL

Zwei Jahre nach ihrer Gründung im Jahr 1986 bekam die Kunsthandlung Daxer & Marschall eine Einladung aus Maastricht: Als eine der ersten Galerien aus Deutschland ergatterte sie einen Stand auf der TEFAF. Für den jungen Kunsthistoriker Marcus Marschall war es eine frühe, doch hochverdiente Auszeichnung: Sein sorgfältig edierter Katalog – der erste einer langen Reihe – hatte das Auswahl-Komitee auf Anhieb überzeugt. Heute warten Museen und Sammler aus aller Welt auf die Publikationen des wissenschaftlich arbeitenden Händlers, der mit Möbeln und Kunsthandwerk begann, dann aber seinen Schwerpunkt auf Gemälde, Ölskizzen und Skulpturen des 18. und 19. Jahrhunderts verlegte. Pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum 2011 tauschte die Firma Daxer & Marschall (der Sammler Johannes Daxer war bis 1993 stiller Teilhaber) ihr Ladenlokal an der Brienner Straße im Stadtzentrum gegen helle neue Räume im zweiten Obergeschoss der Barer Straße. Es ist ein Ort, der für die Werke eines Anselm Feuerbach, Carl Gustav Carus oder Jakob Philipp Hackert wie geschaffen ist: Gleich gegenüber liegt die Neue Pinakothek. 

Spezialität Gemälde, Ölskizzen und Skulpturen sowie Kunsthandwerk vom frühen 18. bis ins späte 19. Jh. Plus Gemeinsam mit der Architektin Verena Marschall Beratung und Betreuung anspruchsvoller Einrichtungs- und Umbauprojekte. Kataloge. Beispiele Alexandre Calame, „Marine“, Öl auf Papier auf Holz: 50 000 Euro. Franz von Lenbach, „Landschaft mit schlafenden Jungen“, Öl auf Pappe, um 1860: 70 000 Euro. Arnold Böcklin, Quell in einer Felsschlucht, Öl auf Leinwand, 1881: 850 000 Euro. Ein Paar Taburetts, Schweden, um 1820, Mahagoni furniert, 62 x 71 x 35,5 cm: 16 800 Euro. Etagère, Wien, Mahagoni auf Fichte und Nussbaum furniert, 110,2 x 418,5 x 44,6 cm, um 1810/15: 58 000 Euro. Messen Maastricht, München: Highlights.

Barer Str. 44 | 80799 München | T 089/28 06 40

Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–18 Uhr, Sa 10–13 Uhr und nach Vereinbarung

www.daxermarschall.com

MÜNCHEN

ART DE VIVRE CHRISTINA HAUBS

Alte Kunst kann sehr cool sein. Seit Ende 2010 liefert Christina Haubs mit ihrer Kunsthandlung im Szeneviertel Lehel die Beweise. Allein der Raum: eine 1890 bemalte Decke, der alte Holzfußboden, Eisensäulen, die raumhohe Front des Schaufensters – das perfekte Ambiente für den fünf Meter langen Biedermeiertisch, den ein ausgestopfter Hai krönt, oder für ein Gmundner Keramik-Lamm auf einer italienischen Barockkommode. Christina Haubs hat ein Händchen für kühne Kombination – aber wo Patina auf ein würdevolles Alter schließen lässt, da zeigt sie Respekt. Weil es eben cool ist, eine Geschichte zu haben. 

Spezialität Möbel von der Renaissance bis zum frühen Biedermeier, dekorative Kunst und Objekte. Beispiele Freundschaftsbilder aus dem Biedermeier: 160 Euro. Kommode, wohl Schloss Nymphenburg, München um 1755: 10 500 Euro. Paar Porträts, 18. Jh., aus adeligem Besitz: 60 000 Euro. Messen München: Kunst-Messe.

Tattenbachstr. 14 | 80538 München | T 089/76 70 22 89

Öffnungszeiten: Di–Fr 11–18 Uhr, Sa 11–14 Uhr und nach Vereinbarung

www.christina-haubs.de

MÜNCHEN

KUNSTKAMMER GEORG LAUE

Das Licht hinter dem Schaufenster ist gedämpft. Nur allmählich gibt das Halbdunkel die Geheimnisse preis, die den Besucher umfangen in diesem Panoptikum des Bizarren, Kuriosen & Schönen: Von der Decke hängt ein ausgestopftes Krokodil herab, darunter recken Bäume aus roter Koralle ihre filigranen Äste, prunkvoll verzierte Nautiluspokale, anatomische Modelle und Schnitzwerk aus Rhinozeroshorn künden von einer Zeit, in der die Menschen voller Staunen in Besitz nahmen, was sie umgab. Georg Laues Geschäft ist eine Wunderkammer, wie sie jeden Fürsten der Renaissance entzückt hätte. Spezialgebiet des Kunsthistorikers sind Artefakte aus Bernstein. Die ersten hat er als Kind in der Sammlung seines Urgroßvaters bestaunt. 

Spezialität Kunstkammerobjekte der Renaissance und des Barock. Beispiele Höfische Bernsteindose, goldmontiert, Höhe 7 cm, Kassel, um 1720: 40 000 Euro. Messen Maastricht, München: Highlights.

Schellingstr. 56 | 80799 München | T 089/27 81 85 55

Öffnungszeiten: Mi–Fr 11–19 Uhr, Sa 11–15 Uhr

www.kunstkammer.com

MÜNCHEN

LERCH TEPPICH EXKLUSIV

Ein 200 Jahre alter Susani-Teppich aus Usbekistan, leuchtend farbig bestickt als Prunkstück eines Brautschatzes. Ein Tierbaum-Engsi, der im 19. Jahrhundert den Eingang eines Nomadenzeltes auspolsterte: Das Familienunternehmen Lerch ist ein kleiner Anbieter großer Teppich- und Textilkunst. Verblüffend: Die antiken Unikate passen wie angegossen in eine moderne Einrichtung. 

Spezialität Antike Teppiche und Textilien. Plus Reparaturen, Spezialhandwäsche. Messen München: Highlights.

