Nominiert für den A&W Architekten des Jahres 2016 Johannes Kaufmann

Man sagt, dass wahre Qualität nur dann entstehen kann, wenn Handwerk und Ausbildung tief in einer Gesellschaft, in ihrer Tradition und Region verwurzelt sind.

Dass dies wirklich so ist, dafür erbringt Johannes Kaufmann den Beweis: Er baut in Holz, wie es schon seine Vorfahren taten und seine Familie noch immer tut.  Johannes Kaufmann, geboren 1967, ist kein studierter Architekt, sondern Zimmermeister, als solcher aber in Österreich voll planungsberechtigt. Er absolvierte seine Lehre im elterlichen Betrieb und gründete sein eigenes Büro 1993 in Dornbirn. Er blieb damit in Vorarlberg, einer Region, die am Ende des 20. Jahrhunderts eine weltweit beachtete Architektur hervorgebracht hatte.

Sein Schlüsselwerk ist die Wohnbox „Su-Si“, eine kleine Wohneinheit mit einer Grundfläche von 3,5 mal 12 Metern, entworfen 1999. Das Haus ist voll funktionsfähig und kann binnen einer Stunde auf den Fundamenten aufgebaut werden. Das modulare und vorgefertigte Bauen hat Kaufmann weiter verfeinert, so auch in dem Ferienhaus „Tinn“. Der folienfreie Massivholzbau setzt sich aus vier vorgefertigten Modulboxen zusammen und wartet mit einer regionaltypischen Eigenheit aus dem Bregenzerwald auf, dem „Schopf“. So nennt man den halb offenen Vorbau, der eine Mischung aus Diele und Terrasse ist. Größere Formate bewältigt Johannes Kaufmann selbstverständlich auch.
Sein vielfach ausgezeichnetes Werk umfasst Kindergärten, Sport- und Gewerbebauten, Wohnungen und Hotels – selbstverständlich alle aus Holz.

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