Nominiert für den A&W Architekten des Jahres 2014 GMP

Die Architekten Meinhard von Gerkan und Volkwin Marg von gmp haben ihre Nominierung wirklich verdient, denn sie entwarfen bereits viele, weltbekannte Bauten, wie das National-Museum in Peking oder das WM-Stadion in Kapstadt.

 

Meinhard von Gerkan und Volkwin Marg waren 30, als sie ihren ersten Flughafen bauten, das war in Berlin-Tegel 1965. Heute ist gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner das erfolgreichste deutsche Architekturbüro und eines der wenigen, dessen Gebäude vermutlich nicht nur jeder Deutsche, sondern Menschen auf der gan- zen Welt kennen. Der Berliner Hauptbahnhof und das Chinesische Nationalmuseum in Peking sind darunter, die Leipziger Messe, der Christus-Pavillon auf der Expo 2000 und viele Fußballstadien. Der Stil von gmp, wenn es ihn denn gibt, besticht durch eine nüchterne Herangehensweise, uneitel und getrieben von dem Anspruch, rationale Lösungen zu finden. Formale Zurückhaltung, Dauerhaftigkeit und Plausibilität sind zentrale Begriffe für die Gründer. Die Architekturkritik würdigt ihren Weg nicht immer – beschert er doch weniger Bilder und Trends als gelöste Aufgaben, deren Wert sich nicht auf den ersten Blick erschließt. Die Bauherren dagegen lieben die Herangehensweise von gmp. Aber sie haben in den Architekten auch selbstbewusste Partner. Vor allem Meinhard von Gerkan ist nicht bereit, für wirre Planungen öffentlicher Großprojekte seinen Kopf hinzuhalten. 2005 verklagte er die Bahn wegen Urheberrechtsverletzung am Berliner Hauptbahnhof. Und legte nach, indem er ein Buch über die Missstände am Berliner Flughafen BER – geplant von gmp – veröffentlichte. Darin zieht er Schlussfolgerungen für die gesamte Branche. Der Untertitel: „Wie Deutschland seine Zukunft verbaut“. 

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Autor:
Christian Tröster
Fotograf:
Timmo Schreiber