Ottostr. 13 | 80333 München | T 089/59 37 67

Öffnungszeiten: Mo–Fr 9.30–12 und 14–17 Uhr, Sa nach Vereinbarung

www.lerch-teppich.de

MÜNCHEN

GALERIE MAURER

Wolfgang Maurer ist ein alter Hase im Designgeschäft und ein Experte für alles, was aus Italien kommt. Der Schwerpunkt seiner Galeriearbeit liegt auf den legendären Designschulen „Alchimia“ und „Memphis“ und deren Vertretern – etwa Ettore Sottsass und Alessandro Mendini, Andrea Branzi oder Carlo Mollino. Zu dessen Ausstellung im Münchner Haus der Kunst (11. Sept. bis 8. Jan.) steuerte Maurer rund 30 Originale als Leihgaben bei. Auch in seinem Geschäft beschränkt er sich grundsätzlich auf Unikate und limitierte Objekte: Späte Nachbauten etwa des fröhlich bunten Memphis-Designs überlässt der Händler gern den Billig-Anbietern. 

Spezialität Design von 1940 bis heute, vor allem aus Italien. Fotografie. Beispiele Gaetano Pesce, Silikonvase, 2002: 2000 Euro. Ettore Sottsass, Keramik-Totem „Menta“, 1960: 50 000 Euro.

Kurfürstenstr. 17 | 80799 München | T 089/271 13 45

Öffnungszeiten: Di–Fr 14–18.30 Uhr

www.galeriemaurer.de

MÜNCHEN

KUNSTHANDEL S. MEHRINGER

Klassische Gitarre ist ein sehr einsames Geschäft. Sascha Mehringer merkte es recht zeitig und sattelte um, studierte Kunst geschichte und übernahm 1998 den väterlichen Kunsthandel. Seither vermittelt er Skulpturen von der Gotik bis zum Klassizismus, vornehmlich an Museen, aber auch an Privatsammler. Wenn es gilt, eine Messe zu bestreiten – dann tut er sich mit dem Kollegen Georg Laue zusammen, kreuzt dessen Kunstkammerobjekte mit seinen Skulpturen und freut sich, dass sich in der Kunst spannende Gemeinsamkeit schaffen lässt. 

Spezialität Skulpturen von der Gotik bis zum Klassizismus. Messen Maastricht, München: Highlights.

Georgenstr. 24 | 80799 München | T 089/98 74 31, 01 71/492 42 63

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

sascha.mehringer@web.de

MÜNCHEN

ERIC MELETTA – KUNST & ANTIQUITÄTEN

Im Arco-Palais an der Brienner Straße beweisen Eric und Jutta Meletta seit 35 Jahren, dass Kunst und Lebensfreude einander nicht ausschließen. Sogar Humor ist möglich. Neben den klassischen Antiquitäten – vor allem englischen und französischen Möbeln, Bronzen, Skulpturen und Objects d’art – setzen kuriose und skurrile Stücke ihre ganz eigenen Akzente, so etwa eine Sammlung von Pferdegebissen aus der Manufaktur des Dr. Louis Auzoux in der Normandie, die für ihre Menschen- und Tiermodelle aus Pappmaschee berühmt wurde. 

Spezialität Möbel, Skulpturen, Kunsthandwerk des 18. und frühen 19. Jh., vor allem aus Frankreich und England. Beispiele Regency Chaiselongue, England, ca. 1810: 7800 Euro. Sessel, Frankreich ca. 1850, Eisengestell mit Lederkissen, 8500 Euro. Messen München: Kunst-Messe.

Brienner Str. 10 | 80333 München | T 089/28 32 39

Öffnungszeiten: Mo–Fr 10.30–18.30 Uhr, Sa 10.30–14 Uhr

www.meletta-antiques.com

MÜNCHEN

WERNER MURRER RAHMEN

In mehr als 20 Jahren hat sich Werner Murrer bei Museen, Kuratoren und Künstlern einen Ruf als Spezialist für alte und historische Rahmen gemacht. Sein moderner Showroom im Stadtteil Thalkirchen ist integriert in eine 500 Quadratmeter große Werkstatt. Hier erwartet den Besucher ein imposanter Fundus von Bilderrahmen vom 16. bis zum 19. Jahrhundert; ein vor Kurzem eröffneter zweiter Showroom gleich gegenüber bietet Rahmen vom Anfang des 20. Jahrhunderts, speziell für expressionistische Gemälde. Zum festen Team des Hauses gehören Kunsthistoriker und Schreiner, Holzbildhauer, Vergolder, Künstler. Mit ihrem vielseitigen Know-how können sie originale Rahmen passgerecht umarbeiten und auch akribisch genaue Kopien anfertigen. 

Spezialität Historische Bilderrahmen des 16. bis 20. Jh. Beispiele Waschgold- und Biedermeier- Rahmen für einige Hundert Euro, Renaissance- und Barock- und ausgewählte Expressionisten-Rahmen für einige Tausend, Sonderstücke und extreme Großformate für mehrere Zehntausend Euro.

Zennerstr. 6 | 81379 München | T 089/723 67 23

Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–13 und 14–18 Uhr

www.murrer-rahmen.de

MÜNCHEN

ANTIQUITÄTEN PACHMANN

Von der Neuen Pinakothek bis zur alpenländischen Volkskunst sind es nur ein paar Schritte. Wer qualitätvolle, farbig gefasste Bauernmöbel, Krippenfiguren, alte Walzenkrüge oder Hafnerware aus Süddeutschland sucht, ist bei Margarete und Roderich Pachmann an der richtigen Adresse. Auf den ersten Blick mag ihre Auswahl sakral und bajuwarisch wirken – auf den zweiten lassen sich Zeugnisse einer tief verwurzelten und vielschichtigen Kultur entdecken. 

Spezialität Volkskunst, Bauernmöbel, Krippenfiguren. Messen München: Kunst-Messe.

Barer Str. 60 | 80799 München | T 089/28 24 91

Öffnungszeiten: Mo–Fr 14–18 Uhr und nach Vereinbarung

www.pachmann-antik.de

MÜNCHEN

RÖBBIG MÜNCHEN

Wer von der bisweilen recht rummeligen Brienner Straße in das Ladengeschäft von Gerhard Röbbig tritt, der fühlt sich mit einem Schritt versetzt in eine andere Welt. Alles prunkt in barockem Überschwang, Epochenräume präsentieren Mobiliar, Gemälde, Uhren und Bronzen, perfekt aufeinander abgestimmt. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen herausragende Objekte aus der Blütezeit der Porzellanmanufaktur Meissen von 1710 bis 1750, darunter viele Stücke von der Hand des unerreichten Johann Joachim Kändler (1706 bis 1775). Eindrucksvoll auch die Porzellanobjekte von Du Paquier in Wien oder aus kleineren Manufakturen wie Höchst oder Ludwigsburg. 

Spezialität Frühes deutsches Porzellan, Gemälde und Möbel des 18. Jh. Messen Maastricht, München: Highlights, Art Salzburg.

Brienner Str. 9 | 80333 München | T 089/29 97 58

Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–19 Uhr, Sa 10–13 Uhr

www.roebbig.de

MÜNCHEN

VON STEIN & PENCA

In bester Lage nahe den Pinakotheken in München betreiben Horst Detlev von Stein und Ursula von Stein-Penca seit 15 Jahren ihr Geschäft für Rahmen von der Renaissance bis zum Art déco. Sie bieten kunsthistorisch fundierte Beratung, vollen Service rund um die Einrahmung und restaurieren alte Stücke sensibel. 

Spezialität Historische Bilderrahmen.

Gabelsbergerstr. 13 | 80333 München | T 089/280 02 66

Öffnungszeiten: Mo – Fr 11 – 18 Uhr

ursula.penca@gmail.com

MÜNCHEN

GALERIE DER MODERNE STEFAN VOGDT

Nur wenige Meter vom Design-Kollegen Wolfgang Maurer entfernt, in der Nachbarschaft von Kunsthochschule und Pinakotheken, liegt diese Anlaufstelle für Design-Fans. Als Stefan Vogdt 1977 seine Galerie eröffnete, begann er dem Zeitgeist gemäß mit Jugendstil und Art déco, dann erweiterte er sein Gebiet peu à peu in Richtung Gegenwart. Bis vor zehn Jahren versorgte er hauptsächlich Museen mit Klassikern des modernen Designs; wichtige Stücke z. B. der Neuen Sammlung in der Pinakothek der Moderne gingen durch seine Hände. Heute zeigt er Originalmöbel und -objekte von der Bauhauszeit bis zu aktuellen Entwürfen, sehr überzeugend im Ensemble mit junger Malerei aus München und Fotografie des 20. Jahrhunderts. 

Spezialität Design-Originale seit dem Bauhaus, aktuelle Malerei, kinetische Kunst, Fotografie des 20. Jh. Beispiele Bruno Mathsson, Esstisch „Super-Ellipse“, karelische Birke, 1964: 7500 Euro. Alvar Aalto, Schreibtisch Nr. 96 mit Rollcontainer Nr. 297, Birke, 1930: 9500 Euro. SW-Fotografie Pentti Sammallahti: 750 Euro.

Kurfürstenstr. 5 | 80799 München | T 089/271 68 57

Öffnungszeiten: Mo–Fr 10.30–18.30 Uhr, Sa 10.30–16.30 Uhr

www.galerie-vogdt.de

MÜNCHEN

PETER VOGT ANTIQUITÄTEN IM RATHAUS

Als Teenager wurde er neugierig, mit 23 Jahren begann er als Kunsthändler. Ein Antiquitätenladen im gotischen Rathaus am Marienplatz war frei geworden, Peter Vogt bewarb sich einfach mal, obwohl er im BWL-Studium steckte – und bekam den Zuschlag. Das liegt 25 Jahre zurück, und die Fayencen und das Steinzeug, auf die er sich spezialisiert hat, sind zu einer Nische geschrumpft. Lange Zeit waren die traditionellen Trinkgefäße begehrte Sammlerstücke. „Walzenkrüge haben Flügel“, hieß es: Man brauchte sie nur ins Schaufenster zu stellen, schon waren sie verkauft. Aber das liegt lange zurück. Peter Vogt reagiert darauf mit jährlichen Katalogen, in denen er eine Auswahl seiner Stücke vorstellt. Und siehe da, plötzlich bekommen die Betrachter wieder Augen für die Schönheit eines Steinzeugkrugs. 

Spezialität Fayencen und Steinzeug von 1480–1800, v. a. Humpen mit Zinn- oder Silbermontierung, Wappen- und Jagdkrüge. Zinn, emailbemaltes Glas, Silber.

Marienplatz 8 (Rathaus-Rückseite) | 80331 München | T 089/29 41 32

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

MÜNCHEN

GALERIE ARTIFICIAL JÜRGEN J. BURK

Jürgen J. Burk ist Kunsthistoriker, aber früh war ihm klar, dass es vor allem die moderne und angewandte Kunst war, die ihn reizte. 1986 gründete er seine Galerie für Design des 20. Jahrhunderts – von Bauhaus-Objekten über Pop-Art der 1960er- und 70er-Jahre bis zu den jungen Entwürfen eines Ron Arad oder Marc Newson. Burk handelt ausschließlich mit Originalen oder ersten Serien – und sieht darin eher Kunstgegenstände als Gebrauchsmöbel. Und Design als Geldanlage? „Perfekt“, schwärmt Burk. „Und dazu viel schöner als Aktien.“ 

Spezialität Möbelobjekte vom Bauhaus bis heute (Alvar Aalto, Marcel Breuer, Charles Eames, Gaetano Pesce). Plus Themenbezogene Ausstellungen. Beispiele Verner Panton, „Wire Cone Chair“: 2500 Euro. Charles Eames, „Rocking Chair first edition“: 3500 Euro. Ron Arad, Little Heavy: 30 000 Euro.

kochelseestrasse 8 | 81371 München | T +49 (0)89 21896-159

Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–18 Uhr, Sa nach Vereinbarung

www.artificial.de

MÜNSTER

ANTIKE UHREN DÖTSCH

Antike Uhren gesammelt hat Hans Dötsch schon während seines Studiums als Maschinenbauer. Aachen lag günstig für Fahrten nach Frankreich, wo er mit seiner Frau Anne gute Quellen auftat, ebenso in England, Österreich und der Tschechoslowakei. 1975 zog das Paar nach Münster und machte die Passion zum Beruf. In ihrem Laden in der Innenstadt zeigen sie Uhren jeder Art und Größe, von der Süddeutschen Standuhr im kostbar intarsierten Gehäuse aus Kirschbaum (Ende 18. Jh.) über eine große Auswahl an Reiseuhren bis zur Glashütter Herrentaschenuhr aus der Manufaktur Lange & Söhne. Für fachgerechte Reparaturen sitzt ein Uhrmachermeister mit im Boot. Und seit 25 Jahren gibt es einen zweiten Schwerpunkt: alten Schmuck, speziell des Art déco. 

Spezialität Groß- und Taschenuhren, Schwerpunkt: Reiseuhren des 19. Jh. Alter Schmuck, v. a. Art déco. Plus Eigener Uhrmachermeister. Beispiele Biedermeier-Regulator in einem Magahonigehäuse, Wien: 12 000 Euro. Stutzuhr aus Friedberg, sign. Elias BreittMayr. 1680: 45 000 Euro. Ohrgehänge, Platin mit je einem Altschliffbrillanten, zusammen 2,5 Karat, ca. 1900: 22 000 Euro.

Ludgeristr. 85 | 48165 Münster | T 02 51/473 28

Öffnungszeiten: Mo–Fr 14–18 Uhr, Sa 10.30–15 Uhr

www.antike-uhren-doetsch.de

MÜNSTER

KUNSTHANDEL MICHAEL NOLTE

Die reiche Geschichte und der Wohlstand Westfalens haben Michael Nolte sicher manchen Anstoß gegeben – seine Neigungen gehen ein gutes Stück darüber hinaus. Bekannt ist der Generalist für seine Barockmöbel aus Frankreich und Schränke aus dem Münsterland, für feuervergoldete Pendulen, Altmeister-Gemälde, chinesische Porzellane. Dann überraschte er sein Publikum mit Avantgarde der russischen Revolution, von El Lissitzky bis Alexander Rodschenko. Und seit der Kunsthändler seine 500 Quadratmeter große Galerie im Hafen von Münster eröffnet hat, inspiriert ihn die Nachbarschaft von Designern und Architekten zur Gegenwartskunst. 33 Maler, Fotokünstler und Bildhauer stehen auf seinem Programm; sie kommen aus China und Korea, Finnland, Polen, der Mongolei, Russland, Spanien und sogar aus Coesfeld. Wer also sagt, Nolte aus Münster sei nur Barock – der unterschätzt dessen Beweglichkeit. 

Spezialität Französische und deutsche Möbel des 17., 18. und 19. Jahrhunderts, Bronzen und Pendulen aus Frankreich, Gemälde, Porzellan, russische Kunst der Avantgarde und zeitgenössische Kunst. Messen Düsseldorf, Köln, Madrid: Feriarte, München: Kunst-Messe.

Hafenweg 54 | 48155 Münster | T 02 51/448 09

Öffnungszeiten: Mo–Sa 11–18 Uhr

www.kunsthandel-nolte.de

MÜNSTER

DR. K. & RALF SCHEPERS

Silberputzen ist aus der Mode gekommen, doch wer Ralf Schepers begegnet, der ist schnell überzeugt, dass es sich lohnt: „Wer einmal der Faszination alten Silbers erliegt“, sagt er, „der kommt davon nicht mehr los.“ Auf Schepers selbst trifft das zu: Er ist Volljurist, weit gereist, und doch seit 36 Jahren im Geschäft mit allem, was den einzigartigen Glanz hat: Kerzenhalter, Kaffeekannen, Tabletts … 

Spezialität Gebrauchssilber aus der Zeit zwischen 1660 und 1800. Messen Düsseldorf, Hannover, Köln, München: Kunst-Messe.

Hochstr. 5 | 48151 Münster | T 02 51/84 68 68

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

dr.k.undr.schepers@t-online.de

STÄDTE MIT O

OCHSENHAUSEN

OBERSCHWÄBISCHE BAROCKGALERIE

Der Name ist Programm: Nicht weit von den großen historischen Kunstzentren Ulm, Augsburg, Memmingen gelegen, bietet die Galerie in Ochsenhausen vor allem Kunst aus Schwaben. Gegründet wurde das Haus im Jahr 1900 vom Großvater der heutigen Firmenchefin, Margret Biechele. Neben dem Hauptsitz in der einstigen Klosterapotheke gibt es 600 Quadratmeter Ausstellungsfläche in einem Neubau – die Filiale ist eine Art Antiquitätenbörse, in dem von musealen Kostbarkeiten bis zu preisgünstigen bürgerlichen oder bäuerlichen Objekten fast alles zu finden ist. 

Spezialität Süddeutsche Barockmöbel, Skulpturen von Spätgotik bis Barock. Beispiele Notenpult für zwei Personen, Mahagoni, norddeutsch, um 1810: 3500 Euro. Rokoko-Aufsatzsekretär dreiteilig, bombierter Korpus, signiert Jean Grandjean, 1778: 130 000 Euro.

Schloßstr. 67 | 88416 Ochsenhausen | T 073 52/82 37

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.barockgalerie.de

STÄDTE MIT P

POCKING

KUNSTHANDEL PETER MÜHLBAUER

Kaum zu glauben: Das eindrucksvolle Anwesen war mal eine Ruine. Sehr heruntergekommen jedenfalls – bis Peter Mühlbauer es 1990 erwarb und generalsanieren ließ. Seither bietet das idyllisch gelegene Barockschloss Schönburg im niederbayrischen Pocking den musealen Möbelkunstwerken des Ästheten einen würdigen Rahmen. Und Mühlbauer mit seinem ausgeprägten Gespür fürs Exklusive liebt es, seine Schätze auf über 1000 Quadratmetern so richtig in Szene zu setzen – die Kommode der Gebrüder Spindler vom Hofe Friedrichs des Großen zum Beispiel, die vergoldeten Fauteuilles von Georg Ludwig Laves für den König von Hannover, das Prunk-Stillleben des Niederländers Abraham van Beyeren, die Fayence-Trappen aus der Manufaktur Höchst … 

Spezialität Höfische Möbel, Kunsthandwerk und Gemälde des 16. bis 19. Jh. Messen Maastricht, München: Highlights.

Schloss Schönburg | 94060 Pocking | T 085 31/18 15

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.kunsthandel-muehlbauer.com

STÄDTE MIT R

RADEVORMWALD

GALERIE PETER HARDT

Auf dem Fahrrad fing alles an, jetzt soll ein Museum daraus werden. Seit gut 40 Jahren – seit jener Fahrradtour durch den Himalaya – ist Peter Hardt begeistert von Kunst und Kultur Südostasiens. Mit jeder Reise drang er tiefer ein in die Geheimnisse von Tibet und Thailand, Nepal und Indien; mit jeder Rückkehr brachte er neue und größere Schätze nach Hause: Buddha-Statuen aus Bronze, Skulpturen aus Stein, Tempelgerät, Rollbilder. Jetzt plant der Spezialist für antike Asiatika, einen Ausstellungsraum mit Skulpturengarten und Tempelteich für ausgesuchte Stücke seiner Kollektion einzurichten, ein Museum gleich neben seinem Wohnhaus, ein Stück Himalaya im Bergischen Land. 

Spezialität Asiatika, antike Kunst aus Tibet, Nepal, Thailand, Burma, Indien. Messen Düsseldorf, Hannover, Maastricht: Sculpture Highlights, München: Kunst-Messe.

Robert-Bosch-Str. 12 | 42477 Radevormwald | T 021 95/80 59

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.hardt.de

RAESFELD

KLASSISCHE & ANTIKE UHREN A. HIDDING

Die „Schlossfreiheit“ ist der passende Ort, sich mit schönen alten Dingen zu befassen. Bei Andreas und Rita Hidding sind es Uhren, die sie in dem Ensemble nahe dem Wasserschloss Raesfeld im Münsterland hegen und pflegen. Seit vielen Jahren arbeitet Andreas Hidding als Uhrmachermeister mit historischen Stücken, seit 1997 handelt er damit. Vor allem Präzisionsinstrumente aus den zahlreichen Manufakturen im sächsischen Glashütte haben es ihm angetan: Pendeluhren, Chronometer und hochwertige Taschenuhren. 

Spezialität Historische Groß- und Klein-Uhren, vor allem aus Glashütte. Plus Reparatur und Restaurierung. Gemeinsam mit Fachkollegen jährliche Ausstellung zum Thema „Historische Uhren“ im Rittersaal des Schlosses. Beispiele Herrentaschenuhr A. Lange & Söhne mit Original-Etui, 1911: 11 500 Euro. Riefler Pendeluhr mit Federkrafthemmung, 1920: 58 000 Euro. Messen Münster: Antiquitätentage, Uhrenmessen in Düsseldorf, Köln, München.

Freiheit 5 | 46348 Raesfeld | T 028 65/68 53

Öffnungszeiten: Fr 14–18 Uhr, Sa und So 11–18 Uhr und nach Vereinbarung

www.uhren-hidding.de

REMELS

HORST ARIANS OSTFRIESISCHER KUNSTHANDEL

Angefangen hat er mit einer Tischlerei, in der sein Vater seit 1956 antike Möbel restaurierte. 1971 dann erfasste Horst Arians die gesamte Breite der ostfriesischen Wohnkultur – von Möbeln bis zu Riechdosen und Kleinsilber. Und weil die Grenze nicht weit ist, ist in alledem ein niederländischer Einfluss zu spüren, besonders deutlich bei den alten Fliesen, mit denen Kaminschürzen oder auch ganze Wände gestaltet werden. 

Spezialität Ostfriesische Möbel bis 1850, antike niederländische Fliesen, niederländische Stand- und Wanduhren, Hausrat, norddeutsches Silber und Zinn. Plus Eigene Restaurierungswerkstatt. Beispiele Fliesen für Wände: 10 bis 50 Euro, Sammlerfliesen um 1620: ab 120 bis 1000 Euro. Amsterdamer Standuhr von 1725: 14 700 Euro. Messen Münster: Antiquitätentage.

Ostertorstr. 144 | 26670 Remels | T 049 56/739

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

horst.arians@ewetel.net

STÄDTE MIT S

STARNBERG

FARFALLA – GLASKUNST UND PAPERWEIGHTS

Vom Flugzeugbau zur dekorativen Kunst der Briefbeschwerer aus Kristallglas? Doch, das gibt’s! 1976 haben sich Monika Flemming und Peter Pommerencke von ihren technischen Jobs bei Dornier ab- und den handgearbeiteten Paperweights zugewandt – und längst gilt ihr Geschäft als erste Adresse für die meist leuchtend farbigen Sammlerstücke. Zu finden sind rare Exemplare, die im 19. Jahrhundert in den französischen Manufakturen Baccarat, Clichy und Saint-Louis entstanden, aber auch Produkte moderner Studioglashütten in den USA oder Werke junger Künstler. 

Spezialität Antike und zeitgenössische Paperweights. Plus Restaurierung. Beispiele Baccarat-Paperweight „Millefiori“, 1847: 4400 Euro. Paperweight der Mount Washington Glass Company/USA (1870–1890): 29 500 Euro. Messen Essen, Münster.

Am Fuchsengraben 1 b | 82319 Starnberg | T 081 51/780 80

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.farfalla-paperweights.de

STARNBERG

JULIUS BÖHLER KUNSTHANDLUNG

Direkt am See führt Florian Eitle-Böhler die Kunsthandlung Julius Böhler schon in fünfter Generation. Bis heute liegt der Schwerpunkt auf Skulpturen vom Mittelalter bis zum Spätbarock – auf einem Niveau, auf dem weltweit vielleicht fünf, sechs Händler mithalten können. Trotzdem pflegt Eitle-Böhler den Kontakt auch zu weniger fachkundigen Freunden der Kunst: Der Händler, der eine Schreinerlehre absolviert, im Metropolitan Museum New York Möbel restauriert und vier Jahre lang dort im Auktionshaus Sotheby’s die Abteilung „European Sculpture“ geleitet hat, ist vielen bekannt als Skulpturen-Experte aus der Fernsehsendung „Kunst und Krempel“ im Bayerischen Rundfunk. 

Spezialität Skulpturen und Kunsthandwerk vom Mittelalter bis ins 18. Jh. Beispiele Emailliertes Hostiengefäß, 13. Jh.: 14 000 Euro. Holzrelief „Anbetung der Könige“, 16. Jh.: 280 000 Euro. Elfenbeingruppe „Pluto entführt Proserpina“, spätes 17. Jh., 2.3 Mio Euro. Messen Maastricht, München: Highlights.

Unterer Seeweg 4 | 82319 Starnberg | T 081 51/55 92 53

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.boehler-art.com

STARNBERG

MARIA-LUISE HOPP-GANTNER

Skulpturen von der Gotik bis zum 19. Jahrhundert sind das Spezialgebiet von Maria-Luise Hopp-Gantner und ihrem Mann Benno C. Gantner. Seit 1987 befassen sich die Händler auf wissenschaftlichem Niveau mit dem Thema, bieten Führungen durch Museen, Kirchen und Schlösser und haben 2008 im Innenhof des Deutschen Historischen Museums in Berlin die Fachmesse „Sculptura“ organisiert, um die kunsthistorische Kompetenz des Fachhandels zu demonstrieren. Daneben plant das Ehepaar historische Interieurs unter Verwendung von Architekturelementen wie Kassettendecken oder Bodentafeln. 

Spezialität Skulpturen von der Gotik bis 19. Jh., Gemälde 18. Jh. und Textilien.

Würmstr. 7 | 82319 Starnberg | T 081 51/156 90

Öffnungszeiten: Mi–Fr 10–18 Uhr, Sa 10–14 Uhr

www.hopp-gantner.de

STARUBING

DR. RAINER JUNGBAUER EUROPÄISCHE SKULPTUREN

„Ich bin ein Amateur, der in der Profiliga mitspielt“, sagt Rainer Jungbauer über seinen Zweitberuf. Zu diesem kam der praktizierende Zahnarzt aus dem niederbayrischen Straubing als Sammler, der aus seinem Hobby 1988 einen Kunsthandel machte. Sein Gebiet: museale Skulpturen von der Romanik bis zum Klassizismus mit Schwerpunkt Barock. Seine Leidenschaft: Bozzetti und Modelli – die ersten plastischen Skizzen also, in denen Bildhauer ihre großen Arbeiten in Terrakotta erproben. „Man sieht in ihnen den Genius des Künstlers“, schwärmt Jungbauer, „der schon mit dem schnell Modellierten alles ausdrückt.“ 

Spezialität Hochwertige Skulpturen von der Romanik bis zum Klassizismus. Beispiele Ab 1000 Euro (kleine Barockfigur), nach oben offen. Messen München: Highlights, Brüssel: Antiques & Fine Arts.

Von-Kleist-Str. 5 | 94315 Straubing | T 094 21/333 52

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.europaeische-skulpturen.de

STUTTGART

ARABESQUE TEPPICHKUNST DR. ULRIKE MONTIGEL

Im Stuttgarter Westen mit seinen vielen kleinen Betrieben vermutet man keine Galerie für hochwertige antike Sammler- und Stammesteppiche, doch Ulrike Montigel zeigt hier auf 80 Quadratmetern eine breit gestreute Auswahl. Die ehemalige Lehrerin, die als Sammlerin anfing und seit 26 Jahren ihren Platz in der Männerdomäne Teppichhandel behauptet, ist viel unterwegs und verkauft ihre Stücke hauptsächlich über internationale Kunst- und Teppichmessen. 

Spezialität Antike Teppiche, Kelims und Textilien, europäische und asiatische Skulpturen. Plus Teppichwäsche und Restaurierung. Messen San Francisco, New York, London, Satirana (Italien).

Breitscheidstr. 123 | 70176 Stuttgart | T 07 11/63 47 34

Öffnungszeiten: Mo–Fr 15 –18.30 Uhr, Sa 10–13 Uhr

www.gallery-arabesque.com

STUTTGART

GALERIE FIFTY FIFTY WOLFGANG STECK

Design kann so etwas wie ein Grundrecht sein: „Wir wollen es uns leisten, auch den Architekturstudenten bedienen zu können“, sagt Diana Balser-Steck. Seit 25 Jahren betreibt sie mit ihrem Mann die Galerie; internationale Entwürfe aus der Zeit zwischen 1950 und 1980 bilden den Schwerpunkt – und auch der Ox Chair mit Hocker (1960) von Hans J. Wegner oder ein Palisander-Sideboard von Gianfranco Frattini aus dem Jahr 1957 sind im Programm zu finden. So zählen Museen zu den Kunden des Galeristenpaars, aber auch besagter Architekturstudent ist willkommen, der ein Stück zum Leben sucht. Er wird es finden. Gern beteiligen sich die Stecks am Kopfzerbrechen um die Einrichtung ihrer Kunden – viele sind darüber zu Freunden geworden. 

Spezialität Möbel und Design des 20. Jh., vor allem aus Skandinavien, Italien, USA, Deutschland. Beispiele Eames „Side Chair“, 1950er-Jahre: um 250 Euro. Arne Jacobsen, „Swan Chair“: je nach Ausführung 2000–3500 Euro. Hans J. Wegner, „Ox Chair mit Ottomane“, Leder, 1960: 9500 Euro.

Olgastr. 47 | 70182 Stuttgart | T 07 11/236 99 08

Öffnungszeiten: Di–Fr 14–19 Uhr, Sa 11–16 Uhr

www.galerie-fiftyfifty.de

STUTTGART

KUNSTHANDEL FRIEDER AICHELE

Erfahrung, Fachwissen, Leidenschaft – das sind Frieder Aicheles Stärken. Er braucht sie auch: Die blühenden 1970erund 80er-Jahre sind vorbei, der Markt für antike Fayencen, Steinzeug und Zinn ist eng geworden. Was tut Aichele? Nach 35 Jahren im Kunsthandel geht er ins Internet und tut sich neue Käuferschichten auf! Besonders gut geht altes Porzellan aus China, oft an Käufer aus Hongkong oder Schanghai. „Die Jungen kaufen heute ja lieber Design“, meint der Händler und schwärmt: „Dabei gibt es nichts Eleganteres als eine Zinnkanne. Zinn aus dem 17., 18. Jahrhundert hat schlichte, strenge Formen: Das ist Design!“ 

Spezialität Alte Keramik, Fayencen, Steinzeug, chinesisches Porzellan, Sammlerzinn. Beispiele Teller China: 500 Euro. Zinnleuchter um 1680: 800 Euro. Fayencekrug Crailsheim: 4300 Euro.

Calwer Str. 38 | 70173 Stuttgart | T 07 11/236 46 13

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.frieder-aichele.de

STÄDTE MIT T

TREIS-KARDEN

BENEDIKT KORTH KUNSTHANDEL

Ein gotisches Stiftsherrenhaus an der Mosel ist das neue Domizil von Benedikt Korth. Barockgemälde, Möbel des 17. bis 19. Jahrhunderts oder Jagdstücke wie der Stuhl aus Hirschgeweih finden hier ein sehr passendes Ambiente. Auch antike Wandteppiche und Dekorationsobjekte kommen bestens zur Geltung. Kein Wunder: Viele von ihnen stammen ja auch aus hochadeliger Umgebung. 

Spezialität Gemälde, v. a. Porträts. Jagdmotive, 17.–19. Jh. Möbel 17.–19. Jh., Wandteppiche, Dekorobjekte. Plus Jährliche Ausstellungen. Beispiele Antiker Gardinenring, Bronze vergoldet: 40 Euro. Wandteppich, 17. Jh.: gut und gern das Tausendfache.

Stiftsgasse 1 | 56253 Treis-Karden | T 026 72/91 24 44

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.korth-kunst.de

STÄDTE MIT W

WÄCHTERSBACH

OTTO VON MITZLAFF KUNSTHANDEL

Kann sein, dass auf der Messe ein älterer Herr in Strickjacke vor einem Schreibsekretär oder einer Kommode steht, mit den Fingerspitzen ehrfürchtig über das Holz streicht und leise murmelt: „geil!“ Das wäre dann Otto von Mitzlaff, der Grandseigneur unter den deutschen Möbelspezialisten – und einer, der sich seiner Begeisterung nicht schämt. Von Ästhetik und sogar von Erotik ist die Rede, wenn Mitzlaff von den feinen Oberflächen schwärmt, vom Goldton der alten Hölzer, ihrer samtigen Glätte, ihrer Patina. Die Ebenisten Abraham und David Roentgen sind seine Hausgötter; 80 Meisterstücke dieser großen Möbelkünstler des Klassizismus hat er im Lauf der Jahre schon begutachten und im Prinzessinnenhaus am Schloss Wächtersbach restaurieren und pflegen dürfen. Keiner kennt sie besser, und keiner erkennt in ihrer klaren Linie so deutlich wie er die sehr frühen Wurzeln von Art déco und Bauhaus. Trotzdem hat Otto von Mitzlaff gerade eine weitere Leidenschaft entdeckt – die Möbel des Barock. Das Herz eines Liebhabers hat eben Platz für viele Neigungen. 

Spezialität Möbel des Klassizismus, vor allem aus der Werkstatt Abraham und David Roentgen; Barockmöbel. Beispiele Klassizistischer Sekretär, Berlin: ab 15 000 Euro; Roentgen-Möbel ca. 300 000–400 000 Euro. Messen Maastricht.

Schloß 2 | 63607 Wächtersbach | T 060 53/39 27

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.ottovonmitzlaff.de

WANGEN IM ALLGÄU

TECHNISCHER KUNSTHANDEL KLING

Sie Uhrmacherin, er Maschinenbauer – damit bringen Ines und Franz Kling genau das richtige Know-how für ihr 2005 eröffnetes Geschäft mit: historische Spieldosen, Musikuhren und Singvogelautomaten. Es sind Wunderwerke der klingenden Mechanik, diese Musikdosen, wie sie zwischen 1800 und 1920 erst nur den Adel, dann auch bürgerliche Hörer unterhielten: ein ganzer Baum voll zwitschernder Vögel, ein pfeifender Gentleman, Walzenspielwerke, kleine Musiktruhen, ein Gehstock mit Elfenbeinknauf und eingebauter Spieluhr … 

Spezialität Singvogelautomaten, Spieldosen und Musikuhren. Plus Eigene Restaurationswerkstatt. Beispiele Singvogeldose in Silber, um 1930: 4800 Euro. Musiktisch mit auswechselbaren Musikwalzen, um 1850: 24 000 Euro. Harfenuhr mit austauschbaren Walzen, um 1800: 39 000 Euro. Messen Düsseldorf, Hannover, Wien: Hofburg, Zürich: Fine Art. 

Leutkircherstr. 21 | 88239 Wangen im Allgäu | T 075 22/299 09 

Öffnungszeiten: Außerhalb der Messezeiten Di–Fr 12–18 Uhr und nach Vereinbarung

www.technischer-kunsthandel.de

WEINHEIM

ELFRIEDE LANGELOH

Elfriede Langeloh galt als die „Porzellankönigin“, das 1919 von ihr gegründete Geschäft in Köln genoss Anerkennung weit über die Grenzen hinaus. Seit 1981 führt die Enkelin Friedel Kirsch das Geschäft in Weinheim bei Heidelberg; deren Tochter Marie-Christine steht schon als vierte Generation bereit. Mit wissenschaftlicher Recherche und einer umfassenden Spezialbibliothek widmen sich die Kunsthändlerinnen der Keramik des 18. Jahrhunderts in Spitzenqualität, vor allem den Schätzen aus der Manufaktur von Meissen. „Antikes Porzellan wird immer begehrter“, erklärt Friedel Kirsch, „es ist wohl so krisensicher wie Gold. Und von den Objekten geht eine große Faszination aus: Porzellane sind lebendig, strahlend und kostbar.“  

Spezialität Porzellan und Fayencen des 18. Jh., Schwerpunkt Meissen. Beispiele Paar Schnepfen als Butterdose, Meissen 1740: 22 500 Euro. Schneeballvase Meissen 1740: 44 000 Euro. Ensemble aus acht Porzellanhäusern, Miniaturfiguren und Tieren, Meissen 1740–1775: 380 000 Euro. Messen München: Kunst-Messe. 

Am Michelsgrund 14 | 69469 Weinheim | T 062 01/673 35 

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.langeloh-porcelain.de

WESTERLAND/SYLT

MYLIN

Historisches Baumaterial, Fliesen und antike Kachelöfen sind das Spezialgebiet des Flensburgers Jens-Christian Mylin. 1971 eröffnete er sein erstes Geschäft in Keitum auf Sylt – heute sind fünf Läden auf Sylt, der Nachbarinsel Föhr und bei Niebüll daraus geworden, und die ganze Familie mit fünf Kindern und der Hilfe erster Enkel ist vollauf beschäftigt. Wer Delfter Fliesen oder antike Bodenbeläge liebt, ist hier gut beraten, und auch bei den meist in Skandinavien aufgespürten historischen Öfen findet sich eine große Auswahl vom halbrunden Klassiker bis zum „eckigen Majolika“. 

Spezialität Antike Fliesen aus Holland, Frankreich, Belgien und Italien. Antike Kachelöfen vom Neoklassizismus bis zum Jugendstil, überwiegend aus Skandinavien. Plus Restaurierungswerkstatt. Vermittlung von spezialisierten Ofensetzern. Beispiele Kachelöfen: 4400 bis 10 000 Euro. 

Schützenstr. 17 | 25980 Westerland/Sylt | T 046 51/222 17 

Öffnungszeiten: Mo–Fr 9.30–12.30 Uhr

www.mylin.de

WIESBADEN

DANIELA KUMPF KUNSTHANDEL

„Schon als Kind hat mich das Berühren von Porzellanen begeistert“, sagt Daniela Kumpf. Vor 40 Jahren machte sie die Passion zum Beruf – und längst gilt sie als führende Kennerin des Metiers in Deutschland. Vor allem die kleineren Manufakturen des 18. Jahrhunderts, von denen manche nur wenige Jahre überdauerten, regen ihren Forscherdrang an. 

Spezialität Porzellane vom 18. Jh. bis zum Jugendstil, deutsche Fayencen. Messen München: Highlights, London: Art Antiques/The International Ceramics Fair & Seminar. 

Parkstr. 33 | 65189 Wiesbaden | T 06 11/52 83 57 

Öffnungszeiten nach Vereinbarung 

daniela.kumpf@t-online.de

WIESBADEN

GALERIE KEUL & SOHN

In der vierten Generation führen die Brüder Hans-Jürgen und Andreas Keul ihre Galerie. Interessenten für Barock- und Louis-seize-Möbel oder Gemälde der Münchner und Düsseldorfer Malerschulen des 19. Jahrhunderts werden fundiert beraten, auf Wunsch gehen die Kunsthändler für ihre Kunden auch auf die Suche nach speziellen Objekten. 

Spezialität Mobiliar von Barock bis zum Biedermeier. Gemälde der Münchner und Düsseldorfer Schulen des 19. Jh. Plus Eigene Restaurierungswerkstatt. Beispiele Aufsatzsekretär, Braunschweig: 65 000 Euro. Gemälde von Carl Spitzweg: 120 000 Euro. Messen Düsseldorf. 

Taunusstr. 33–35 | 65183 Wiesbaden | T 06 11/52 26 61 

Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–13 und 15–18 Uhr, Sa 10–13 Uhr und nach Vereinbarung

www.galerie-keul.de

WIESBADEN

RSA ANTIQUITÄTEN WIESBADEN

In einer der schönsten Straßen ihrer Stadt zeigt Regine Schmitz-Avila auf 330 Quadratmetern deutsche Möbel des 18. und frühen 19. Jahrhunderts – vom Frankfurter Barockschrank über Louis seize, Klassizismus und Biedermeier bis zum Empire-Konsoltisch. Großen Wert legt die Kunsthändlerin auf stilvolle und ansprechende Präsentation: Sie liebt intelligente Kombinationen, die Möbel sind erstklassig restauriert – und jedem Stück liegt eine ausführliche Expertise bei. 

Spezialität Möbel des 18. und 19. Jh. Plus Einrichtungsberatung vor Ort. Beispiele Biedermeierkommode: 3000 bis 10 000 Euro. Biedermeierschrank: 9000 bis 26 000 Euro. Frankfurter Ecknasenschrank: 58 000 Euro. 

Taunusstr. 34 | 65183 Wiesbaden | T 06 11/529 05 70 

Öffnungszeiten: Di–Do 10–13 und 15–18.30 Uhr, Fr 10–21 Uhr, Sa 10–15 Uhr

www.antiquitäten-wiesbaden.de

WORPSWEDE

VIEBAHN KUNSTHANDEL

Der Klassizismus und die Ära von König Gustav III. von Schweden (1771 bis 1792) sind Schwerpunkte der Galerie am Rand des Künstlerdorfs: Auf stattlichen 700 Quadratmetern zeigt Knut Viebahn also gustavianische Möbel, daneben Meisterwerke deutscher, französischer und russischer Ebenisten; im weitläufigen Park ringsum erwarten die Besucher Gartenskulpturen des 18. und 19 Jahrhunderts. 

Spezialität Mobiliar, Kunsthandwerk, Uhren, Skulpturen des 16.–19. Jh. Messen Köln, München: Kunst-Messe. 

Wörpedahler Str. 12 | 27726 Worpswede | T 047 92/30 30 

Öffnungszeiten nach Vereinbarung

www.viebahnfinearts.com